Inwiefern wurden die kirchlichen Rechte im Nationalsozialismus beeinträchtigt?

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10 Antworten

Erstaunlich ist immer wieder die unsäglichen Versuche, die versuchte Unterwerfung der Kirchen und Ihrer Vertreter durch eine Mittäterschaft zu verbiegen, außer den christlich motivierten Widerständen, gab es ja praktisch nur begeisterte Zustimmung, soll ich damit folgern, dass Atheisten und Agnostiker zu den großen HitIer-Fans in der Bevölkerung gehörten?

Tatsache ist, dass man zwar das Christentum als Staatsreligion verkaufte, die Lehre der Kirchen aber mit Rassismus und der Nationalsozialistischen Ideologie verband, genau deswegen begehrten ja so viele Geistliche und unzählige Mitglieder der Protestanten und Katholiken auf. Die Kirche war seit 1803 ohne weltliche Macht ausgestattet, die Säkularisation wird doch immer als großer Erfolg der Aufklärung gefeiert, erwartete man nun von den Kirchen einen Untergrundkampf gegen ein Regime, das von revanchistischen Offizieren und verklärten Monarchisten erst zu dem gemacht wurde, was es 1933 plötzlich darstellte?

Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche? Hat irgendwer mehr Opfer unter seinen Führern zu beklagen als die Christen?

An Bischöfe und Kardinäle traute man sich nicht heran, trotzdem ermordete man zum Kriegsende auch höhere Würdenträger, in Dachau starben genügend Geistliche an der bloßen Behandlung, die sich nach 1943 deutlich verschärfte. Das Kirchenasyl wurde ignoriert, trotzdem riskierten und verloren nicht wenige Orden und andere kirchliche Einrichtungen Ihre Mitarbeiter, weil versteckte Juden oder Partisanen gefunden wurden. In Rom wurden einige hundert Juden dadurch gerettet, dass man sie zu Schweizer Gardisten erklärte...

Mit Ruhm haben sich die Deutschen nicht bekleckert, aber viele Christen haben aktiven und vor allem passiven Widerstand geleistet, in Italien z.B. lehnte man die Judenverfolgung generell ab, ähnliche Versuche gab es im gesamten besetzten Europa....

Den Kirchen wurden per se viele Ihrer Rechte entzogen, die evangelische Kirche wurde sogar vollends gleichgeschaltet, mit der freien Wahl der Geistlichen und Kirchenvorständen war es 1934 vorbei, später kam es sogar zu Säuberungen innerhalb der kirchlichen Einrichtungen, die Katholiken mussten sich zwar auch einschränken, hatten aber durch die Weltkirche andere Möglichkeiten...

http://de.wikipedia.org/wiki/Bekennende_Kirche

Was mit den Christen und Ihren Einrichtungen nach einem Sieg der Nazis passiert wäre, möchte ich mir nicht ausmalen, historische Hinweise gibt es aber genügend, gute Bücher über dieses Thema auch,

Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche?

Die KPD zum Beispiel und das bereits zu einer Zeit, wo es noch keine bekennende Kirche gab und viele ihrer späteren Mitglieder noch mit den Nazis sympathisierten.

Dein Versuch, den deutsche Widerstand gegen Hitler zu einem überwiegend, ja sogar ausschließlich christlichen Widerstand zu machen, ist peinlichste Geschichtsklitterung.

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@PeVau

Kleine Ergänzung::)

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bildeten sich bald vielerorts Widerstandsgruppen. Aktiven Widerstand leisteten in den Anfangsjahren des NS-Regimes vor allem Kommunisten, die nach dem 30. Januar 1933 besonders unter Verfolgung und Terror zu leiden hatten. Im Sommer 1933 saßen rund 15.000 kommunistische Funktionäre und Aktivisten in "Schutzhaft". Im Untergrund erschien von 1933 bis 1935 das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), "Die Rote Fahne".

Kommunistische aber auch sozialdemokratisch orientierte Widerstandsgruppen verbreiteten Flugschriften und Klebezettel gegen den Nationalsozialismus, pinselten Wandparolen und unterstützten rassisch und politisch Verfolgte. Wer bei solchen Tätigkeiten entdeckt oder verraten wurde, dem drohten Verhaftung, Mißhandlung, Haft in einem Konzentrationslager oder die Hinrichtung.

Eine Widerstandsgruppe in Berlin, die rund 50 Frauen und über 100 Männer umfaßte, wurden von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) mit dem Sammelbegriff "Rote Kapelle" belegt. Durch ihren Funkkontakt zur Sowjetunion wurde eine Gruppe um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen im August 1942 enttarnt.

Von den 130 festgenommenen Mitgliedern der "Roten Kapelle" wurden 49 umgebracht. Zu ihnen zählte auch das Ehepaar Hans Coppi und Hilde Coppi: Hans Coppi wurde am 22. Dezember 1942 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am selben Tag in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Nur wenige Wochen zuvor hatte seine Frau Hilde im Frauengefängnis Barnimstraße einen Sohn geboren. Auch sie wurde zum Tode verurteilt und - nachdem Hitler ein Gnadengesuch abgelehnt hatte - am 5. August 1943 in der Strafanstalt Plötzensee hingerichtet.

http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/widerstand/index.html

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@PeVau

Von Geschichtskitterung zu sprechen, ist angesichts der hier geäußerten Dinge, einfach lächerlich...

Sich mit Dir über Geschichte zu unterhalten lohnt sich nicht...Copy+Paste ist nicht mein Ding...

