Interessiere mich für Zeugen Jehovas - Was muss man beachten?

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Wenn du dich mit einem ZJ über seinen Glauben unterhältst bzw. über seine "Glaubensgemeinschaft", dann sei dir immer bewusst: Du bist gerade quasi in einem Verkaufs- bzw. Werbegespräch. Und wie es in solchen Gesprächen üblich ist, wirst du nur einen sehr sorgfältig selektierten Bruchteil des Ganzen aufgezeigt bekommen... Du bemerkst ja auch hier im Forum, dass kritische Themen bei den Zeugen Jehovas gerne totgeschwiegen , bzw. per se als "Abtrünnigen-Lügen" dargestellt werden und somit von einem Zeugen Jehovas auch ignoriert werden müssen. 

Sprich doch mal einen Zeugen Jehovas darauf an, wo er/sie die größten Probleme seiner eigenen Glaubensgemeinschaft sieht... 

Ich glaube kaum, dass er/sie dir davon berichten wird, dass alleine in Australien über 1000 Kindesmissbrauchsfälle von Mitgliedern der ZJ bekannt waren (also der WTG bekannt waren), aber nicht ein einziger den zuständigen Behörden gemeldet wurde, im Gegenteil, man vernichtete sogar noch einige Aufzeichnungen, damit "sie nicht in die falschen Hände geraten" (Aussage eines Ältesten -Max Horley- vor der Royal Comission)... Kannst du z.B. hier nachlesen:

http://www.news.com.au/national/courts-law/royal-commission-hears-how-jehovahs-witnesses-covered-up-child-sex-abuse-dating-back-to-1950s/news-story/270535b784efd4e2de06fa3181d955bb

oder die Aussagen als Video:

https://youtube.com/watch?v=jkzBegciZxs

Transkripte:

http://www.childabuseroyalcommission.gov.au/case-study/636f01a5-50db-4b59-a35e-a24ae07fb0ad/case-study-29,-july-2015,-sydney.aspx

Auch dass die WTG als Organisation inzwischen mehrfach zu millionenschweren Strafen verurteilt wurde, weil sie aktiv Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vertuscht haben (sehr interessanter Fall z.B. Lopez vs. Watchtower... muss man sich mal durchlesen, dann weiss man was man von der WTG halten kann):

http://www.sandiegouniontribune.com/news/crime-courts-fire/sdut-jehovahs-witness-lopez-sex-abuse-appeal-2016apr14-htmlstory.html

Ebenso wird dir ein Zeuge Jehovas auch nicht erzählen, dass es scheinbar üblich ist, Aussagen von Wissenschaftlern so entfremdet darzustellen, dass ein völlig anderer Sinn dabei rauskommt... vorzugsweise beim Thema Evolution oder Bluttransfusionen. Nimm dir mal das Heftchen mit den 5 Fragen über die Entstehung des Lebens vor, lies mal die dort präsentierten Aussagen der Wissenschaftler durch, überlege dir, was für ein Eindruck da entstehen soll und dann sieh dir die Seite mal an, wo die Aussagen im Kontext dargestellt werden (englisch):

http://www.tj-encyclopedie.org/Discussion:L'Origine_de_la_Vie

oder google mal nach "rama singh jehovah's witnesses"... Auch zum Thema Bluttransfusionen läuft es ähnlich ab... Da werden Dokumentationen, die auf durchaus vorhandene Risiken bei Transfusionen aufmerksam machen, genutzt die eigene Position als bestätigt zu verkaufen... Dass man in den Dokus bzw. Studien nur auf eine Reduktion von potentiell unnötigen BTs aufmerksam macht und nicht auf einen totalen Verzicht wie es die WTG fordert, auch das wird nicht erwähnt... ebenso wenig dass die Einstellung bzgl. BTs sich in den letzten Jahrzehnten alle Nase lang völlig willkürlich geändert hat...

Sprich doch mal einen Zeugen auf "Beth sarim" und falsche Prophetie an...

http://www.jwfacts.com/watchtower/bethsarim.php

Oder such einfach mal "theokratischer Kriegsführung", dann bekommst du ein Bild davon wie viel Wahrheit du bekommen wirst und wie viel "passend zurecht gesuchte Informationen" es sind... Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Analyse von Dr. Bergmann:

http://datei.sektenausstieg.net/literatur/ThKrieg.pdf

oder 

http://www.silentlambs.org/theobergman_de.htm

Interessant ist auch die Frage, wie die "liebenden" Brüder und Schwestern dich sehen, wenn du dich, egal aus welchem Grund, dazu entscheiden solltest aus der Glaubensgemeinschaft auszutreten... "Liebe" bedeutet da etwas anderes... nämlich "Mitgliedschaft".

