Inwiefern kann Hobbes Entwurf für ein friedliches Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft gewährleisten?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Schon der Titel "Leviathan" zeigt an, dass Hobbes nicht wirklich davon überzeugt war, dass die Staatsgewalt ein für alle mal ein sicherer Hort für den Frieden sei. Der Leviathan ist ein selbstgeschaffenes Monster, das durchaus auch seine eigenen Kinder frisst. Lies dazu bei Wikipedia "Leviathan_(Mythologie)" und da besonders "Neuzeit und Gegenwart". Einerseits war er überzeugt, dass Menschen als gesellschaftliche Wesen sich immer wieder selbst mit Gesetzten organisieren und ihr Zusammenleben regeln müssen. Ohne eine staatliche Regelung richten sich die Menschen in Kämpfen um Macht, Reichtum und Einfluss gegenseitig zugrunde. Dabei darf man nicht vergessen, dass diese Einschätzung aus Hobbes zeitgeschichtlicher Erfahrung rührt. In seiner Lebenszeit haben sich England, Frankreich und Deutschland (30jähriger Krieg) blutig aufgerieben. Obwohl Hobbes bereits Gedanken pflegt, die in der Aufklärung fruchtbar werden, war seine Zeit - das Ende des Feudalismus - noch nicht reif für wirklich aufklärerische Gedanken wie Demokratisierung und Bürgerfreiheit. Doch Grundgedanken dazu, inspiriert vom langsam bekannt werdenden Epikureismus (der kirchlich und staatlich verboten und verfolgt war) finden sich bei ihm bereits und eine drastische Loslösung von scholastisch-idealistischer Prägung. Kannst Dir auch mal meine Antwort durchlesen:

https://www.gutefrage.net/frage/thomas-hobbes-prognose?foundIn=list-answers-by-user#answer-185919580

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?