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@Kaimosi

Frei erfundene oder aus dem Zusammenhang gerissene Fakten und hysterische Hetze gegen Atheisten und Linke ist eher dein Ding.

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@Huckebein

Die Leistung vieler KPD-Leute würde ich z.B. niemals abstreiten, nur danach war gar nicht gefragt...

Deutlich aktiver waren jedenfalls linke Gruppen außerhalb der KPD, die SPD hatte auch deutlich mehr Persönlichkeiten und Gruppen...klar wurde das in eurem 'hervorragenden' Bildungssystem unter den Teppich gekehrt...:-)

Die Frage sollte man übrigens nicht aus den Augen verlieren, man könnte angesichts der Antworten das Gefühl bekommen, die Christen hätten überhaupt keinen Beitrag geleistet, sondern sich am Völkermord noch die Hände gewärmt, solange man solche Aussagen hier zulässt und nicht kommentiert, erübrigt sich eine sachliche Auseinandersetzung.

http://www.gdw-berlin.de/

Dort findet man einen würdigen Rahmen für die Menschen, die sich aufgeopfert haben...

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@exFlottiLotti

Was ist frei erfunden und wer hetzt hier gegen wen?

Persönliche Dinge immer wieder auf den Tisch zu bringen, entspricht dem Niveau von Halbstarken, damit muss ich mich nicht beschäftigen...:-))

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@Kaimosi

Die Leistung vieler KPD-Leute würde ich z.B. niemals abstreiten, nur danach war gar nicht gefragt...

Doch, du hast diese Frage aufgeworfen. Darf ich dich erinnern?

Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche?

Das war deine Frage. Sie war zwar rethorisch, doch in der Aussage eindeutig - falsch!

Deutlich aktiver waren jedenfalls linke Gruppen außerhalb der KPD, ...

Was angesichts der sofort einsetzenden Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von tausenden Kommunisten nicht weiter verwunderlich war. Der illegale Widerstand führte vielerorts zur Zusammenarbeit von Sozialdemokraten und Kommunisten. Diesen Widerstand kannst du den Sozis oder den Kommunisten zuordnen oder auch nicht. Die Tatsache, das du es explizit nicht den Kommunisten zuordnest sprich Bände.

..., man könnte angesichts der Antworten das Gefühl bekommen, die Christen hätten überhaupt keinen Beitrag geleistet, ...

Darf ich dich erinnern, dass D U (!) den Widerstand gegen Hitler überwiegend, ja sogar ausschließlich den Christen zugeordnet hast? Dann eben nochmal:

Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche?

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@PeVau

Im Kontext der hier vorgeführten Verweigerung, dass es überhaupt Beeinträchtigungen für die Kirchen gegeben hat, ist meine Einlassung zu verstehen, dass alle KPD-Mitglieder Atheisten/Freidenker/Humanisten waren, wirst Du nicht ernsthaft behaupten...oder doch?

Ich ordne überhaupt nichts zu, es gab Linke Gruppen, wie es Sozialdemokraten (nicht Sozis!!!) gab...über den Widerstand im 3. Reich brauche ich keine Nachhilfe...:-)

Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche? Hat irgendwer mehr Opfer unter seinen Führern zu beklagen als die Christen?

Das habe ich gesagt, also verdrehe mir nicht die Worte, die übrigen Antworten kommentierst Du nicht, obwohl sie grobe Fehler enthalten, allerdings ist mir bei Dir langsam nicht mehr klar, ob Du überhaupt die Fakten kennst, für einen Ratgeberheld sind Deine Einlassungen hier jedenfalls mehr als peinlich...

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@Kaimosi

dass alle KPD-Mitglieder Atheisten/Freidenker/Humanisten waren, wirst Du nicht ernsthaft behaupten...oder doch?

Besonders viele Christen konnte man unter ihnen jedenfalls nicht finden. :-)

...über den Widerstand im 3. Reich brauche ich keine Nachhilfe...:-)

Du wärst bedeutend sympathischer, wenn du deine völlig überzogene Selbstdarstellung unterlassen könntest. Deine Argumente werden nicht besser, nur weil du dir selbst die größere Kompetenz bescheinigst. Das wirkt nur albern.

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@PeVau

Die KPD wurde 1918 gegründet...wer war denn zu dieser Zeit Atheist?

Du wärst bedeutend sympathischer, wenn du deine völlig überzogene Selbstdarstellung unterlassen könntest. Deine Argumente werden nicht besser, nur weil du dir selbst die größere Kompetenz bescheinigst. Das wirkt nur albern.

. Meine Aufgabe ist es nicht, dass Du mich sympathisch findest, meine Kommentare zu der Frage sind sachdienlich, auch wenn Ihr immer wieder versucht, mich in irgendwelchen Grabenkämpfe zu verstricken, mich über die Bedeutung der KPD aufzuklären ist allerliebst, nur wirkt es angesichts der hier vorzufindenden Antworten aufgesetzt, ich werde in etwa 2 Jahren mein Geschichtsstudium abschließen, glaubst Du wirklich, man liest sich da nicht durch das 3. Reich, den Widerstand und auch die Kommunistische Partei...:-))

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@Kaimosi

... ich werde in etwa 2 Jahren mein Geschichtsstudium abschließen, ...

:-D

Da kann ich dir nur wünschen, dass du in der verbleibenden Zeit auch mal was lernst.

2
@Kaimosi

Copy+Paste ist nicht mein Ding...

Stimmt. Weil es eben überhaupt nicht dein Ding ist, zu deinen Behauptungen auch Belege zu bringen, Riara.

