Inwiefern wirkt sich Stress auf die Gesundheit aus, also gibt es irgendwelche Symptome?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo! Ich kenne Stress sehr gut und das macht keinen Spaß. Der Chef macht Druck, die Kollegen sind krank/erkältet und es kommt mehr auf dich zu und wenn der Zeitdruck nicht plättet, schimpft der Chef auch noch das du so lahm wärst. Bei mir ist es oft so das ich Kopfweh bekomme, Bauchweh und Konzentrationslosigkeit/Lustlosigkeit... man mag morgens nicht mehr zur Arbeit gehen, aber na ja...bei mir ist es Kopfweh meistens weil ich mit druck nicht gut umgehen kann

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Stress ist …

… eine Reaktion auf Einflüsse aller Art, die als
belastend bzw. bedrohend empfunden werden. Es kommt nicht darauf an, ob der
Einfluss tatsächlich bedrohlich ist. Die subjektive Bewertung entscheidet über
Freund und Feind.

Stressoren können Umwelteinflüsse wie Licht, Lärm,
Umweltgifte sein. Ebenso sind längerdauernde Entzündungen, Infekte Stress.
Belastende Lebenssituationen, unbefriedigende Beziehungen, Überforderung und
Unterforderung, bestimmte Nahrungsmittel … und noch zahlreiche weitere
Gegenheiten des modernen Lebens sind Stress. Die verschiedenen Stressoren
verstärken sich gegenseitig.

Anhaltender Stress führt bereits nach wenigen Tagen
zum Anstieg des Cortisols im Körper. Meist nehmen wir nur Alltagsstress und
unerfreuliche Begegnungen mit anderen Menschen als Stress wahr. Wirksam ist
jedoch auch unerkannter Stress.

Unser Körper versucht uns mit Cortisol fit zu machen für
die Belastungssituationen. Wird die Belastung nicht rasch bewältigt, führen die
vielfältigen Wirkungen zum Adaptionssyndrom.

 

Adaptionssyndrom

Der Körper gewöhnt sich bald an den erhöhten
Cortisol-Spiegel (Hypercortisolismus). Ein Absinken auf gesunde Werte wird
jetzt wie Entzug erlebt und meist mit Kaffee, Aufputschmittel … und Essen
beantwortet. Besonders schlanke Menschen reagieren unter Stress oft auch
gegensätzlich – sie verlieren den Appetit.

Cortisol führt zu zahlreichen Veränderungen im
Energiestoffwechsel und im Hormonsystem. Betroffen ist der gesamte
Energiestoffwechsel. Der Blutzucker ist erhöht, die Fettverwertung aus den
Körperzellen stockt. Stattdessen werden Muskeleiweiße zu Zucker abgebaut.
Dadurch verringert sich die Muskelmasse und das Fettgewebe vermehrt sich. Bei
entsprechender Veranlagung entsteht das typische „stammbetonte Übergewicht“.

Abnehmen gelingt nicht oder nur kurzfristig.
Cholesterin und andere Blutwerte sind verändert. Häufig stellt sich Salzhunger
ein und der Körper giert nach eiweißreicher Kost. Da dies jedoch so weit
verbreitet ist, wird dies als „normal“ empfunden. Die körperlichen Anzeichen
sind meist gering. Auch Übergewicht stellt sich längst nicht immer ein …
bleiben ein bisschen Sodbrennen, der verspannte Nacken, die Vergesslichkeit und
ähnlich alltägliche Wehwehchen.

Meist sind die Gefühlsschwankungen die am
unangenehmsten erlebten „Nebenwirkungen“. Unter Cortisoleinfluss neigen wir zu
impulsiven Reaktionen bis hin zu cholerischen Ausbrüchen, grundloser
Weinerlichkeit, Depressionen, Angstgefühlen, Aggressivität. Eine
Gefühlsachterbahn mit grundlosen Tiefs und Getriebenheit eben. Ob der Stress
uns arbeitswütig oder träge werden lässt ist verschieden.

 

Betroffen ist
auch das Hormonsystem

… Östrogen bzw. Testosteron, Insulin sowie die
Schilddrüsenhormone sind insbesondere betroffen. Der weibliche Zyklus kann
gestört sein, Haarausfall kann sich einstellen bzw. bei Frauen eine
Vermännlichung. Die Lust wird leicht zur Last … Erektionsstörungen,
Libidoverlust, Scheidentrockenheit. Oft gesellt sich eine
Schilddrüsenunterfunktion ein. Doch auch diese Warnzeichen werden meist nur
schulterzuckend hingenommen oder schulmedizinisch verarztet. “Da kann man halt
nichts machen”, wie man in München zu sagen pflegt.

Ein besonderes Problem sind die nicht richtig
ausheilenden Infekte. Unter Cortisol-Einfluss entwickeln sich alle Arten von
Entzündungen und Virusinfekte rasch zu chronisch dahinschwelenden
Dauerzuständen. Cortisol unterdrückt die Körperabwehr. Ein Effekt, der von
Cortikoiden ja ebenfalls geläufig ist. Blasenentzündung, Bronchitis, Sinusitis,
Colitis, … kein Fieber, keine Schmerzen, alles nur ein bisschen, aber nichts
will richtig ausheilen, alles chronifiziert vor sich hin. Auch Viren und
Parasiten nisten sich gerne ein, weil das Immunsystem auf halber Kraft läuft.

