Inwiefern stellt der Islamismus eine antidemokratische Strömung dar?

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11 Antworten

Hallo,

zunächst einmal wäre es zwingend, den Begriff des Islamismus zu definieren, denn es ist eher ein Schlagwort als ein stehender (also fest umrissener) Begriff. Islamismus ist nach wie vor ein durch die Medien geprägter und
pauschalisierend verwendeter Begriff, dem eher eine rhetorische (und damit demagogische) als eine inhaltliche Funktion zuzurechnen ist und schon die Verwendung ist geeignet, latent antiislamische Strömungen zu fördern.

Da gäbe es noch ein weiteres Definitionsproblem: was ist Demokratie? Es gibt genügend Politologen und Historiker, die bezweifeln, ob überhaupt die Demokratie europäischer Prägung als Demokratie bezeichnet werden dürfte.

Wenn man aber schon die beiden Kernbegriffe des Referats nicht als allgemein gleich definiert voraussetzen kann, müßte man eine Fallunterscheidung über alle möglichen Definitionspaarungen treffen, um Deine Frage zu beantworten, faktisch nicht zu leisten. Auf dieser Ebene könnte man nur im Rahmen von Vorurteilen zu einem Ergebnis kommen.

Nehmen wir einmal den Iran. Man könnte ihn als die einzige echte Demokratie (neben Israel) im Nahen Osten bezeichnen, aber ist der Iran ein islamistisch geprägter Staat? (Und wenn jetzt jemand protestieren wollte: Demokratie ist kein Garant für ein ethisches System, dies ließe sich nur schlußfolgern, wenn man die Mehrheit der Bürger als zwingend ethisch integer, hinreichend informiert und nicht in ihrer Meinung beeinflußbar begriffe). Wenn ja, wäre die Frage beantwortet: Islamismus müßte nicht antidemokratisch sein, denn der Islam selber ist auch nicht antidemokratisch, allerdings änderte sich das Ergebnis, wenn man nicht sachlich, sondern kulturell voreingenommen die Frage beantworten und das europäische Demokratieverständnis als absoluten Maßstab setzen wollte.

Damit aber verschiebt sich die Frage auf nicht religiös fundierte Elemente des "Islamismus", stellt es also auf einen anderen Sockel und setzt das Hauptgewicht auf islamunabhängige Fragen in fundamentalistischen Strömungen allgemein, denn denen wohnt immer eine Tendenz zu totalitären Strukturen sowie zur Mißachtung der Rechte andersdenkender Menschen inne. Fundamentalismus allgemein verträgt sich nicht mit Toleranz, denn geübte Toleranz erforderte immer zuerst, gerade die fundamentale Ausrichtung zu relativieren.


Meines Erachtens sollte man den Begriff "Islamismus" möglichst meiden, denn genau betrachtet ist es weit mehr eine Beleidigung des Islam, dies durch diese Benennung engzuführen, als "Zwangskonvertierungen" als christlich zu bezeichnen, denn letztere wurden, wie auch die Tötung bei Weigerung, u.a. von der römisch-katholischen Kirche genehmigt und getragen, die deutliche Mehrheit der islamischen Gelehrten aber lehnt den islamischen Fundamentalismus als nicht in Übereinstimmung mit dem Islam stehend ab.

Es bietet sich also m.E. eine deduktive Argumentation.



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Muslime haben es mir so erklärt:

Die Scharia ist das Gesetz Allahs und das steht über menschengemachten Gesetzen. Gibt es zum gleichen Sachverhalt unterschiedliche Regelungen, hat ein Muslim also im Zweifelsfall gegen die Gesetze des Staates zu verstoßen, um die seiner Religion zu befolgen. 

Einige strenggläubige Muslime fordern daher, dass die Scharia das Gesetz ersetzen soll
Einige wenige sprenggläubige Muslime zünden deswegen auch Bomben.

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Die Islamistischen Organisationen wünschen sich den ursprünglichen Islam zurück. Deshalb wurde ja von den Islamisten auch schon das Kalifat ausgerufen.

Es würde mit Sicherheit ein absolutistischer Staat entstehen. Siehe die Emirate am persischen Golf und Saudi Arabien. Da gibt es bis heute keine Demokratie.

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zunächst einfach das Faktum: es gibt nicht ein einziges Land, in dem der Islam die herrschende Ideologie darstellt und gleichzeitig eine demokratische Gesellschaftsordnung herrschen würde.

Gibt es nicht und hat es nie gegeben.