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@Spaghettus

:-))

Wie oft hatten wir das schon...7x sicher, JEDES MAL hast Du falsch gelegen...die Sache hat so einen langen Bart...aber das sieht man ja...:-)

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Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche? Hat irgendwer mehr Opfer unter seinen Führern zu beklagen als die Christen?

Antwort: Ja, die Kommunisten, auch wenn du das ausblendest.

Die hier genannten 49 Hingerichteten der Roten Kapelle sind ein winziger Bruchteil von Tausenden Kommunisten, die in den KZn umgebracht wurden.

Auch wenn du jetzt wieder deine vorletzte Waffe, andere als inkompetent abzuwerten, einsetzt und dich vor der Stellungnahme drückst: Die Tatsachen beseitigst du nicht.

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@Huckebein

Stellungnahmen sind etwas anderes...

Meine Beschreibung schließt die Kommunisten keineswegs aus, aber behauptest Du nun auch noch 100% der Kommunisten sind Atheisten gewesen?

Mir ist eine sachliche Auseinandersetzung doch viel lieber, aber dann lassen wir doch bitte solche Spitzwindigkeiten. Die Frage hätte man doch ohne den ganzen Unsinn und ohne unmögliche Links beantworten können, sprichst Du dem christlichen Widerstand tatsächlich seine Existenz oder Bedeutung ab?

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@Kaimosi

Das Christentum gehörte nicht zum Weltbild der Kommunisten. Sicherlich gab es unter denen auch solche, die christliche Wurzeln hatten, aber sich aus guten Gründen anders entwickelt haben.

Wenn du Spitzfindigkeiten (wie du es nennst), vermeiden möchtest, solltest du du keine Behauptungen aufstellen, die provozieren und regelrecht nach Erwiderung schreien. Du nimmst doch nicht etwa an, dass man so etwas schweigend akzeptiert? Allein schon wieder dein Bezug auf die DDR mit dem "verfeinerten" Geschichtsbild soll nach deinem Ansinnen jedem "Ehemaligen" jegliche Kompetenz absprechen. Das ist nicht zu übersehen und wird beantwortet. Da hilft auch nicht, dass du du dich immer wieder als Experten auf allen Gebieten verstanden wissen willst, was inzwischen schon - ich sage mal "komisch" - ankommt.

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@Huckebein

Die Diskreditierung meiner Person, meiner Mutter und noch ein paar anderen Dingen muss ich aber erst einmal hinnehmen...stimmst?

Jeder der die DDR persönlich erleben durfte, fallen doch die Unzulänglichkeiten sofort auf, in manchen Teilen von Berlin (-Ost) sah das prächtig aus, in den meisten kleinen Gemeinden eben nicht. Alleine von diesen subjektiven Eindrücken kann man sich bereits ein eigenes Bild machen, kommen aber Dissidenten und die Erfahrungen der eigenen Familie dazu, dann ist man kein 'einseitiger Hasser', sondern man ärgert sich über die Schönfärberei, hinter der die wenigen sehr angenehmen Seiten dieses untergegangenen Staates einfach verblassen...

Und bezüglich dieser Frage habe ich mein Wissen angewendet, das gilt auch zu 90% für die DDR-Antworten, wenn Dir das nicht passt, such Dir eine andere Plattform...

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Gibt es denn bei Freidenkern, Humanisten oder Atheisten irgendeine Organisation, die sich klarer gegen den Nationalsozialismus ausgesprochen hat, als die Bekennende Kirche?

Die KPD hatte nichts mit der Kirche zu tun, das selbe gilt für die SPD.

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@DeutscherIdiot

Ja, wer in der SPD oder KPD war durfte kein Christ sein...bitte ändere Deine Bildung nicht mehr, dann verbleibst Du wenigstens dort, wo Du keinen Schaden anrichten kannst...

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@Kaimosi

Ja, wer in der SPD oder KPD war durfte kein Christ sein...bitte ändere Deine Bildung nicht mehr, dann verbleibst Du wenigstens dort, wo Du keinen Schaden anrichten kannst...

Du wolltest unkirchlichen Widerstand, da hast du ihn. Außerdem was der Kommunismus religionsfeindlich, daher war der Anteil an Christen in der KPD wohl niedrig.

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@DeutscherIdiot

Ich billige Dir doch Dein Niveau zu...:-)

In Deiner Antwort schiebst Du die Schuld des Holocaust zu einem großen Teil dem Vatikan und den Katholiken zu, was denkst Du wie das wirkt?

Genauso wenig ist Deine Schlussfolgerung über die KPD logisch oder geistreich, man könnte sich das erlesen, wenn man aber so plump daher kommt, weiß jeder gleich wie Du tickst. Deswegen bleibe dabei, wenigstens das wirkt authentisch, aber dann streite Dich mit Leuten, die Deinen Level als Herausforderung sehen, mich bringst Du dabei nur zum Lachen, andere übrigens auch...

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@Kaimosi

In Deiner Antwort schiebst Du die Schuld des Holocaust zu einem großen Teil dem Vatikan und den Katholiken zu, was denkst Du wie das wirkt

Tue ich in keiner Weise. Ich sage nur, dass die katholische Kirche den Holocaust billigte, was auch stimmt.

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@DeutscherIdiot

Deswegen sprach ich ja auch von einem Niveau...auf diesem stimmt halt alles...

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Als Hitler 1933 an die Macht kam, überraschte er die katholische Kirche zunächst mit weitestgehenden Zusagen und Angeboten. Den Worten ließ Hitler eine Tat folgen, indem er dem Vatikan ein Reichskonkordat anbot. Im Mittelpunkt standen dabei die Bekenntnisschulen und die Sicherung der Vereine.