Man könnte jetzt noch ewig so weiter machen, auch bezüglich der nie eingetroffenen mehrfach aber verkündeten "Harmagedons", die Einstellung dazu, dass man die leitende Körperschaft (LK) möglichst nie (vor allem nicht öffentlich) kritisieren darf, ebenso wenig wie die vorgegebene Lehre... und was Moral angeht... naja um es mit den Worten von Anthony Morris (LK) auszudrücken:

“At Armageddon, the Christ Jesus will stand up, and along with him the 144,000. Can you imagine, one angel destroyed 185,000, what’s 144,000 immortal creatures with Jesus going to do? And only the loyal ones are in the Book."

Das Video dazu: 

https://drive.google.com/file/d/0B2EVQETaeNnoSzJ3ZG5zUVBtclk/view 

Also Vorsicht... 


P.S.: Ich war selbst nie ein ZJ, kenne aber einige ehemalige, die von sich aus ausgestiegen sind

Summa Sumarum eine Religion wie jede andere. Besonders nur durch besondere Sturheit.

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Wer das liest müsste theoretisch diese Glaubensgemeinschaft umgehend verlassen.

Zum Missbrauchsskandal bei den Zeugen Jeovas (Silent Lamps) : Die katholische Kirche hat sich ebenfalls schwergetan dies letzten Endes , auf Druck , zuzugeben und dann Zahlungen zu leisten

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Danke für den Stern!

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Hallo AntiControlle,

wenn Du eine solche Frage in einem Forum stellst wie diesem, musst Du damit rechnen, die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten über Zeugen Jehovas zu hören. Leider werden in der Öffentlichkeit oftmals Dinge berichtet, die ganz und gar nicht den Tatsachen entsprechen und die Zeugen zu Unrecht in ein sehr schlechtes Licht rücken.

Bedenke bitte, dass es ein Merkmal echter Christen ist, von der übrigen Welt nicht besonders geliebt und geachtet zu werden. Schließlich sagte Jesus Christus selbst zu seinen Jüngern: "Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte.  Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt" (Johannes 15:18,19).

Da auch Jehovas Zeugen in der heutigen Zeit sich in Vielem von der Mehrheit unterscheiden, oder um die Worte Jesu zu gebrauchen, ebenfalls "kein Teil der Welt" sind, werden auch sie von vielen gehasst und nachteilig über sie geredet. Auch Jesus Christus selbst ging es nicht anders. Obwohl er der Sohn Gottes war und keine Fehler beging, redeten viele seiner Zeitgenossen äußerst lästerlich über ihn. Das geht aus Jesu eigenen Worten hervor: "Es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern" (Matthäus 11:19). Was hättest Du gedacht, wenn Du damals gelebt hättest? Wäre Dir die Meinung anderer wichtiger gewesen, als Jesus selbst einmal kennenzulernen?

Willst Du Dir ein genaues Bild über Jehovas Zeugen machen, dann ist es das Beste, Du besorgst Dir zum einen Informationen aus erster Hand (dazu dienlich ist ihre offizielle Website jw.org) und zum anderen lerne sie persönlich kennen (z.B. indem Du Dich mit ihnen unterhältst und/oder ihre Zusammenkünfte besuchst). Wie ein Bibelstudium abläuft, erfährst Du, wenn Du das kleine Video "Das erwartet sie bei einem Bibelkurs" einmal auf ihrer Website ansiehst. Du wirst sehen, dass Dich ein solcher Bibelkurs weder etwas kostet, noch Dich zu irgend etwas verpflichtet.

Da ich bereits seit 35 Jahren ein Zeuge Jehovas bin und sich mir die Haare sträuben, wenn ich hier lese, was einige in ihren Antworten und Kommentaren schreiben, möchte ich Dir einmal schildern, wie es bei mir angefangen hat und wie ich heute dazu stehe, ein Zeuge Jehovas zu sein.

