Interreligiöser Dialog Islam und Christentum

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5 Antworten

Abrham ist der Stammfater der 3 großen Religionen, demJudentum, dem Christentumund des Islams ! Die Botschaft Abrahams ist die Versönung so wie sich die beide Söhne, Isaak und Ismael, sie kommen zum Begräbnis des Abrahams und sie sind völlig verfeindet. Der eine ist derjenige, der weggehen mußte. Und dort am Grab Abrahams treffen sie sich wieder. Dieses Aufeinanderzugehen im Privaten und unter den Völkern, auch wenn es so unglaublich schwer fällt. Die Aussöhnung kommt von diesem Wort "Söhne". Das ist das Beispiel, denn sonst wäre das nicht für uns erwähnt worden. Denn es schien wirklich unüberbrückbar. Auch bei Jakob und Esau gibt es das Motiv der Versöhnung. Man sollte dieses Motiv viel stärker herausstellen. Es ist eine Tragödie, daß zwischen Christen und Judenund Moslime bis “vorgestern”, bis zum Vatikanischen Konzil oder bis zu den Erklärungen der EKD immer nur das Trennende hochgejubelt worden ist. Aber nicht das Viele, das uns verbindet.

Ja.Aber Ich will damit die Grenzsteine, die vorhanden sind und die vorhanden sein müssen, auch bestehen lassen. Ich will keine Uhr zurückdrehen. Aber man kann doch um Himmels willen den ganzen Schutt, das ganze Gerümpel, das man im Mittelalter gegeneinander aufgetürmt hat, wegräumen. Genau darum geht es hier. Da müßten sich eigentlich auch Muslime und Juden am Grab Abrahams wieder treffen. Wie schwer das ist, wissen wir... heute.

Die Botschaft der Bibel ist die Versöhnung. Der Tod Abrahams hinterläßt diese Botschaft in dieser Begegnung. Dann gehen die beiden aber wieder auseinander. Vor der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium trifft Jesus einen Menschen, der unterwegs zum Tempel ist und dort ein Dankopfer darbringen will. Jesus sagt zu ihm, das sei sehr schön und er hebt keineswegs im Tempel zu Jerusalem die Opferkulte für den einen Gott auf. Aber er sagt zu ihm "Wenn du dich aber daran erinnerst, daß ein Mensch noch etwas gegen dich hat","laß das Opfer liegen, gehe und versöhne dich mit dem Menschen, und dann erst gehe in den Tempel und bringe dein Opfer dar. wie weit das geht, denn es ist nicht so, daß er etwas gegen einen anderen Menschen hätte, sondern ein anderer hätte etwas gegen ihn –, " Daß das wahnsinnig schwer ist, weiß Jesus auch. Denn an einer anderen Stelle sagt er im Gespräch zu Petrus: "Versuche es 77-mal. Ich weiß genau, wie schwer das ist im Leben." Das heißt nicht, daß Jesus gesagt hätte, man könne das so nach dem Motto 57-, 58-, 59-mal herunterzählen. Das hat er nämlich nicht gemeint. Er hat gemeint, daß man es immer wieder versuchen muß. Man darf das eben nicht abzählen. Daran hat sich doch nichts geändert. Wir müssen also von unserem hohen Roß herunterkommen: Wie müssen vor allem der Arroganz und der Rechthaberei entsagen. Das ist, wenn Sie wollen, das Prinzip von Yom Kippur bis heute geblieben. Deswegen ist diese Vätergeschichte von Abraham und Isaak die Liturgie von Yom Kippur. Zwischen dem Neujahrsfest und Yom Kippur liegen nämlich zehn Tage. Diese zehn Tage nennt man die zehn Bußtage: Sie sind – und so wird man auch erzogen – bestimmt für die Bemühung um Versöhnung, um Umkehr und um Wiedergutmachung mit den Mitmenschen. Das ist zehn Tage lang notwendig. Und Yom Kippur dauert nur einen Tag: Mit Gott braucht der Mensch also nur einen Tag, und für seine Mitmenschen braucht er zehn Tage – das spricht doch wirklich Bände.

Danke für das Sternchen !

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Google mal mit "Bibel Koran Vergleich" und lies mal diese Vergleiche. Da kannst du schnell erkennen, wo die Grenzen sind.

Interreligiöser Dialog kann in erster Linie dazu dienen, Missverständnisse auszuräumen und sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede klar zu werden. Außerdem ist es immer besser, wenn man miteinander redet als übereinander.

Zum Thema Gerechtigkeit aus Gottes Sicht lies mal im Römerbrief folgende Stellen: Römer 3,21-28; Römer 9,14-21; Römer10,4.

Gerechtigkeit aus Gottes Sicht hat nicht viel gemein mit dem, was wir Menschen für gerecht halten (dass z.B. Übeltäter bestraft werden sollen).

Zum Thema Leid lies mal Hiob 1,1-2,10. Das ist echt krass. Hiob hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, und muss dennoch heftig leiden, und das mit Billigung Gottes.

http://www.bibleserver.com/text/LUT/Hiob1

vielen dank für die ausführliche Antwort :)

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Eine sehr gute Auseinandersetzung mit dem Begriff und der Stellung einzelner Religionen dazu, findest du bereits unter folgendem Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Interreligi%C3%B6ser_Dialog

Auf den Islam und das Christentum bezogen, halte ich jedoch einen konstruktiven Dialog mit dem Ziel einer gegenseitigen Toleranz und dauerhafter friedlicher Koexistenz für Selbsttäuschung und Augenwischerei. Während von christlicher Seite die Anerkennung so gut wie vollzogen ist, ja teilweise schon bis zur Naivität praktiziert wird, schließt sie der Islam umgekehrt aufgrund seiner grundsätzlich konträren Inhalte und Weltziele aus. Die politisch-ideologische Komponente dieser Religion ist mit keiner anderen Religion der Welt kompatibel, es sei denn durch Selbstaufgabe.

Islam = Unterwerfung (unter Gott)

Interreligiöser Dialog (Islam/Christentum) = Unterwerfung (unter den Islam mit gleichzeitiger Aufgabe aller weltlichen und demokratischen Errungenschaften)

Dennoch bin ich für Dialog, denn reden heißt es ist noch nicht alles verloren.

Während von christlicher Seite die Anerkennung so gut wie vollzogen ist, ja teilweise schon bis zur Naivität praktiziert wird,

Meinste?

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@Maik2

Ich nehme es zumindest so wahr, wobei ich mit "Anerkennung" natürlich nicht den inhaltlichen Teil der Religion meine.

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Das Fragen nach der Gerechtigkeit von Gottes Handeln angesichts des Leids

Hab gestern Signs gesehen auf Kabel 1. Kennste den Film?

nee, nee, die Antwort muß schon selbst erarbeitet werden. Das ist hier kein Hausaufgabenforum.

ich hab schon einiges dazu erarbeitet aber danke das du aufpasst

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