Mit zunehmender Herrschaftsstabilisierung konnte der Nationalsozialismus immer offener sein eigentliches kirchenpolitisches Ziel, die Kirche aus dem gesellschaftlichen Leben zu herauszudrängen, verfolgen. Auf der Höhe des Kirchenkampfes im Jahre 1937 sagte Kardinal Faulhaber, der Katholik in Deutschland stehe unter Ausnahmerecht. Die im März 1937 von den Kanzeln verlesene Enzyklika "Mit brennender Sorge" verurteilte öffentlich die zahllosen konkordatswidrigen Repressionen gegen die Kirche. Fortan sollte die Kirche nicht mehr nur aus dem öffentlichen Leben verdrängt, sondern gänzlich vernichtet werden, umstritten war lediglich der Zeitpunkt . Hitler griff häufiger beschwichtigend gegen antikirchliche Exzesse ein, um innenpolitische Unruhen zu vermeiden. Als Martin Bormann 1941 das sofortige Erhängen des Münsteraner Bischofs von Galen forderte, lehnten Hitler und Goebbels dieses mit dem Hinweis ab: "dann haben wir Westfalen ganz verloren..." und "man muss Rache kalt genießen, nicht heiß" .

Betrachtet man das Verhältnis der Katholischen Kirche zum Nationalsozialismus bis 1933, wurde der Nationalsozialismus in eindrucksvoller Geschlossenheit abgelehnt. In allen Diözesen des Deutschen Reiches war es den Katholiken verboten, Mitglied der NSDAP zu sein. Zentrales Datum einer neuen Bewertung des Nationalsozialismus durch die katholischen Bischöfe war der sogenannte "Tag von Potsdam" am 24.03.1933, an dem Hitler in seiner oben zitierte Regierungserklärung der Kirche weitgehende kulturpolitische Zugeständnisse versprach und sich auf die christlich abendländische Tradition berief. Die Bischöfe antworteten auf dieses "Friedensangebot Hitlers", indem sie das Verbot für Katholiken, Mitglied der NSDAP zu sein, aufhoben und jegliches umstürzlerische Verhalten gegenüber dem Staat verurteilten.

Auf der anderen Seite hielt die Kirche an ihrer Verurteilung der nationalsozialistischen Ideologie fest. Durch den gleichzeitigen Erhalt ihrer Institution wurde die Kirche so zum einzigen nichtgleichgeschalteten Ort im Dritten Reich, welcher der totalitären Herrschaft der Nationalsozialisten Grenzen setzte. Die wohl größte Leistung der katholischen Kirche besteht darin, den katholischen Teil der deutschen Bevölkerung gegen nationalsozialistisches Gedankengut immunisiert zu haben. Das gilt vor allem für die nationalsozialistische Rassenlehre, welche die Menschen in minderwertigere und hochwertigere Rassen, in Sklaven- und Herrenmenschen einteilt.

Dass die katholische Kirche von den Nationalsozialisten als einer ihrer Hauptgegner wahrgenommen wurde kommt in zahllosen Karikaturen der NS-Zeitung "Der Stürmer" zum Ausdruck. Demnach sind der katholische Klerus die Berufsgruppe, welche nach nationalsozialistischen Gesetzen die höchste Kriminalitätsrate aufweist. Die Straftaten der Priester bestanden in kleineren Straftaten wie gegen den NS gepredigt zu haben, die Beflaggungsvorschriften nicht eingehalten zu haben, Jugendarbeit zu organisieren oder ähnliche Vergehen. In eines totalitären und häufig willkürlichen System führten jedoch diese Kleinigkeiten nicht selten zu harten Strafen, schlimmstenfalls zum KZ-Aufenthalt. Im Konzentrationslager Dachau bei München gab es eine Baracke für inhaftierte Geistliche, in dem fast ausschließlich katholische Priester inhaftiert waren.

Man sah im Fortbestehen der organisierten katholischen Jugend die Gefahr, diesen Teil der Jugend für den Nationalsozialismus zu verlieren. Durch Spitzel im katholischen Lager wurden der Gestapo Namen von katholischen Aktivisten übermittelt. Zu diesen zählte auch der damals 15-jährige Johannes Joachim Degenhardt , der spätere Erzbischof von Paderborn.

Offener Protest und Widerstand gegen das Regime führt zu einem noch schärferem Kirchenkampf, den die Kirche sowieso nicht gewinnen kann, er führt vielmehr zur schnelleren Zerschlagung der Kirche, die dann gar nicht mehr wirken kann - darum lieber das retten, was zu retten ist und auf öffentlichen Protest verzichten. Oder die Überlegungen Pius XII. zur Ermordung der Juden, welche ihm bekannt war: Offener Protest kostet mehr Juden das Leben als seinSchweigen und stille konkrete Hilfe für tausende von Juden.

Die Kirche hat sich im II. Weltkrieg für die diplomatische Lösung entschieden und es war eine Dilemma-Situation, in der man nur unter schlechten Lösungen wählen konnte. In dieser Situation hätten sich auch diejenigen befunden, die jetzt verurteilen, ohne beurteilen zu können. Wer diesen inneren Konflikt spürt, wird vorsichtig mit verurteilenden und anklagenden Äußerungen.

Probleme gab es vor allem mit der katholischen Kirche. Trotz der Vereinbarung der Autonomie von kirchlichen Organisationen und der Zusicherung, dass ihre Veranstaltungen nicht von staatlichen behindert werden dürfen. Dies war aber mit dem Zwangsbeitritt zu HJ oder BDM regelmässig der Fall.

