Inwiefern deuten Schlafstörungen und Unzufriedenheit auf eine Depression oder Ähnliches hin?

3 Antworten

Schlafstörungen sind zwar ein mögliches Kriterium für eine Depression, doch sie alleine machen noch eine Depression aus.

Bei Depressionen wird gemäss dem internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 zwischen 3 Hauptsymptomen und 7 Nebensymptomen unterschieden. Diese Symptome müssen in klinischer Relevanz (ausreichender Stärke) für mindestens 2 Wochen dauerhaft vorhanden sein, bevor man von einer Depression spricht. Je nach Anzahl und Ausgeprägtheit werden Depressionen in „leicht“, „mittelschwer“ oder „schwer“ eingeteilt.

  • Leichte Depression: min. 2 Haupt- und 2 Nebensymptome
  • Mittelschwere Depression: min. 2 Haupt- und 3-4 Nebensymptome
  • Schwere Depression: 3 Haupt- und 5 oder mehr Nebensymptome

Eine Selbstdiagnose zu erstellen ist nicht möglich. Dazu bedarf es der Begutachtung einer Fachperson (Psychiater oder Psychologe). Bei Verdacht auf eine Depression sollte eine solche aufgesucht werden. Erkrankungen, welche behandelt werden, verlaufen in der Regel weniger stark und in kürzerer Zeitdauer.

 

Symptome einer Depression nach dem internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10:

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:

  • Depressive Stimmung, in einem für die Betroffenen deutlich ungewöhnlichen Ausmass, die meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag, im Wesentlichen unbeeinflusst von den Umständen.
  • Interessens- und Freudeverlust an Aktivitäten, die normalerweise angenehm waren.
  • Verminderter Antrieb oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome gemäss ICD-10:

  • Verlust des Selbstvertrauens oder Selbstwertgefühls
  • Unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangemessene Schuldgefühle
  • Wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid sowie suizidales Verhalten
  • Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- oder Konzentrationsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit
  • Psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung (subjektiv oder objektiv)
  • Schlafstörungen jeder Art
  • Appetitverlust oder gesteigerter Appetit mit entsprechender Gewichtsveränderung

Patienten erwähnen ebenfalls eine Vielzahl anderer Symptome, welche nicht im ICD-10 aufgeführt sind. Dazu gehören vor allem Hoffnungslosigkeit, negatives Denken/Gedankenkreisen, Depersonalisation/Derealisation, sexuelles Desinteresse, selbstverletzendes Verhalten (SVV) und körperliche Beschwerden (z.B. Schmerzen).

Würde es erstmal damit versuchen die Sachen zu ändern, weswegen du unzufrieden bist. Wenn es dir dann immer noch genauso geht, kannst du immer noch eine Depression in frage stellen

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Tue mir aber schwer das zu ändern. Habe das Gefühl ich komme nicht voran, daher fühle ich mich wahrscheinlich soo..

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Permanenter Schwindel nach dem Aufstehen?

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