Ich bin von Hause aus katholisch gewesen, ungefähr bis zu meinem 22. Lebensjahr. Von Kind an bin ich immer regelmäßig in sämtliche Gottesdienste gegangen und hatte keine Zweifel an meiner Kirche. Dennoch war ich ein Suchender. Ich las mehrere religiöse Bücher und kaufte mir auch eine katholische Bibel, in der ich dann ab und zu las. Ich studierte in in einer größeren Stadt, war an den Wochenenden allerdings immer zu Hause.

Eines Tages besuchten zwei Zeugen Jehovas meine Eltern und sie nahmen sich die Zeit für ein längeres Gespräch. Kurze Zeit später fing meine Mutter an, mit einer Zeugin Jehovas die Bibel zu studieren und erzählte der übrigen Familie immer von dem, was sie gelernt hatte. Das machte mich neugierig und ich besorgte mir einige Bücher der Zeugen, die ich dann las und mit der Bibel verglich. Je mehr ich las, desto überzeugter war ich, die Wahrheit gefunden zu haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur sehr sporadischen Kontakt zu den Zeugen Jehovas und führte auch keine Gespräche mit ihnen. Da ich aber mehr wissen wollte, machte auch ich einen Bibelkurs mit einem Zeugen und fing auch an, ihre Zusammenkünfte zu besuchen.

Von Anfang an war mir aufgefallen, dass alles, was die Zeugen sagten, mit der Bibel belegt wurde. Ich verglich auch die Lehren der Katholischen Kirche mit den Lehren der Bibel und stellte fest, dass meine Kirche vieles anders lehrte, als in der Bibel geschrieben steht. Mir wurde außerdem bewusst, dass auch die Handlungsweise der Kirche nicht mit den Lehren und dem Beispiel Jesu Christi übereinstimmte. Da für mich  die Bibel schon immer die maßgebliche Autorität in Sachen Glauben darstellte, war ich bereit, von meinen bisherigen Glaubensüberzeugungen abzurücken. Ich verstand, dass es nicht darum geht, menschlichen Lehren nachzufolgen, sondern einzig und allein der Lehre Gottes zu folgen.

Mir wurde auch klar, dass Gott unmöglich mit Kirchen und Glaubensgemeinschaften handeln kann, die ihn falsch darstellen und die sich nicht konsequent an die biblischen Lehren halten. Dazu ein Beispiel: Als Katholik war ich zur Bundeswehr gegangen, ohne dass mir meine Kirche sagte, dass sich dies mit dem Christentum eigentlich nicht vereinbaren lässt. Heißt es doch in Jesaja 2:4: "Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen". Doch was taten einige Kirchen beispielsweise im letzten Weltkrieg? Sie segneten die Waffen und riefen zum Kämpfen geradezu auf! Das machte mir vollends klar, dass solche Kirchen niemals Gottes Billigung haben konnten und der Verbleib in meiner Kirche nicht mit Gottes Willen in Übereinstimmung sein konnte. Daher gab ich meinen Kirchenaustritt schriftlich bekannt und studierte weiter die Bibel.

Parallel dazu befasste ich mich jedoch auch mit anderen Glaubensgemeinschaften, von denen ich zunächst dachte, sie würden sich ebenfalls an die Bibel halten. Im Laufe der Zeit und durch genaueres Informieren wurde mir jedoch klar, das dies nicht der Fall ist. Bei den Zeugen Jehovas fiel mir auf, dass sämtliche Lehren und Handlungsweisen mit der Bibel übereinstimmten und unter ihnen die Liebe ausgelebt wurde, von der Jesus Christus als einem Erkennungszeichen seiner Nachfolger sprach (siehe Johannes 13:35). So ließ ich mich im Jahr 1981 als Zeuge Jehovas taufen. Seit den über 30 Jahren, die inzwischen vergangen sind, habe ich etliche Male die Bibel komplett durchgelesen und meine einstige Überzeugung, die Wahrheit gefunden zu haben ist nicht schwächer, sondern viel stärker geworden. Würden sich die Zeugen nicht in ihren Lehren und ihrer gesamten Lebensweise eng an die Bibel halten, hätte ich mich schon längst von ihnen abgewendet.

