Inwiefern haben die Inuit (Eskimo) ihre Lebensweise geändert?

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4 Antworten

Solche Naturvölker wurden interhalb von 100 Jahren quasi in die Neuzeit katapultiert.

Also die Entwicklugn die Europa innerhalb von 2000 Jahren gemacht hat, wurde bei denen in Blitzgeschwindigkeit vollzogen.

Die allgemeine Entwicklung ist das solche Menschen sesshafter worden. Das heißt es werden feste Häuser mit Heitzung benutzt und es wird immer weniger gereist.

Und statt mit Hundschlitten wird heute ein Schneemobil benutzt :-)

Seniorix Antwort ist bereits super umfangreich, da kann ich nur noch mal die Relevanz des Gewehrs betonen: Du kannst Dich auf 50m anschleichen und aus der Deckung im Liegen einen sauberen Schuss mit heftiger Durchschlagskraft setzten. Statt stundenlang regungslos mit einer Harpune vor einem Luftloch zu stehen und ne halbe Sekunde Reaktionsfenster zu haben. Oder mit nem Weichholz-Sehnen-Kurzbogen Dich bis auf 15m an Jagdwild anzuschleichen, das gute Stück auszuziehen, und dann mit fragwürdiger Durchschlagskraft zuzuschlagen. Damit ist ein viel viel viel höherer Jagderfolg gegeben, außerdem die Abhängigkeit von industrialisierten Aufkäufern, um Munition erwerben zu können.

In dem Buch, in dem der die erste Grönlanddurchquerung beschreibt, schreibt Fidtjof Nansen auch von seinen Treffen mit den Eskimos. Die haben im Osten noch keine Gewehre dabei (allerdings sind sie auf der Reise zu Handelpunkten in Südgrönland), sind aber alle übelst abhängig von Schnupftabak. Das hieße ja, dass sie Felle & Co liefern, und dafür nur Rauschmittel bekommen. Wie China um die Opiumkriege rum. Sie leben auch noch in Zelten. Im Westen überwintert er dann auch bei Eskimos, diese scheinen aber viel weniger traditionell zu sein, da sie schon in festen Häusern wohnen. Aber immer noch mit dem Kajak auf die Jagd gehen. Das war Ende 1800...

Auch hier zu kann man bei Wikipedia finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Inuit#Kulturelle_Umw.C3.A4lzungen

sowie: https://de.wikipedia.org/wiki/Indigene_V%C3%B6lker_Alaskas

schneller einfacher, aber kritischer Überblick: http://www.planet-wissen.de/kultur/voelker/inuit/index.html

Echt kurz:
Der Unterschied zwischen dem früherem und dem heutigem Leben der Inuits ist sehr gross. Früher lebten die inuit in Siedlungen von fünf bis zehn Häusern. Es gab keine Schulen, die Kinder lernten alles von ihren Eltern. Heute leben in solchen Siedlungen über 100 Inuit und es gibt Schulen und Supermärkte. Früher gingen die Jungen mit ihren  Vätern auf die Jagd und lernten dort  Robben, Fische Walrosse und Karibus zu erlegen während der Jagd lernten sie auch in der Natur zu überleben. Die Mädchen blieben mit ihren Müttern zu Hause und lernten dort Haushaltsführung kochen und das anfertigen von Kleidung. Die heutigen Inuit fahren weitere Strecken mit dem Motorschlitten und kaufen sich Daunenjacken und Thermohosen im Supermarkt. eine traurige Tatsache ist das die Jugendlichen heutzutage das traditionelle Leben der Inuit nicht mehr kennen. aus: https://polargebiete77.wordpress.com/2012/12/05/die-inuit-fruher-und-heute/

Ungewisse Zukunft

Denn der Lebensraum der Inuit hat sich durch die Umweltbedingungen sehr verändert: Wegen des wärmeren Klimas schmilzt das Packeis und der Wasserspiegel steigt. Viele der Holzhäuser, in denen die Inuit die meiste Zeit leben, drohen umzukippen, weil der Boden unter ihnen wegtaut. Außerdem fischen große Fangflotten die Meere leer. Deshalb gehen die Inuit immer seltener auf die Jagd. Doch dadurch haben sie weniger zu essen und weniger Geld, weil sie nichts zum Verkaufen oder Tauschen haben. Stattdessen müssen sie im Supermarkt teure Waren kaufen, die sie kaum bezahlen können. Viele Inuit sind deswegen auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen, beispielsweise von Kanada. aus: http://www.kindernetz.de/infonetz/tiereundnatur/polargebiete/inuit/-/id=33716/nid=33716/did=33742/1o7b293/


Den ersten Kontakt zu Weißen bekamen die Ureinwohner dieser Region im frühen 19. Jahrhundert, als Walfänger ihre Sommerraubzüge begannen. Die sporadischen Treffen brachten den Eskimos eine wichtige Errungenschaft: das Gewehr. Schnell ersetzte es den Bogen und erhöhte erheblich die Effektivität des Jägers. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts blieben weiße Händler auch den Winter über in Pond Inlet. Sie heuerten Eskimos als Jäger und Trapper an und bezahlten sie wöchentlich mit Tee, Tabak, Melasse und Keksen. Diese Waren wurden für die Einheimischen rasch unentbehrlich. Bis heute nennen sie den Samstag sivatarvik: "Tag, an dem Kekse verteilt werden". aus: http://www.nationalgeographic.de/reportagen/topthemen/2004/mein-leben-bei-den-eskimos2

Inuit haben niedrige Lebenserwartung

Obwohl Kanada ihnen weitgehende Autonomie zugesteht und die Inuit an den Erträgen von Rohstoffvorkommen, Pipelines und Wasserkraftwerken großzügig beteiligt, steht es schlecht um die Ureinwohner. Ihre Lebenserwartung ist deutlich niedriger, sie haben sechs Mal so häufig Tuberkulose, die Arbeitslosigkeit ist vier Mal so hoch, der zahlreiche Nachwuchs erreicht selten die High School. Das macht junge Inuit zu Gefangenen in einem Niemandsland zwischen der alten Kultur, von der sie entfremdet werden, und dem modernen Leben im reichen Kanada, für das ihre Ausbildung oft nicht reicht. Die Folge ist ein Kreislauf aus Depression, Drogenabhängigkeit und Gewalt. aus: https://www.welt.de/politik/article743260/Eskimos-werden-zum-Opfer-des-Klimawandels.html


wissenschaftlich erforscht, allerdings auf englisch: http://www.ankn.uaf.edu/Curriculum/Articles/MikeGaffney/CPP/index.html


Und, konnte ich helfen?
Mehr als 20 Dinge, die sich verändert haben.

Gruß seniorix

Nun, auch in Grönland zog das 20. Jhdt ein, Technik und Kultur so wie wir sie kennen, wurde den Inuits von Außen gebracht. Besonders die USA, Kanada und Dänemark sorgten dafür, natürlich noch weitere entwickelte Länder.

Die sogenannten Eskimos hatten nun auf einmal Motorschlitten, Jagdgewehre und europäische Kleidung. Etliche nahmen neue Arten von Arbeit auf, ob nun in der Touristenbranche, im Treibhaus, oder sonstigem Gartenbau, in diesntleistungebetrieben, im Handel, Bauwirtschaft  usw.

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