 

Burnout-Phase

Die Nebennieren sind nur eine Zeit lang in der Lage
den Stress durch Cortisol zu balancieren. Schließlich kommt es zum Einbruch
der Hormonversorgung (Hypocortisolismus)
.

Der Cortisol-Mangel
ist gekennzeichnet durch Schmerz, Müdigkeit, Stressintoleranz.

Schmerz kommt daher
als Morgensteifigkeit, Migräne, Fibromyalgie, Menstruationsschmerzen,
Muskelschmerzen, Reizdarm, Schulter-Arm-Syndrom, Rheuma;

Müdigkeit sowohl durch
gestörten Schlaf oder als Dauerzustand;

Stressempfindlichkeit – z. B.  Reizbarkeit, Hyperreagibilitat,
Asthma, Neigung zum Zittern, wenn man unter Druck gerät, Schreckhaftigkeit.

 

Das Mosaik der
Leiden

Die schwelenden Entzündungen und Infekte legen sich
auf die Gelenke. Auch Verdauungsstörungen treten häufig auf. Oft kommt nun es
zu einer Gewichtabnahme. Insgesamt imponiert dieser Zustand durch die Fülle
unterschiedlicher Symptome
einschließlich oft kurios und widersprüchlich
wirkender Beschwerden. Ein Mosaik der Leiden. Auch
Verdauungsstörungen treten häufig auf. Oft kommt nun es zu einer
Gewichtabnahme. Da die Beschwerden unter Stress stärker werden, werden sie oft
als „psychisch“ eingeschätzt und Psychopharmaka verordnet.

Doch selbst in dieser Phase werden die verschiedenen
Beschwerden häufig nicht in einen ursächlichen Gesamtzusammenhang gebracht.

 

Phase 3

In der Folge kommt es meist zu einem weiteren
Dahinschleppen zahlreicher Symptome mit einem phasenhaften Wechsel von
Hypercortisolismus und Hypocortisolismus. Das Beschwerdebild wechselt je nach
Stressbelastung.

Da die Stressresistenz weitgehend aufgehoben ist führen nun auch übliche
Alltagsbelastungen zu Symptomen. Die Krankheit erfindet sich selbst täglich
neu.

 

Der Weg aus
Adaptionssyndrom und Burnout?

Der erste Schritt ist die Reduktion von Stressoren.

Wesentlich ist weiter das Aufspüren und Ausheilen von
dahinschwelenden Entzündungsherden im Körper, kurz „Herde“ genannt.

Unerlässlich ist auch eine psychische Hygiene und ein regelmäßiger Rhythmus von
Aktivität und Erholung im Tageslauf.

 

Den Körper
optimal versorgen

Ergänzt wird dieser Ansatz durch die kraftvolle
Unterstützung des Körpers mit natürlichen Substanzen, die ihn in die Lage
versetzen wieder angemessen zu reagieren. Dazu gehören B-Vitamine, Vitamin D,
Magnesium und Spurenelemente sowie Phospholipide, Anthozyane und andere
sekundäre Inhaltsstoffe.

Zudem empfiehlt es sich, in gewissen Abständen
Infusionen mit Antioxidantien durchzuführen, um Blockaden durch oxydativen
Stress zu überwinden und Heilungsprozesse einzuleiten.

Unerlässlich ist dabei eine besonders hochwertige Kost
mit viel Obst und Gemüse, viel Samen (Sesam, Amaranth, …), auch Fisch, Ei und
bescheidenen Mengen Muskelfleisch.

Als besonders hilfreich hat es sich erwiesen Gluten und Kuhmilcheiweiß zu
meiden, da beide Nahrungsbestandteile massive Stressoren sind.

 

Wildkräuter
sind unsere Helfer gegen den Krankmacher Stress

Als besonders wertvoll hat sich die Brennnessel
erwiesen – und zwar als Saft oder als Gemüse. In dieser Form ist sie in der
Lage das Hormonsystem wieder einzuregeln und versorgt uns mit einer Fülle
wichtiger Substanzen in Form eines lebendigen Komplexes. Generell sind Kräuter
und Wildkräuter ein absolut wertvoller Teil unserer Nahrung. Am wirksamsten
sind dabei frische Kräuter … als Zutat zu Salaten, Suppen, Smoothies. Manche
wie Giersch, Brennnessel, Knopfkraut, Borretsch können auch zu Gemüse
verarbeitet werden. Als Curry oder als Belag für Flammkuchen und Pizza punkten
diese Gottesgeschenke.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Aufjednfall wird man aggro, stress löst viel in deinem körper aus, aber bei jeden ist das unterschiedlich, manchen leuten zuckt das Auge, andere haben kaum Hunger, Kopfschmerzen
Unglaublich wie stress sich auf uns auswirkt!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Unterschiedlich. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Übergewicht, Schlappheit, müde, da gibts ne Menge

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?