Inwiefern korreliert die Intelligenz mit dem Intellekt?

6 Antworten

Umgangssprachlich sind Intellekt und Intelligenz heute praktisch gleichbedeutend.

Im ursprünglichen Sinne bedeutete "Intelligenz" allerdings lediglich "Einsichtigkeit".

Die Fähigkeit, Dinge zu erfassen und zu akzeptieren, auch wenn Sie mit den eigenen Vorstellungen nicht korrelieren. Die eigene Sicht zu hinterfragen.

(lateinisch intellegere = einsehen, verstehen)

Ich würde daher den Intellekt als "Muskel" oder Maschine betrachten, die Intelligenz als dessen Wirk- und Arbeitskraft.

Der Begriff "intellektuell" hat mit beidem nur sekundär zu tun. "Intellektuell" beschreibt lediglich die Richtung, einen Weg, den eine Person nimmt. Eine intellektuell ausgerichtete Person bevorzugt geistige "Nahrung" und philosophische Betrachtungsweisen. Damit wird aber nur der Antrieb der Person beschrieben. Nicht die tatsächliche geistige Befähigung.

Was ist Weltverständnis und wie kann man das messen?

Intelligenz hat nix mit Intellektualität zu tun, obwohl sie für manche Intelligenz-Definitionen sicherlich essentiell ist.

Meiner Ansicht nach kann man Hochintelligent sein ohne auch nur die geringsten Hinterfragungen an seine Umwelt zu stellen (Spezialisierung).

Andererseits können wir als aufgeklärte universelle Menschen des 21.Jhd uns nicht mehr als intelligent bezeichnen ohne auch ein wenig Intellekt zu zeigen.

Intellekt ist wohl eher High Society-Kompatibilität und daher taktisch klug, aber gesamthaft betrachtet nicht unbedingt intelligent, wenns zB um Bereiche wie Umweltschutz geht...

Das sind zwei komplett verschiedene Sachen. Da ist der Unterschied genau so groß, wie bei Feuer und Wasser.

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