Inwiefern hat der Klimawandel Auswirkungen auf das Orkantief "Xaver"?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Generell ist es sehr schwierig, Einzelereignisse wie Stürme allein mit dem Klimawandel zu verbinden.

Die globale Erwärmung verändert langfristig die Wettermuster, und damit die Wahrscheinlichkeiten und die Stärke von Wetterereignissen.

Stürme entstehen (vereinfacht) u.a. durch starke Temperaturunterschiede zwischen Tropen und den Polen. Durch die globale Erwärmung werden diese Unterschiede geringer, da sich die Pole stärker erwärmen als der Rest des Globus (Polare Verstärkung). Dies sollte zu einer reduzierten Anzahl an Stürmen führen. Gleichzeitig beziehen Stürme und vor allem Wirbelstürme ihre Energie aus warmen Wasser - und das Meerwasser erwärmt sich weiterhin ungebremst. Immerhin gehen etwa 90% der globalen Erwärmung in die Ozeane. Das führt zu stärkeren Stürmen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Taifun Haiyan über den Philippinen letzten Monat.

Für Europa finde ich auf die Schnelle keine Daten zur Häufigkeit und Stärke unserer Orkane - insgesamt leben wir hier in Mitteleuropa glücklicherweise in einer sehr ruhigen Gegend. Wir haben keine großen Wirbelstürme, Blizzards oder Tornados. Xaver hat auch glücklicherweise keine Todesopfer gefordert, obwohl er z.B. die zweitgrößte Sturmflut in der Geschichte Hamburgs verursachte - das ist definitiv ein Erfolg des Katastrophenschutzes und der rechtzeitigen Warnung, und eben kein Beispiel für Alarmismus.

Dennoch haben insgesamt die Anzahl von meteorologischen und klimatischen Schadensereignissen und auch die Schäden von 1970 bis 2012 deutlich zugenommen:

http://short4u.de/52a764315360a (Übersicht der Munich Re)

Zusammenfassung: Der Klimawandel erhöht insgesamt wahrscheinlich teilweise das Auftreten und wahrscheinlich die Stärke von Extremwetterereignissen - also auch von Stürmen.

ungebremste Zunahme der Wärme in den Ozeanen - (Deutschland, Wetter, Klima) Wetterkatastrophen in Deutschland 1970 bis 2011 - (Deutschland, Wetter, Klima)

Danke für den Stern! :-)

0
@realfacepalm

das Klima hat schon Einfluß auf uns Menschen wenn man z.B. in Griechenland lebt, braucht der Körper eine ganze Weile bis er sich an die Bedingungen gewöhnt hat. Eine Interessante Seite ist z.B. http://www.mittelmeer.org

0

Es gibt seit 15 Jahren keine Zunahme der Temperaturen, trotz höherem CO2-Gehalts. Im Gegenteil, es wird kälter werden. Je kälter und höher die Temperaturunterschiede zwischen Tropen und den Polen, desto stärker die Stürme. Somit hängt "Xaver" aber dadurch mit dem Klimawandel zusammen, dass die Eisfläche der Arktis wieder Rekordausdehnung hat und es kälter wird. Das sind die Tatsachen und nicht das Geschwafel der Presse und der Politik. http://wetterbote.de/wetternews/index.php?id=3507

Rein garnichts Orkane entstehen durch Temperatur unterschiede kalte Luft aus Nord trift auf warme Golfstrom Luft dadurch entstehen Tiefdruckgebiete und je stärker der Kontrast desto stärker das Tief

Solche Stürme sind nicht ungewöhnlich, die gab es auch früher schon. Mit dem Klimawandel hat Xaver nichts zu tun.

Man kann die Folgen des Klimawandels nicht einzelnen Ereignissen zuordnen. die Experten sind sich aber einig, dass Stürme stärker werden und öfter auftreten. Das liegt daran, dass höhere Temperaturen = mehr Energie bedeutet.

Welche Experten? Hast du Namen?

Nein, höhere Temperaturen bedeuten mehr 3-atomige Gase mit Wärmeübertragungseigenschaften in der Luft, wie z. B. Wasserdampf, die ihrerseits dem Wind Arbeit abnehmen können. Erkennt man zum einen daran, dass sich die Pole schneller erwärmen, als der Rest der Welt, es also wenige große Unterschiede gibt, und zum anderen daran, dass die Zahl der Stürme während der moderaten Erwärmung der 80er und 90er abgenommen haben.

0

Das Klima wandelt sich ständig, denn nix ist fix. Obwohl die Durchschnittstemperaturen auf der Erde in den letzten Jahrzehnten angestiegen sind, konnte jedoch weder eine Zunahme von Stürmen noch eine Zunahme der Intensität von Stürmen nachgewiesen werden.
Insofern wäre es vermessen zu behaupten, dass der aktuelle Sturm in irgendeinem Zusammenhang mit der Klimaerwärmung stehen könnte.

In dieser verallgemeinerten Form " konnte jedoch weder eine Zunahme von Stürmen noch eine Zunahme der Intensität von Stürmen nachgewiesen werden." schlicht falsch:

http://www.scilogs.de/klimalounge/werden-tropenstuerme-schlimmer/

Es kristallisiert sich für mich ein konsistentes Gesamtbild heraus: die von "Skeptikern" wie Björn Lomborg oder Spiegel Online verbreiteten Statistiken zu den Gesamtzahlen oder der Gesamtenergie (ACE) von Tropenstürmen, die stark von den viel häufigeren schwachen Tropenstürmen geprägt sind, zeigen keine signifikanten Trends bzw. ab 2006 einen Abschwung. Schlüsselt man dagegen die Daten weiter nach Stärke auf, findet man (wie oben in meinem Artikel berichtet) eine Zunahme der stärksten Stürme der Kategorien 4 und 5, die wie im Falle Haiyan die verheerendsten Schäden verursachen. (Haiyan wäre sogar Kategorie 6 gewesen, wenn es eine solche gäbe.) Diese Zunahme der stärksten Stürme wird auch von der Theorie vorhergesagt.

1
@realfacepalm

Dieser Textauszug ist eine individuelle Interpretation ausgewählter Daten, die man auch anders interpretieren kann.

1
@realfacepalm

Der Spiegel zählt nun zu den Skeptikern? Na ja, aus Rahmstorfs Sicht besteht wohl die ganze Welt nur noch aus Ignoranten.

Trotzdem witzig. Ohne den Spiegel gäbe es keine vom Menschen verursachte Erderwärmung, keinen Treibhauseffekt, keine Energiewende, gar nichts. Die ganze These wäre auf einer Stufe mit den Chemtrails.

0
@FelixLingelbach

Oh, Ihre Randmeinung dass der Treibhauseffekt nicht existiere und der SPIEGEL den Klimawandel erfunden habe befindet sich durchaus auf einer Ebene mit den Chemtrails. ;-))

0
@Luftkutscher

Dieser "Orkan wie andere auch" hat immerhin für den zweithöchsten jemals gemessenen Sturmflutpegel in Hamburg gesorgt.

0

Es gibt den Klimawandel. Die Versicherer rechnen schon mit mehr Schäden als früher.

0

Das hat mit der Klimawandel nichts zu tun. So ein Sturm alle 50 Jahre und noch schwächer als 1962 ist normal.

Was möchtest Du wissen?