Interpretieren von Quellen?

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2 Antworten

Begriffe wie »Analyse« und »Interpretation« werden im Zusammenhang mit Geschichtsquellen in unterschiedlich weitem oder engem Sinn verwendet und die genaue Gliederung kann in Anleitungen etwas verschieden sein.

Eine Beschreibung und eine Analyse der Quelle mit äußerer Quellenanalyse (formale Gesichtspunkte) und innerer Quellenanalyse (inhaltliche Gesichtspunkte) sind offenbar duchgeführt. Dann kommt die Quelleninterpretation, bei der es um Deutung und Auswertung geht. Die einzelnen Ergebnisse der Quellenanalyse werden dabei aufgegriffen und zu einem ganzen zusammengefügt

Schritte beim Vorgehen können sein:

  • Zusammenfassung der Aussagen (Inhaltsangabe)
  • Überprüfung von Gedankenführung/Argumentation (wie sind sie aufgebaut, sind sie in sich stimmig und stichhaltig oder nicht)
  • Untersuchung der Aussagekraft und des Informationswertes, aufbauend auf der Quellenkritik, mit Angaben zu prägenden Grundannahmen des Autors, Einordung in ein Umfeld/den historischen Kontext, Ermittlung von Zusammenhängen einschließlich der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, weltanschaulichen Stellung des Autors, Verhältnis der Quelle zu anderen Quellen
  • Mitteilung von Streitpunkten bei der Einschätzung der Quelle
  • Feststellung offener Fragen


Abschließend kann Reflexion und Beurteilung/Bewertung stattfinden (sind Aussagekraft und Informationswert groß oder gering, ist sie eine wichtige Quelle oder nicht, ist die Quelle glaubwürdig oder nicht, sind in ihr eher richtige oder falsche Behauptungen über Sachverhalte enthalten, wie ist das Geschehen zu beurteilen/bewerten)

  • Beurteilung der Bedeutung und des Erkenntniswertes der Quelle
  • eigene kritische Stellungnahme (Sachurteil und Werturteil)

Einordnung in den historischen Kontext

Aufgrund von Daten, Personen, Ereignissen, Umständen/Hintergründen, die in der Quelle enthalten sind, wird eine zeitliche und räumliche Einordnung möglich.

Bei der Quelle gibt es Bezüge zu Zusammenhängen, in denen sie steht (z. B. biographische, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle). Diese Zusammenhänge sollen ermittelt und angegeben werden. Zeitverhältnisse sind Umstände, Voraussetzungen/Bedingungen und Hintergründe, Personen und Gruppen haben in ihnen Interessen und Absichten/Ziele, von den Zeitverhältnissen gehen Einflüsse aus und es gibt Versuche zur Einwirkung auf sie. Es gibt zum einen Anlässe und Ursachen, zum anderen Wirkungen und Folgen.

Das Einordnen kann sich auf zwei Felder beziehen (die in der Praxis je nach zeitlichem Abstand auch mehr oder weniger zusammenfallen können):

  • in der Quelle dargestelltes Geschehen (Ereignisse, Prozesse/Entwicklungen, Strukturen/Zustände)
  • Abfassung der Quelle (Autoren richten sich an Adressaten)


Im Internet gibt es mehr oder weniger ausführliche Darstellungen, z. B.:

http://www.abipedia.de/quellenanalyse.php

http://www.uni-kassel.de/fb05/uploads/media/Anleitung_zur_Quellenkritik_und_Quelleninterpretation_05.pdf

http://www.helpster.de/quellenanalyse-in-geschichte-verfassen-hinweise-zum-vorgehen_59917

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Hallo coentrao5

Der Begriff Interpretation muss neu definiert werden.

Alt:Auslegung,Übersetzung,Erklärung.

Neu.Übersetzung,Erklärung.

Die Auslegung ist Kriminellen zugewiesen.

Der Kontext=Zusammenhang muss stimmen und begreiflich sein.

Vorgabe:Kartoffelbrei hilft bei Beinbruch=Nicht begreiflich.

Vorgabe:Pleite=nicht begreiflich=Pleite

Laut Quellenangabe ist die Vorgabe:Pleite=nicht begreiflich=Pleite belegbar und nachvollziehbar.

Damit bestätigt das eine das andere.

Das bestätigt wiederum die Quellenangabe.

Korrekte Einordnung abgeschlossen.

Gruß Ralf

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Kommentar von coentrao5
01.05.2016, 22:14

Also muss ich bei der Interpretation die Argumente des in den historischen Kontext einordnen und belegen ob die Argumente so richtig sind, wie der Verfasser es beschrieben hat?

Mehr muss ich nicht machen?

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