Die wirklichen Beeinträchtigungen wären erst nach dem "Endsieg" losgegangen, weil Hitler den Papst in "Schutzhaft" nehmen lassen und später irgendwann beseitigen wollte und nach und nach das ganze Christentum ausrotten (der zeitweilige "Ehren-Ar+ier" Jesus war nun mal jüdisch, samt Bibel etc....) google z. B. Wikipedia unter "Gegenpapst", "Pius_ II", "Nationalsozialistische_Europapläne" oder unter www.theologe.de/papst_pius-xii_seligsprechungsverfahren_holocaust.htm allerdings gab es sogar in der Kirche Personen, die aus verschiedenen persönlichen Gründen den Natzis von Anfang an nicht über den Weg trauten, sich gegen sie stellten und entsprechend verfolgt und dransaliert wurden.

Gar nicht, im Gegenteil. Der Nationalsozialismus war Pro-Christlich. Kirchlichen Widerstand gab es kaum, und fast nur in der untersten Ebene, die Rechte der Kirche wurden nicht eingeschränkt, wohl aber Atheismus verboten.

Der erste Vertragspartner des 3.Reiches war der Vatikan- dieser duldete darin die "Endlösung der Judenfrage"

Auch wurden im 3.Reich die staatlichen Kirchensteuern eingeführt. Insgesamt kann von einem Kampf gegen die Kirche nicht die Rede sein, eher von einer Förderung dieser.

Hier noch weitere Informationen: http://www.reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm

Das nationalsozialistische Regime hat die katholische Kirche stets als einen Störfaktor, wenn nicht sogar als einen Gegner, betrachtet. Die Intensität, mit der man sie als solchen wahrgenommen hat, war innerhalb der Machtelite des Systems nicht immer die gleiche; aber der Gegensatz von nationalsozialistischem Regime und katholischer Kirche war trotz der Hoffnung auf kurzfristige Entspannung unübersehbar. Dass die katholische Kirche und der Nationalsozialismus nebeneinander existieren konnten, glaubten nur Randfiguren. (Wie der Kirchenminister Hanns Kerrl) Die SS drängte letztendlich darauf "das Christentum als solches aus der deutschen Gesellschaft zu verdrängen."

Die Rechte der Kirche wurden sehr wohl beeinträchtigt. Besonders in der dritten Phase des kirchlichen Widerstandes von 1933 bis 1937, in der die Kirche immer weiter aus der Öffentlichkeit verdrängt wurde und kirchliche Organisationen und Jugendverbände teils verboten wurden. Priester und Kirchenleute wurde behandelt wie Verbrecher und gemeinsam mit den Juden und "Staatsfeinden" in Konzentrationslager gebracht und ermordet.

Vieles dazu findest du aber auch, wenn du googelst. Ich hoffe ich konnte dir helfen. :)

blödsinn, man durfte gerade nur mitglied der ss werden, wenn man christ war.

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Das ist einfach falsch.

Kein einziger Pfarrer ist ins KZ gekommen, weil er Pfarrer oder Christ war, sondern weil er gegen Gesetze verstoßen und z.B. Widerstand geleistet hat. Leider gab es den aber auch nur auf der Ebene der Pfarrer. Der kirchliche Widerstand, von dem du schreibst, ist ein Mär. Den hat es nie gegeben.

In die SS durfte man als Atheist nicht eintreten. Auf den Wehrmachtskoppeln stand "Gott mit uns". H itler selbst war bis zu seinem Tod Katholik und wurde übrigens auch nie von der Kirche exkommuniziert.

Gerade der katholische Kirche wurde mit dem Reichkonkordat, das der Vatikan mit den Nazis geschlossen hatte, Rechte eingeräumt die absurder Weise noch heute gelten.

Nach dem Krieg hat die katholische Kirche über den Vatikan die sogenannte Rattenline geschaffen, mit der Nazikriegsverbrecher außer Landes geschleust und der Justiz der Siegermächte entzogen wurden.

Und du willst uns einreden, die Kirche hätte Widerstand gegen das Naziregime geleistet?

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@Spaghettus

Offiziell war Hitler katholisch, ja. Aber ganz sicher nicht, weil er so unbeschreiblich gläubig war. ;) Der Kirche wurden Rechte genommen und sie wurde unterdrückt. Dass es Widerstand gab ist wohl schon an Clemens August Graf von Galen zu sehen. Ich habe Geschichte studiert, ich denke ich weiß wovon ich rede.

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@Spaghettus

Mal abgesehen von dem Rest von Spaghettus seeeeehr einseitigen Text, stand auf den Koppeln der SS "Meine Ehre heißt Treue", der Spruch "Gott mit uns" ist seit 1703 der Spruch der preußischen Armee, deswegen wurde er auch nie geändert, aber Militärgeschichte muss ich nicht auch noch unterrichten, dafür gibt es entsprechende Bücher...:-)

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@Kaimosi

der Spruch "Gott mit uns" ist seit 1703 der Spruch der preußischen Armee, deswegen wurde er auch nie geändert

Und wenn Hitler so gegen die Kirche war, warum hat er ihn dann nicht geändert?

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@DeutscherIdiot

Nachhilfe in Geschichte kannst Du gerne bekommen, gegen Geld aber nicht von mir...

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Alles falsch.

Die SS drängte letztendlich darauf "das Christentum als solches aus der deutschen Gesellschaft zu verdrängen.

Darum schworen sie auch auf Gott, oder?

Die Rechte der Kirche wurden sehr wohl beeinträchtigt

Inwiefern? Etwa dadurch, dass H. die Kirchensteuer als staatliche Steuer einführte?

