Interpretation eines Zitats - benötige Hilfe

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Banal gesagt, ist der Satz ein Prachtbeispiel dafür, wie Kunst und Literatur mit hochgestochenen, hohlen Sätzen eine Selbstrechtfertigung produziert für eine durch und durch verfahrende Situation. Es ist doch eine Lüge, dass ihn die Schönheit Lolitas berührt hat. Da spielen ganz andere Motive eine Rolle. Und Moral: Wo ist sie in seinem Lebenslauf zu finden? Der Satz ist ja eine Klage über die Last der Moral von jemandem, der keine hat. Hier wird ein Stück Selbstverlogenheit sichtbar, verlogener, desto ästhetisch-philosophischer er sich ausdrücken kann. Die Klage mit der Realität konfrontiert, die der Roman erzählt, macht den prickelnden Kontrast. Es ist eine Warnung, auf allzuschöne Sätze hereinzufallen, ohne sie mit der Realität zu konfrontieren.

Der Satz ist ja eine Klage über die Last der Moral von jemandem, der keine hat.

Es geht doch auch nicht darum, dass er eine Moral hat. Es geht doch darum, dass er nicht in aller Öffentlichkeit mit Lolita "rum machen" kann, weil ihm die Moral der Mehrheit der Menschheit das verbietet. Das beklagt er doch denke ich.

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@MadameCobain

Achja, eine Frage hätte ich da noch. Ich gehe mal davon aus, sie haben das Buch gelesen!? Wer ist eigentlich das Opfer in dieser Geschichte? Lolita, die zwar mit ihrer reifen, präsenten Art und Verführung selbst dafür verantwortlich ist, dass ihre Kindheit größtenteils zerstört wurde, dennoch genug litt; oder ist es Humbert Humbert, der so amoralisch gehandelt hat, sie vergewaltigte, am Ende aber vollkommen aus Liebe handelte und dafür ins Gefängnis ging?

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@MadameCobain

Humbert Humbert ist eher Opfer seiner selbst. Lolita nicht weniger und dass sich beider Lebenslinien kreuzen ist nicht nur für diese beiden ein Unheil. Ich glaube nicht, dass es in dem Roman um eine Schuld- oder Opferfrage geht, sondern eher um die wechselseitigen Verflechtungen des Lebens. Im realen Leben gibt es auch selten eindeutige Opfer und eindeutige Schuldige. Das hätten wir manchmal gern. Doch dieser lebensnahe Roman zeigt, dass genau das eine Illusion ist.

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@berkersheim

Danke für die hilfreichen Antworten, das wird mir bei der Buchvorstellung in Deutsch sicher helfen, vielen dank! :}

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Das ist ein Zitat aus dem Buch "Lolita".

Derjenige, der den Satz sagt ist der Mann, der sich in die 12jährige Lolita verliebt.

Meine Interpretation wäre, dass der Mensch sich seiner selbst bewusst ist und im Gegensatz zu Tieren deswegen auch eine Moral hat. Ein Tier, dass kein Ich-Bewusstsein hat kann nicht reflektieren und hat folglich nicht mal die Möglichkeit so etwas wie Moral zu entwickeln.

Ja, ich lese Lolita momentan, deshalb ja :) Danke, dass der Mensch zur Moral fähig ist im Gegensatz zum Tier, ist mir schon bekannt. Aber wie passt das mit der Menschenschönheit zusammen? Dass man mit der Moral bezahlt?

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@MadameCobain

Nun, wenn er ein Tier wäre, dann würde ihm keine Moral im Wege stehen. Allerdings wäre er dann auch nicht in der Lage die Schönheit Lolitas in allen ihren Facetten (also nicht nur die körperliche Schönheit) zu erkennen.

Da er ein Mensch ist kann er sich verlieben wie es Tiere nicht können, allerdings zahlt der Mensch für dieses Privileg dadurch, dass er sich für gewöhnlich einer Moral unterwerfen muss.

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Das will mir gar nicht in den Kopf, dass ein Autor vom Range Nabokows so ein schmalbrüstiges Blabla-Reimchen an die Öffentlichkeit entlassen haben soll.

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Versuch doch einfach mal zu interpretieren,da gibt es eigtl kein richtig oder falsch:)

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