Internationaler Betrugsversuch via "Seghorn Inkasso"

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4 Antworten

Ich würde direkt zur Polizei gehen und gegen die diversen Inkassobüros Strafanzeige wegen Betrugs oder Identitätsmissbrauch stellen (wahlweise entweder weil die es frei erfunden haben oder weil es sich um eine absichtliche Personenverwechslung handelt, weil sie den korrekten Schuldner nicht wiederfinden). Bei der Strafanzeige angeben, dass die Versicherung dich gar nicht kennt und dass die Versicherung angibt, keiner offene Forderungen gegen dich zu besitzen.

Dann würde ich abwarten. Das Inkasso bekommt schon noch Wind von der Strafanzeige und wird sich, wenn es nichts an der Hand hat, zurückziehen.

Parallel könnte man, um etwas sicher zu gehen, folgendes anfordern vom Inkasso:

  • Vollmacht der Versicherung an WID Inkasso im Original
  • Vollmacht der Versicherung an Seghorn Inkasso im Original
  • Vollmacht der Versicherung an "Hauptauftraggeber" im Original
  • Vertragskopie der Versicherung mit deiner Unterschrift
  • Rechnungskopie
  • Mahnungskopie
  • Zustellnachweis von Rechnung und Mahnung

Eine knappe Frist (beispielsweise 14 Tage) setzen und ankündigen, dass man bei Nicht-Vorlage der Unterlagen sofort negative Feststellungsklage erhebt. Man kann auch schon mal dazu schreiben "Im übrigen wären Forderungen aus 1998 verjährt und die behauptete Fälligstellung von 2014 sehe ich als versuchten Betrug an, den ich gerne zur Anzeige bringen werde."

Dann abwarten, ob jemals was folgt und wie die Strafanzeige ausgeht.

Nicht bezahlen und ignorieren. Die werden wohl kaum ein gerichtliches Verfahren einleiten.

Im Zweifelsfall hilft ein Fachanwalt.

Vienna1000 01.09.2014, 14:09

Danke für die Antwort. Wurde ich in D so handhaben. AT hat leider einen anderen Rechtsbestand, von daher meine absolute Unsicherheit über den möglichen Fortgang einer solchen Sache.

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Selbst wenn du einen Gläubiger hast... schau mal da nach:

http://verjährungsfristen.info/

Vienna1000 01.09.2014, 14:14

Ja, genau das ist der Punkt um den es da wohl geht. Ausgehend von 1998 wäre das in d binnenstaatlich verjährt. In AT wurde der Betrag aber nun per 21.07.2014 bzw. 26.08.2014 fällig gestellt. Das macht mich.. stutzig....

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Suppenhuhn70 01.09.2014, 14:15
@Vienna1000

Ich denke, da Österreich auch zur EU gehört, gilt das selbe Recht diesbezüglich.

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mepeisen 01.09.2014, 15:54
@Suppenhuhn70

Im Regelfall gilt EU-weit das Land des Verbrauchers als zuständig. Hier wäre dann wohl Österreich zuständig. Aber auch in Österreich dürfte das verjährt sein, wenn es keinen Titel gibt.

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