Inventionen (Motive verändern)

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Man "darf" natürlich alles, was man will. Es geht wohl darum, eine Gestaltungsidee (z.B. eben Imitation) zu benennen.

Wenn das "Thema" z.B. einer Invention von Bach auf der I. Stufe steht, wird die Beantwortung, also die erste Imitation, sehr häufig auf der V. Stufe angesiedelt. Im weiteren Verlauf, meistens kurz nach der Mitte, werden gerne auch andere Stufen verwendet, also etwa die II.

Übrigens gibt es die Begriffe "reale" und "tonale" Beantwortung. Das bedeutet, dass die Intervalle exakt übernommen werden (real) bzw. innerhalb der Tonart angepasst werden (tonal). So wird beispielsweise aus dem Quintsprung am Anfang des Themas ein Quartsprung bei der tonalen Beantwortung.

Hinsichtlich sonstiger Veränderungen des Motivs ist immer wieder entscheidend, ob die charakteristischen Eigenschaften erhalten (bzw. erkennbar) bleiben. Das können melodische oder rhythmische Besonderheiten sein. Wiedererkennen sollte man's halt. Und z.B. bei Sinfonien von Mozart u.Co. wird mit den Motiven reichlich gespielt, sie werden variiert, durch die Tonarten gejagt, kombiniert usw. Wenn man das Wesentliche noch erkennt, handelt es sich immer noch um das gleiche Motiv.

Was möchtest Du wissen?