Im Koran werden die elementarsten Menschenrechte missachtet: Unterwerfung der Frau unter den Mann, Unterwerfung des Ungläubigen unter die Gläubigen, Billigung der Versklavung, Slavenhaltung und Sklavenhandels. Das Rechtssystem wird nicht vom Volk demokratisch gebildet, sondern die Menschheit hat sich zu unterwerfen unter die als von Allah befohlenen Gesetze und Regeln.

Diese Regeln (Scharia) haben sich natürlich ganze Generationen von religiösen, nicht gewählten Autoritäten zurechtphantasiert und die Gläubigen haben sich ihnen zu unterwerfen, andernfalls drohen ihnen bestialische Strafen schon auf Erden und später in der Nachtodes-Hölle.

Im Islam ist nicht ansatzweise Spielraum für Demokratie, geschweige denn für Menschenrechte unabhängig des Glaubens oder der Rasse.

Lesetipp:

Hamed Abdel Samed "Der islamische Faschismus"

als PDF

http://libgen.io/ads.php?md5=F5492E042F8DEABFE4314F1E9B0AF571

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Im Islam gibt es keine Demokratie. Es gibt nur die Sharia (Gottesgesetz). Und Gottesgesetze sind für Muslime wichtiger als menschengemachte Gesetze.
Wer die Sharia ablehnt, soll kein Muslim sein...

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Demokratie ist eine Sache & der Islam ist etwas völlig anderes.

Während es in Deutschland (zumindest offiziell) heißt, dass die Macht vom Volk ausgeht - glauben wir daran, dass Allah als Schöpfer aller Dinge alleine das Recht besitzt zu entscheiden, was richtig und falsch ist.

Niemand kann mit seiner eigenen Meinung daherkommen und irgendwelche Gesetze erlassen; vielmehr gebührt die gesetzgebende Gewalt (Legislative) niemanden außer Allah und der Staat ist lediglich für die Umsetzung der im Quran und der Sunnah erläuterten Regelungen zuständig.

Im Quran heißt es hierzu z.B:

,,Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen." [5:44]

,,Der Hukm (das Urteil) liegt einzig bei Allah." [12:40]

,,Die Entscheidung liegt nur bei Allah. Er legt die Wahrheit dar, und Er ist der beste Richter." [6:57]

,,und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem." [18:26]

,,Doch nein, bei deinem Herrn; sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und sich voller Ergebung fügen." [4:65]

,,Und wer ist ein besserer Richter als Allah, für ein Volk, dass fest im Glauben ist?" [5:50]

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Kommentar von Zicke52
21.06.2016, 13:31

@GharibaFiDunya: Wenn man deine Antwort liest, wird einem klar, wie berechtigt die Angst vor dem Islam ist. Und wie wichtig es ist, dass er niemals eine Mehrheit stellt.

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In einer Demokratie ist "Das Volk" die bestimmende Gewalt....

Das, was "Das Volk" wählt.... ( bzw. die gewählten Vertreter").. geben die Gesetze und die Rechtssprechung vor.

"Über dem "Volkswillen" steht nichts.. rein gar nichts..., auch kein "Gott"....

Im Islam stellt "Allah" und seine Regeln ALLES dar...da gibt es keinen "Volkswillen".. es zählt alleinig der Wille Allahs und seine Regeln....

Wenn das zusammen passen sollte... gut !

Wenn nicht... dann wären "Islam" und "Demokratie" keinesfalls unter "einen Hut" zu bringen....

aus diesem Blickwinkel...

Dass im Islam "Allah über allem steht"... und in einer Demokratie "Das Volk über allem steht"...

....kann sich ausführen lassen, WESHALB Islam(ismus) antidemokratisch sein könnte/ist....

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Demokratie: Alle Macht geht vom Volk aus.

Islam (oder x-beliebige Theokratie): Alle Macht geht von Gott aus.

Also ist beides nicht vereinbar.

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Kommentar von wolfgang11
23.05.2016, 16:57

Von welchem Gott?? Dem des Islam? Dem der Christen? oder dem der Juden? 

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Bei einer Demokratie wählt das Volk, beim Islam bestimmt die Imame und verbreitet Ansichten aus dem 6. Jahrhundert.

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Um es ganz einfach und sicher nicht zu 100% wissenschaftlich korrekt zu machen:

Ein Kalifat ist keine Demokratie und somit ist das Streben nach einem Kalifat antidemokratisch.

Wenn du's genauer haben willst, kannst du deine Hausaufgaben auch einfach selbst machen.

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İn den ganzen Scharia Ländern wird nicht die echte Scharia angewendet. Ich hoffe irgendwo wird sie mal richtig angewendet inshallah

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Kommentar von Zicke52
23.05.2016, 18:20

Ich hoffe, dass Leute wie du niemals auch nur in die Nähe der Macht kommen.

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