Inwieweit haften Gesellschafter bei einer GmbH?

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6 Antworten

Ökonomisch bedeutet Haftung, inwieweit Gläubiger zur Durchsetzung ihrer Forderungen, auch unter Anwendung von Zwangsmassnahmen, auf Vermögenswerte der Gläubiger zugreifen können. Insofern haftet die GmbH Gesellschaft selber mit ihrem Vermögen. Auf Vermögenswerte der Gesellschafter können  die Gläubiger dabei nicht zugreifen, § 13 Abs. 2 GmbH Gesetz.  Deshalb auch beschränkte Haftung, weil die Gesellschafter persönlich nicht mit ihrem Vermögen haften, im Gegensatz zu einer Personengesellschaft.

Die Gesellschafter haften demnach nicht gegenüber den Gläubigern. Die Gesellschafter haften aber gegenüber der Gesellschaft in Höhe der Einlagen, die vertraglich vereinbart worden sind, aber noch nicht erbracht worden  sind.

Die Geschäftsführer haften nur, wenn sie ihre Pflichten verletzen, § 43 Abs.2.

In den Gesetzen wird teilweise davon gesprochen, dass die Einlagen eine Haftungsfunktion haben, so die Einlagen der Gesellschafter, oder es wird auch der Begriff des  "Haftenden Eigenkapitals" verwendet: Das ist sehr missverständlich, weil die Gläubiger ja nicht darauf zugreifen können; die Gläubiger können nur auf die Vermögenswerte zugreifen, die tatsächlich vorhanden sind. Die Info, die dazu im Netz kursiert, ist soweit richtig, das ist eine rechtliche Sichtweise, die allerdings sehr missverständlich ist.

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Gesellschafter haften bei einer GmbH lediglich in der Höhe ihrer Einlagen (Stammkapital). Für diese muss er aufkommen oder eben komplett einbringen, wenn sie fällig werden.

Der Geschäftsführer haftet nur dann privat, wenn er einen klaren Verstoß begangen hat,(Pflichten, Amtsausführung, Bilanzen, Ausgaben usw.) z.B. bei einer Insolvenz.

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Du musst unterscheiden zwischen der Haftung der Gesellschaft für Ihre Schulden und der Haftung der Geschäftsführer den Gesellschaftern gegenüber

Gesellschafter haften nur mit ihrem Anteilen. Wenn Du 10.000€ in eine GmbH eingebracht hast, dann ist das der Betrag, mit dem Du haftest. Wenn das Unternehmen irgendwann auf einem riesenhaufen Schulden sitzt, musst du nichts nachschiessen, solange Du deine Anteile bezahlt hast. § 13 Abs 2 GmbhG

Das was Du angesprochen hast, ist die Haftung des Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft, also gegenüber der GmbH. Wenn er seinen Pflichten nicht nachkommen und dadurch ein Schaden entsteht, dann muss er entsprechend haften.

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Ein Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage, mehr nicht.

Der Geschäftsführer haftet darüber hinaus für Sozialbeiträge und bei grober Fahrlässigkeit,  Betrug, usw.

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Kommentar von GothicGirl83
02.02.2017, 18:41

Vielen Dank erstmal. Im Gesetzt ist das aber nicht zu entnehmen, sondern wird als Basiswissen vorausgesetzt?

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Es haftet nur das Kapital und das in Höhe der Einlage.

Es gibt keine Nachschußpflicht und auch kein haften mit Privatvermögen etc. wenn die Einlage erbracht ist.

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