Ich denke, jeder hat die Möglichkeit, die Bibel kennenzulernen und muss dann für sich eine Entscheidung treffen. Ist er bereit, liebgewonnene Glaubensansichten und Traditionen zugunsten der biblischen Lehren aufzugeben oder hält er weiterhin daran fest? Die Bibel sagt: "So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen" (Römer 14:12). Ja, jeder Mensch steht in seiner Verantwortung vor Gott und muss sich für sein Tun oder sein Unterlassen verantworten. Um jedoch gute und richtige Entscheidungen treffen zu können, braucht man Erkenntnis aus der Bibel. Jesus sagte einmal darüber etwas sehr Wichtiges: "Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus" (Johannes 17:3)

Eine solche Erkenntnis in sich aufzunehmen und gemäß dieser Erkenntnis zu handeln, verhilft einem zu klarer religiöser Orientierung. Wenn die Zeugen Jehovas mit der Bibel unterwegs sind, dann versuchen sie die Wahrheiten aus der Bibel zu verbreiten und helfen durch kostenlose Bibelkurse denjenigen, die sich näher damit befassen wollen. Doch die Entscheidung, wer oder was jemand sein möchte, muss jeder für sich selbst treffen. Wir üben weder Druck aus noch wenden wir irgendwelche psychologische Raffinessen an, um Menschen dazu zu bringen, unseren Glauben anzunehmen. Maßgeblich ist allein die biblische Vorgehensweise, denn nur sie kann die Zustimmung Gottes haben.

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, Dir ein objektives Bild von Jehovas Zeugen zu machen. Vor allem aber hoffe ich, dass Du Dich dazu entschließen kannst, die Bibel näher kennenzulernen. Du wirst sehen, dass es kein besseres und lohnenderes Projekt gibt als dies zu tun! Viel Freude und gutes Gelingen dabei!

LG Philipp

Ich finde gut das du dir die Zeit genommen hast, einen so umfassenden Bericht zu schreiben.

Du schreibst aber es wird streng nach der Bibel gelebt. Das stimmt so aber nicht. Es wird streng nach dem neuen Testament gelebt. Das alte wird zum Rate herangezogen, gleichzeitig aber für ungültig erklärt, wenn man Dinge wie Blutrache oder überhaupt etwas von der Gewaltätigkeit im alten Testament erwähnt. Dadurch entsteht eine ziemlich zweifelhafte Kontinuität. 

Kein Blut per Transfusion anzunehmen, ist medizinisch sicher oft eine gute Sache, dennoch gibt es sicher oft genug Situationen wo eine Bluttransfusion die einzige Chance aufs Überleben darstellt. Keine Frage haben die Zeugen Jehovas die Forschung auf dem Gebiet der Blutfreien Behandlung vorangetrieben, jedoch ist ihre biblische Begründung kein Blut anzunehmen, ziemlich falsch. Alle Bibeltexte, die dabei gerne zitiert werden, beziehen sich auf den VERZEHR von Fleisch, was auch ein guter Rat ist, denn das menschliche Verdauungssystem ist nicht für Blut gemacht, weshalb Blut essen, eine gefährliche Sache werden kann. Aber von lebensrettenden Transfusionen, steht da nichts. Wie sollte es auch? Wenn zu dieser Zeit jemand 2 Liter Blut bei einem Unfall verloren hat, dann ist der einfach gestorben, es gab keine moderne Medizin.

Faktisch steht in der Bibel, das man kein Blut ESSEN soll, Zeugen Jehovas interpretieren Sätze wie "kein Blut zu dir nehmen" aber nicht im Angesicht der Zeit in der sie aufgeschrieben wurden, sondern aus Sicht der heutigen Zeit. Diese heruminterpretierei ist das verhängnisvollste überhaupt. Wieso sollte Gott es nötig haben, das sein Wort interpretiert wird, es ist doch das vollkommene Wort Gottes? Alles was dort drin steht ist so klar formuliert, das es keinen Zweifeln geben kann... Wie erklärst du dir das?

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@philip 

Schöne Worte von Dir. Du hast jedoch vergessen darauf hinzuweisen das die Führung der Zeugen Jehovas in den USA bereits fünf (!) mal Armagedon vorausgesagt hat. 

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@EXInkassoMA

Mittlerweile wurde das voraussagen aufgegeben, es ist jetzt nur noch "bald". Warum Gottes einzig auserwähltes Volk plötzlich in der Neuzeit als Zeugen Jehovas auftauchen und in der Geschichte der Schöpfung gerade mal bisher so 1% oder so existieren, wird auch nicht gern erklärt.

