Internet während der Arbeit?

14 Antworten

Wenn du alle anderen Pflichten erfüllt hast, dann hast du immer noch nicht das Recht, während deiner Arbeitszeit privat ins Internet zu gehen.

Entweder, es wird geduldet, dass man seinen Dienstrechner, nachdem man sich im Zeiterfassungssystem ausgeloggt hat, privat nutzt, oder auch nicht.

Unerlaubte private Internetnutzung kann eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nach sich ziehen. Wenn man einmal abgemahnt worden ist, und dasselbe passiert innerhalb von ca. zwei Jahren ein zweites Mal, dann kann eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden.

Wenn du also mit deinen Arbeitsaufgaben fertig bist, gibt es fünf Möglichkeiten:

- Du beendest deine Arbeit und gehst (wenn du Gleitzeit hast).

- Du stempelst dich aus und beschäftigst dich privat, um darauf zu warten, ob nicht vielleicht an dem Tag noch ein Arbeitsauftrag hereinkommt.

- Du überlegst dir, ob du nicht doch etwas Sinnvolles für die Firma tun kannst.

- Du fragst deine Kollegen, wie du ihnen helfen kannst.

- Du gehst zum Chef und sagst: "Chef, ich bin mit meiner Arbeit fertig, mir ist so langweilig, was soll ich jetzt tun?"

Alles klar! Deine Antwort hat alle Zweifel beseitigt, danke!

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"Chef, ich bin mit meiner Arbeit fertig, mir ist so langweilig..."

Wie geil hahaha ich glaube kaum das man mit der Arbeit am Tag fertig wird.. also hier in der EDV aufkeinen Fall :))

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Wenn man einmal abgemahnt worden ist, und dasselbe passiert innerhalb von ca. zwei Jahren ein zweites Mal, dann kann eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden.

Wo hast Du denn diese "merkwürdige Bestimmung" her?!?!

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@Familiengerd

Es gibt dazu ein aktuelles Urteil des Urteil des LAG Berlin-Brandenburg vom 14. Januar 2016 (Az.: 5 Sa 657/15).

https://www.ptext.de/nachrichten/fristlose-kuendigung-privater-internetnutzung-arbeitsplatz-1059057

In diesem Fall war, soweit ich es erkennen kann, noch nicht einmal eine vorherige Abmahnung erfolgt. Die Internetnutzung war aber so gravierend (5 Tage verteilt auf 30 Arbeitstage), dass die fristlose Kündigung gleich nach dem ersten erhärteten Verdacht geschah.

Ansonsten kann man private Internetnutzung während der Arbeitszeit auch als Spezialfall des Arbeitszeitbetruges ansehen.

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@Paguangare

Das Urteil zeigt ja, dass es in jedem Fall auf die konkreten individuellen Gegebenheiten ankommt.

Was ich also mit meiner Anmerkung sagen wollte, war, dass es eine solche Regelung, wie im Zitat von Dir genannt, nicht gibt.

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@Familiengerd

Ich schreibe ja auch nicht, dass eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden müsste. Es ist nur so, dass der Arbeitgeber dies kann und darf. Und wenn der Arbeitnehmer dann mit einem Kündigungsschutzprozess gegen die Kündigung vorgehen möchte, könnte es passieren, dass er vor dem Arbeitsgericht verliert.

 Der Arbeitgeber könnte natürlich ebensogut tägliches stundenlanges privates Surfen des Arbeitnehmers im Internet tolerieren, wenn er wollte. Dann würde gar nichts weiter passieren.

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Bedenke: Dein Arbeitgeber kann jederzeit nachsehen, was genau du im Internet getrieben hast, selbst wenn du den Browserverlauf löschst und sämtliche Spuren auf deinem Rechner beseitigst. Sei dir also im Klaren, dass du jede Aktion im Internet im Zweifelsfall begründen musst - und das geht bei Youtubevideos und ähnlichen Sachen nun mal schlicht nicht.

Im schlimmsten Fall kann das eine Kündigung zur Folge haben. Möglicherweise gibt es eine Regelung, inwieweit das Internet in Pausen zu privaten Zwecken genutzt werden kann, aber da musst du dich selbst informieren.

Bedenke: Dein Arbeitgeber kann jederzeit nachsehen, was genau du im Internet getrieben hast

Er darf es nur nicht, wenn nicht ein begründeter Verdacht vorliegt!

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Bei vielen Arbeitgebern gibt es mittlerweile betriebliche Vereinbarungen, wie es mit der privaten Nutzung des Internets  geregelt ist. Das solltest Du für Deinen Betrieb mal recherchieren & Dich entsprechend daran halten.

Wenn es keine verbindliche Vereinbarung gibt, bedeutet dies natürlich im Umkehrschluss nicht, dass Du das Internet nutzen kannst wie Du willst. Denn in der Regel ist privates Surfen in der Arbeitszeit nicht gestattet.

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