Besonders in der dritten Phase des kirchlichen Widerstandes von 1933 bis 1937

Sorry, aber während dieser "Phase des Widerstandes" wurde der Vatikan, und damit die Kirche, zum ersten Vertragspartner des 3.Reiches.

Weiterhin versteckte die Kirche auch nach dem Krieg viele Naziverbrecher, was ebenfalls gegen Widerstand spricht.

Priester und Kirchenleute wurde behandelt wie Verbrecher und gemeinsam mit den Juden und "Staatsfeinden" in Konzentrationslager gebracht und ermordet

Du weißt, dass es sich dabei um Einzelfälle handelt, die von der katholischen Kirche(verständlicherweise) zur Masse hochgebauscht werden, oder?

Vieles dazu findest du aber auch, wenn du googelst

Also ich finde das solche Seiten: http://www.reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm

Offiziell war Hitler katholisch, ja. Aber ganz sicher nicht, weil er so unbeschreiblich gläubig war

Da kennst du aber Hitlers Aussagen zum Thema schlecht, seine Reden. Ich suche mal die entsprechenden Seiten in den Quellenangaben zum "Gotteswahn" von Dawkins, du siehst sie morgen.

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@DeutscherIdiot

Wie wär's denn mit dieser Aussage aus dem Jahre 1933: In einem privatem Gespräch mit dem damaligen Senatspräsidenten Hermann Rauschning aus dem Jahre 1933 sagte Hitler:

"Mit den Konfessionen, ob nun diese oder jene, das ist alles gleich. Das hat keine Zukunft mehr. Für die Deutschen jedenfalls nicht. Der Faschismus mag in Gottes Namen seinen Frieden mit der Kirche machen. Ich werde das auch tun. Warum nicht" Das wird mich nicht abhalten, mit Stumpf und Stiel, mit allen seinen Fasern das Christentum in Deutschland auszurotten... Man ist entweder Christ oder Deutscher. Beides kann man nicht sein."

Oder "Der Galliläer hat ausgespielt".

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@Raubkatze45

Rauschning, liebe Raubkatze, war ein Lügner und Erfinder. Angeblich hätte er mit H itler über 100 Gespräche geführt. Historiker haben nachgeforscht und sind auf gerade mal 13 Begegnungen gekommen. Kei Historiker nimmt den Geschichtenschreiber mehr ernst und es wird sogar ausdrücklich gewarnt:

....So hatte der Stuttgarter Historiker Eberhard Jäckel (der selber Hitler-Falsifikaten aufgesessen war) bereits 1969 die Zunft beschworen, Rauschnings Enthüllungen nicht länger "als primäre Quelle anzusehen" und "die Hitler zugeschriebenen Aussagen so zu zitieren, als stammten sie von ihm". Sein Hamburger Kollege Günther Moltmann bezeichnete die "Gespräche" sogar rundheraus als "Ärgernis".

Das sind sie allemal, aber nicht nur das: Sie sind eine Fälschung, Geschichtsklitterung von der ersten bis zur letzten Seite, eine allerdings meisterliche Mischung von Dichtung und Wahrheit.....

Das hier ist aber wirklich von A H: "So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn."

Nachzulesen in "Mein Kampf"

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@Spaghettus

Niemand bestreitet, dass Hitler aus guten Gründen von der "Vorsehung" oder vom "Allmächtigen" sprach und dass er die Judenvernichtung noch mit biblischen Zitaten rechtfertigte. Er war Christ, wenn es ihm nützte und ein Christenhasser, wenn es ernst wurde. Dass Hitler keinen Hehl daraus gemacht hat, das Christentum mit "Stumpf und Stiel" auszurotten und als erstes die kath. Kirche, ist keine Erfindung. Dass Hitler auf dem Papier Katholik war und sich in teuflischen Absichten zuweilen dieser Religion erinnerte, um sie benutzen für seine Ziele, macht deshalb nicht den Katholizismus zum Gefährten seiner Verbrechen.

Die Exkommunikation als Bestrafung kann nur jene berühren, die in irgendeiner Weise ein kirchliches Gewissen haben. Über Hitler oder Stalin eine Exkommunikation zu verhängen, wäre nutzlos gewesen, weil sie sich darum nicht gekümmert hätten. Nach außen hin ist es ein Signal, aber leider hilft das nicht bei der Bekehrung der Gewissen, wenn schon keines mehr vorhanden ist.

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@Raubkatze45

Warum Du Dir das antust?

Mit Islamisten streitet man sich auch nicht herum, Mr. Spaghettus hat sein Geschichtsbild u.a. aus der DDR, da wurden solche Dinge jahrzehntelang verfeinert...

Geschichte lässt sich nicht verfälschen, nur kann man gegen den Hass nichts ausrichten, er macht blind und ist unempfänglich für sachliche Argumente...

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@Raubkatze45

Hier: http://www.homepages.paradise.net.nz/mischedj/ca_hitler.html

Nette Rede Hitlers, in der er seine Meinung zum Glauben und zum Atheismus äußert.

Dass Hitler auf dem Papier Katholik war und sich in teuflischen Absichten zuweilen dieser Religion erinnerte, um sie benutzen für seine Ziele, macht deshalb nicht den Katholizismus zum Gefährten seiner Verbrechen.

