Invitatio ad offerendum - Begriffserklärung?

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3 Antworten

Wenn du etwas in einem Schaufenster siehst kann das ein solches Invitatio ad offerendum sein. Der Verkäufer fordert einen unbestimmten Kunden damit auf, dass er ihm ein Angebot zum Kauf machen kann. Das Angebot macht dann der Kunde, der in den Laden kommt und angibt diese Sache erwerben zu wollen, was der Verkäufer annehmen kann oder nicht.

Du hast anscheinend einen Denkfehler in deiner Argumentation. Invitatio ad offerendum ist die Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes. Wenn du nun in Saturn hineinspazierst und die verschiedenen Preisschilder siehst handelt es sich dabei nicht ein Angebot seitens Saturns. Sie fordern dich lediglich auf ein Angebot deinerseits zu machen. Dies tust du indem du das Produkt auf das Kassenband legst!

"Eine solche Einaldung ist zum eigentlichen Angebot nicht verbindlich"

Aus diesem Grund ist das hier nicht besonders geschickt formuliert. An dieser Stelle braucht es noch garnicht von einer Verbindlichkeit zu sprechen, da gar kein Angebot existiert, sondern lediglich die Einladung oder Aufforderung.

"Das ist doch immer so. Wenn ich jetzt in irgendeinen Laden gehe ist das Angebot ja nicht verbindlich. Ich kann mir selbst überlegen ob ich das Angebot annehmen will.!

Wie gesagt, wenn du in irgendein Laden gehst, gibt es noch kein Angebot. Und wirst dir dann überlegen ob du nun das Handy beispielsweise kaufen willst oder nicht, wenn ja nimmst du es legst es auf das Kassenband und tätigst damit ein Angebot. Sollte jetzt nun ein anderer Preis erscheinen wie das, was du vorher auf dem Gerät geklebt gesehen hast, dann hat der Verkäufer nun das Recht dies klarzustellen, da wie bereits erwähnt nicht er dir sondern du ihm das Angebot machst. Solltest du nun mit dem tatsächlichen Preis nicht einverstanden sein, hast du die Möglichkeit vom Kauf zurückzutreten.

Das ist schon richtig, also die Definition. Wenn du was siehst, was im Schaufenster hängt, dann wirst du dadurch dazu aufgefordert, ein Angebot i.S.d. § 145 BGB abzugeben. Z.B.: "Hallo, ich hätte gern das XYZ aus dem Schaufenster". Der Verkäufer = der Auffordernde kann das Angebot dann annehmen i.S.d. § 147 BGB ("okay, X€") oder ablehnen ("Das steht nicht zum Verkauf" o.ä.)

DU sollst es dir überlegen, ob du ein Angebot machst, dann kann er es sich überlegen, ob er es annimmt.

Ich rate dir, mal einen BGB Kommentar zum § 145 BGB aufzuschlagen.


LG


Kommentar von user417398
14.06.2016, 15:29

Danke ich habe es auf der Sicht des Käufers gesehen das dieser der Auffordernde ist.

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