Investment während einer Insolvenz?

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5 Antworten

Während des laufenden Verfahrens mußt Du alles was über dem Freibetrag liegt an den Insolvenzverwalter abgeben, auch etwaige Gewinne aus welchen Geschäften auch immer.

Nach Dem Schlußtermin kannst Du Ansparen und auch Gewinne machen. Allerdings mußt diese Anteilmäßig an den Treuhänder abtreten. Steht irgendwo in der InsO, habe aber keine Zeit jetzt nachzugucken

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Klar darfst du investieren.

Wenns um die Frage geht, ob deshalb die Restschuldbefreiung gefährdet wird, hilft § 290 Abs. 1 Nr. 4 Alt. 1, 2 InsO weiter. 

"...der Schuldner in den letzten drei Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag vorsätzlich oder grob fahrlässig die Befriedigung der Insolvenzgläubiger dadurch beeinträchtigt hat, daß er unangemessene Verbindlichkeiten begründet oder Vermögen verschwendet oder ohne Aussicht auf eine Besserung seiner wirtschaftlichen Lage die Eröffnung des Insolvenzverfahrens verzögert hat"
Kannst Du Dir das Investment wirklich leisten, oder ist es in Anbetracht deines Vermögens  eher "unangemessen" zu investieren? Wenn du gar kein Vermögen hast, weil bereits alles verteilt wurde, dann kannst du das Investment ja nur aus dem unpfändbaren Teil deines Einkommens tätigen. 

Was ist das für ein Investment? Ist es so spekulativ, dass es auch als verschwenderisch gesehen werden kann? 

Man darf auch ansparen! Dein Vermögen (bzw. das was davon übrig ist) ist nach der Verteilung sicher und unterliegt wieder deiner Verfügungsmacht. . Wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist, und du dich in der Restschuldbefreiungsphase befindest, darfst du machen was du willst mit deinem Geld. Außer es halt verschwenden. 

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Kommentar von Ronox
01.09.2016, 15:40

Er darf es auch Verschwenden, denn maßgeblich ist, ob die Befriedigung der Insolvenzgläubiger beeinträchtigt wird (siehe den von dir kopierten Paragrafen). Auf das Vermögen kann von diesen in der Wohlverhaltensperiode aber ohnehin nicht zugegriffen werden.

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In der Wohlverhaltensperiode kannst du mit dem unpfändbaren Einkommen und deinem Vermögen machen, was du willst. Du kannst es auch anlegen. In der eigentlichen Insolvenz unterliegt jedoch auch dein pfändbares Vermögen der Verfügungsbefugnis des Insolvenzverwalters.

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Das, was du nicht abgeben musst, kannst du verwalten wie du willst.

Sobald etwas über diese Grenze geht, musst du es den Gläubigern abdrücken.

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Kommentar von Charonmond
01.09.2016, 15:11

Bist du da sicher ? ich meine wenn ich geldeingänge von dritten bekomme und davon keiner was weiß diese aber nicht mein 1070€ limit sprengen ?

Ich meine es wäre ja dumm zu sagen einem insolventen : verdiene kein geld !

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Du gehst in Insolvenz, weil du Rechnungen nicht bezahlen kannst.

Hast aber Geld genug, um es anzulegen.

Widerspruch in sich und geht nicht. Man muss seine Vermögensverhältnisse offen legen um Insolvenz zu gehen

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Kommentar von Charonmond
01.09.2016, 15:08

ich lege 100€ an findest du das das genug ist um über 9.000€ abzuzahlen ?

Dazu kommt noch das ich mit dem betrag nichts zu tun hatte und eine schlampige sachbearbeiterin die ihre Arbeit nicht gemacht hatt habe ich das zu verdanken deshalb hab ich jetzt diesen Mammutbetrag am Hals

das schlimme ist ich hatte nix von dem geld und muss es trotzdem abbezahlen aber das gehört nicht hier her .

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