Das behauptet auch niemand. Tatsache ist aber, dass

  • Hitler die Kirche in ihren Rechten nicht einschränkte
  • die Kirche bis auf Einzelne nichts gegen ihn unternahm

Die Exkommunikation als Bestrafung kann nur jene berühren, die in irgendeiner Weise ein kirchliches Gewissen haben. Über Hitler oder Stalin eine Exkommunikation zu verhängen, wäre nutzlos gewesen, weil sie sich darum nicht gekümmert hätten

Sie nicht. Das gewöhnliche Volk....?

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@DeutscherIdiot

Hitler die Kirche in ihren Rechten nicht einschränkte

:-))

Übrigens heißt das Fach Geschichte, nicht Sport oder Förder-X...

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@Kaimosi

Übrigens heißt das Fach Geschichte, nicht Sport oder Förder-X...

Die Aussagekraft deiner Argumente ist mal wieder beeindruckend!

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@DeutscherIdiot

Was erwartest Du?

Gegen solche grundlegenden Fehler kann man nichts anderes tun, als sich grundlegend zu wundern...

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... dritten Phase des kirchlichen Widerstandes von 1933 bis 1937 ...

Du kannst und bestimmt darüber aufklären, was die ersten beiden Phasen gewesen sein sollen, oder?

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Die SS drängte letztendlich darauf "das Christentum als solches aus der deutschen Gesellschaft zu verdrängen."

Hübsche These. Und wo kommt die her, wie kann die belegt werden?

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In keiner Weise, eher im Gegenteil. Die kirchlichen Rechte wurden im 3. Reich erheblich ausgebaut. Das bis heute gültige Staatkonkordat, ein Vertrag der die Kirchen finanziell extrem begünstigt, wurde dort geschlossen. Auch den Einzug der Kirchensteuer durch den Staat hat erst A. eingeführt.

Wohl deshalb haben die Kirchen auch gern seine Kanonen gesegnet und ihre Führer fleißig den Arm zum einzig wahren Gruß gehoben.

Widerstand gab es nur in den untersten Reihen. Nur die waren auch im KZ. Lediglich ein einziger Bischof war auch mal dort. Als Besucher. Anschließend hat er gelobt, wie ordentlich es dort zu ging.

Die Kirchensteuer wurde bereits in den Konkordaten, die während der Weimarer Zeit geschlossen wurden, erhoben. Nicht nur in den untersten Reihen gab es Widerstand, zu erinnern sei hier an Bischof von Galen oder von Faulhaber.

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@salome77

Die Kirchensteuer wurde bereits in den Konkordaten, die während der Weimarer Zeit geschlossen wurden, erhoben.

Aber nicht vom Staat. Dort wurde lediglich festgelegt, dass die Kirchen selbst Steuern erheben können. Den staatlichen Kirchensteuereinzug gab es erst, wie ich schon oben schrieb, im dritten Reich.

Nicht nur in den untersten Reihen gab es Widerstand, zu erinnern sei hier an Bischof von Galen oder von Faulhaber.

Das war kein Widerstand gegen das Naziregime, sondern nur gegen bestimmte Sachen, z.B. Euthanasie, weil halt zu Gottes Schöpfung alle gehörten und nicht vernichtet werden durften. Widerstand gegen das Naziregime selbst gab es aus bischöflichen Kreisen nicht. Die Kirche selbst war immer staatstragend.

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Grundsätzlich finde ich die freie Interpretation geschichtlicher Fakten ja interessant, aber wenn es dann in Geschichtsfälschung abgleitet, ist ein Einspruch von Nöten, denn wir sind ja hier immer noch auf einer Wissensplattform unterwegs...

Die Kirchensteuer ist im Reichsdeputationshauptschluss begründet, ab 1803 wurden die einzelnen Verträge mit den damaligen Landeskirchen der Fürstentümer geschlossen, diesen Umstand merkt man übrigens noch heute, die Landeskirchen entsprechen z.T. noch den Umfängen von vor 1871...

1919 wurde die Kirchensteuer in der Weimarer Verfassung verankert, trotz SPD und den damals eher säkularen Gedanken übrigens, das Reichskonkordat betraf lediglich die RKK und das hat mit der Übernahme der Verpflichtungen von 1803 und 1919 durch die Bundesrepublik wenige zu tun...

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@Kaimosi

Deine Aussagen sind zwar völlig falsch, aber hier sowieso unwichtig. Wie bereits oben zweimal von mir erklärt, ging es nämlich nicht um Grundlagen der Kirchensteuer, sondern um deren Einzug durch den Staat. Das wurde erst im dritten Reich eingeführt.

Danke immerhin, dass du durch deinen Kommentar indirekt meine anderen Aussagen akzeptierst, in dem du die nicht anzweifelst. :)

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@Spaghettus

Das mit der Kirchensteuer stimmt aber nun einmal nicht, ansonsten kannst Du das gerne Anhand des Konkordatstextes belegen, auch der Rest Deiner Antwort ist wenig hilfreich, mir ging es aber nur um die historischen Fakten, Dein Kampf um Mitglieder für Deine eigene Kirche habe ich nicht behindern wollen, 25 Euro im Jahr sind ja auch ein Schnäppchen, bei so einem belesenen Sektenvosteher...

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@Kaimosi

Richtig, das was du von der Kirchensteuer behauptest, stimmt nun einmal nicht, ansonsten kannst Du das gerne anhand des Konkordatstextes belegen.

Einen Kampf um Mitglieder meiner Kirche brauche ich nicht zu führen. Die kommen ganz von allein, ganz im Gegensatz zu deiner, der sie in Scharen wegrennen. Vielleicht ja, weil der Sektenvorsteher dort nicht belesen genug ist. :)

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@Spaghettus

Lieber Support, ich denke die Löschung ist in diesem Fall wieder einmal sehr einseitig gedacht...

