Investieren von Grundkapital

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3 Antworten

Ein landläufiger Irrtum besteht in der Annahme, beim Stammkapital handele es sich um eine Art „Sicherungseinlage“. Tatsächlich kann das eingezahlte Kapital nach notarieller Prüfung für Ausgaben der Gesellschaft im Rahmen des Unternehmenszweckes verwendet werden, jedoch nur und ausschließlich für die Kosten der Geschäftsgründung bis zu einer Höhe von 1.500 Euro. Die Freigabe weiterer Beträge aus der nachgewiesenen Stammeinlage ist erst nach Vorlage der Eintragung beim Handelsregister möglich. Unzulässig ist die Rückzahlung der Stammeinlage an die Gesellschafter. Tritt ein Gesellschafter vor der vollständigen Erbringung seines Teils aus, wird die Haftung von den restlichen Gesellschaftern übernommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stammkapital

Das Geld sollte sogar für Investitionen verwendet werden, es dient nicht als Haftung für Verbindlichkeiten. Denn wenn ich eine Million an Verbindlichkeiten habe und eine Million als Bargeld für die Haftung zur Verfügung steht, dann hätte ich diese Verbindlichkeiten ja gar nicht aufnehmen müssen.

Grundsätzlich haftest Du mit der Aktiva, also mit z. B. Grundstücken, Maschinen, Vorräte usw. Man kann nicht mit dem Stammkapital haften.

Das bedeutet allerdings auch, dass das Stammtkapital nicht einfach in der Bank rumliegt. Es ist investiert, in Maschinen, Grundstücken, Vorräte.

Eine Bilanz ist immer ausgeglichen. Und wenn eine zufällige Bilanz Dir raussuchst, siehst Du, dass das Bankguthaben nie so hoch ist wie das Stammkapital. Also muss es wo anders drin stecken.

Natürlich haftet der Unternehmer mit dem Vermögen. Den Gläubigern ist es dabei egal, was für Vermögenswerte das Unternehmen hat.

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