Wenn man eine Behauptung zu einer Frage aufstellt, die nachweislich nicht stimmt, sollte doch ein Belegen mit dem entsprechenden Text kein Problem sein, nun kenne ich die Geschichte der Kirchensteuer doch sehr genau, was das mit der Frage zu tun hat, kann ich nicht sagen, aber die Behauptung, die Nazis hätten den Einzug der Kirchensteuer begründet schlichtweg falsch...

Ich verweise auf Richtlinie 3...er stellt hier seine Meinung vor, die er mit Behauptungen unterlegt, die einfach nicht stimmen.

Kanonen wurde z.B. auch nicht gesegnet...

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@Kaimosi

Lieber Support,

ich bin nun wieder erstaunt, dass mich Kaimosi einfach der Geschichtsfälschung beschuldigen darf (s.o.). Für mich ganz klar eine Unterstellung die er nie nachweisen kann, denn Geschichtsfälschung setzt bewusstes Vorgehen voraus.

Im übrigen nochmal mein Hinweis:

Ich haben nirgendwo behauptet, dass die Nazis die Kirchensteuer erfunden hätten.

Es geht ausschließlich darum, dass der Einzug der Kirchensteuer über Lohnsteuerkarte und Arbeitgeber durch den Staat, so wie er heute üblich ist, erst von denen eingeführt wurde. Das geschah auch in Folge des Reichskonkordats von 1933 beginnend in Hamburg und Bremen, ab 1934. Also klar und eindeutig während der Hitlerzeit.

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@Spaghettus

Die Lohnsteuerkarte wurde 1925 eingeführt...ECHT!

Der Einzug der Kirchensteuer gab es seit dem frühen 19. Jh., verankert wurde die Kirchensteuer in der Weimarer Verfassung 1919...ECHT!

Hitlers Interesse an dem Reichskonkordat war machttaktischer Natur: Es diente mehr der propagandistischen Beschwichtigung der weitgehend ablehnend eingestellten katholischen Bevölkerung als einem wirklichen politischen Ausgleich zwischen Nationalsozialismus und Katholizismus. Die einflussreiche Stellung der katholischen Kirche, die in den letzten Jahren der Weimarer Republik vielfach als Kritikerin des Nationalsozialismus aufgetreten war, sollte so geschwächt werden. Ein weiteres bestimmendes Motiv war, die internationale Isolierung Deutschlands nach der Machtübernahme zu durchbrechen. Als internationales Abkommen trug das Konkordat zur Reputation des NS-Regimes im Ausland bei und war damit ein wichtiger erster Erfolg der nationalsozialistischen Außenpolitik. Der Vatikan erhoffte sich von dem Konkordat einen gewissen Schutz der katholischen Kirche vor der Gleichschaltung und rechtfertigte seinen Schritt außerdem mit dem eindeutigen Antibolschewismus des NS-Regimes. (Deutsches Historisches Museum - Reichskonkordat)

http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/aussenpolitik/reichskonkordat/index.html

Zur Richtigstellung...

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@Kaimosi

Ja und?

Ich sage es auch gern noch ein weiteres Mal:

Ich haben nirgendwo behauptet, dass die Nazis die Kirchensteuer oder die Lohnsteuerkarte erfunden hätten.

Es geht ausschließlich darum, dass der Einzug der Kirchensteuer über Lohnsteuerkarte und Arbeitgeber durch den Staat, so wie er heute üblich ist, erst von denen eingeführt wurde. Das geschah auch in Folge des Reichskonkordats von 1933 beginnend in Hamburg und Bremen, ab 1934. Also klar und eindeutig während der Hitlerzeit.

Ansonsten ist zwar richtig, dass die Kirchen bis zur Machtergreifung der Nazis diese kritisiert haben, genau so richtig ist aber, das danach damit Schluss war und sich ihre Kritik, Beispiel Galen, immer nur auf einzelne Punkte bezog. Ansonsten waren beide Kirchen auch in dieser Zeit staatstragend. Sonst hätten sich wohl auch nicht beide Kirchen nach dem Krieg für ihre Verhalten in dieser Zeit öffentlich entschuldigt.

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@Spaghettus

Ich werd narrisch...:-)

Zu Artikel 13. Es besteht Einverständnis darüber, daß das Recht der Kirche, Steuern zu erheben, gewährleistet bleibt (Aus dem Schlussprotokoll)

http://www.verfassungen.de/de/de33-45/reichskonkordat33.htm

Hier ist der Text des Reichskonkordat, vermutlich hast Du den noch nie gelesen, mein Hinweis war also richtig...ansonsten - sofern es 2 verschiedene Konkordate gab - bitte entsprechend verlinken...:-)

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@Kaimosi

Ich werd narrisch...

Der versteht immer noch nicht, dass es nicht um das Recht zum Einzug der Kirchensteuer geht, sondern um die Art und Weise. :-)

Aber gern noch mal:

Es geht ausschließlich darum, dass der Einzug der Kirchensteuer über Lohnsteuerkarte und Arbeitgeber durch den Staat, so wie er heute üblich ist, erst von denen eingeführt wurde. Das geschah auch in Folge des Reichskonkordats von 1933 beginnend in Hamburg und Bremen, ab 1934. Also klar und eindeutig während der Hitlerzeit.

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Die haben , bis auf ein paar Ausnahmen ,die im KZ gelandet sind , feste mitgemacht.

Lernen Sie Geschichte.

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@thesanchez

Ja , 12 Jahre in der Schule und 49 Jahre übers Fernsehen.Als Schüler!

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