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@EXInkassoMA

@EXInkassoMA

Es wird immer wieder darauf hingewiesen, wir seien aus diesem Grund falsche Propheten. Kann man Jehovas Zeugen jedoch wirklich mit Recht so bezeichnen? Dazu wäre es wichtig, ihr Wirken und Handeln mit dem zu vergleichen, was sie Bibel über "falsche Propheten" sagt.

Zuvor möchte ich darauf hinweisen, dass auch die ersten Christen gewisse falsche Erwartungen hegten. Bei einer Begebenheit heißt es über sie: "Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?" (Apostelgeschichte 1:6). Machte sie ihre falsche Erwartung im Hinblick auf die Wiederkunft Jesus Christi deswegen zu falschen Propheten? Ganz sicher nicht!

Wenn nun Jehovas Zeugen mit gewissen Jahreszahlen (z.B. 1918 oder 1975) die Erfüllung bestimmter Prophezeiungen der Bibel verbanden, und ihre Erwartungen sich nicht erfüllt haben, kann man sie dennoch nicht in die Ecke "falscher Propheten" stellen. Sie haben sich nämlich zu keinem Zeitpunkt als von Gott inspirierte Propheten betrachtet und haben auch niemals behauptet, dass ihre Vorhersagen direkte Offenbarungen Gottes seien oder in seinem Namen geäußert wurden. Das lassen Aussagen aus verschiedenen Ausgaben der Zeitschrift Der Wachtturm erkennen:

"Wir haben nicht die Gabe der Prophetie (The Watch Tower, Januar 1883, Seite 425). „Noch würden wir unsere Schriften als unfehlbar zitiert oder betrachtet haben“ (The Watch Tower, 15.  Dezember 1896, Seite 306). Die Tatsache, daß einige Jehovas Geist haben, „bedeutet nicht,
daß solche, die jetzt als Jehovas Zeugen dienen, inspiriert sind. Es bedeutet auch nicht, daß die Artikel in dieser Zeitschrift, betitelt Der Wachtturm, inspiriert und unfehlbar und fehlerlos sind“ (15.  August 1947, Seite 253). „Der Wachtturm behauptet indes nicht, in seinen Äusserungen inspiriert zu sein, noch ist er dogmatisch“ (15.  Oktober 1950, Seite 317). „Die Brüder, die diese Publikationen schreiben, [sind] nicht unfehlbar .  .  . Ihre Schriften sind nicht inspiriert wie diejenigen des Paulus und der anderen Bibelschreiber (2.  Tim. 3:16). Wenn das Verständnis klarer wurde, war es deshalb hin und wieder notwendig, einige Ansichten zu korrigieren (Spr. 4:18)“ (15.  Mai 1981, Seite 19)


Wer sich diese Fehlbarkeit eingesteht, der schwingt sich auch nicht in die Stellung eines Propheten Gottes auf. Jehovas Zeugen waren sich zu jeder Zeit bewusst, dass ihre Erwartungen auch falsch sein konnten und stellten sie infolgedessen auch nicht so dar, als ob diese auf jeden Fall in Erfüllung gehen müssten. Außerdem entsprechen Jehovas Zeugen, wie nachfolgende Ausführungen zeigen, in keiner Weise den Merkmalen, die die Bibel falschen Propheten zuweist.

Zum Beispiel sagte Jesus Christus einmal im Hinblick auf solche, die sich in ihrem Prophezeien fälschlicherweise auf ihn beziehen: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit .  .  .?‘ Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit" (Matthäus 7:21-23). Ein falscher Prophet ist u.a. an "Werken der Gesetzlosigkeit" zu erkennen, daran, dass er nicht bereit ist, den "Willen Gottes zu tun". Jeder, der Jehovas Zeugen kennt weiß, dass sie sich eng an die Bibel halten. Gerade ihre kompromisslose Haltung im Hinblick auf ihren Glauben wird ihnen ja oft vorgeworfen.

So sagt z.B. die New Catholic Encyclopedia, dass Zeugen Jehovas „zu den anständigsten Menschen der Welt“ gehören. Und in der italienischen Tageszeitung Il Tempo war zu lesen: „Personen, unter deren Arbeitskollegen Zeugen Jehovas sind, bezeichnen sie als ehrliche Arbeiter, die von ihrem Glauben so überzeugt sind, als seien sie davon besessen; dennoch verlangt einem ihre moralische Integrität Respekt ab." Ein Reporter, der Beobachter auf einem ihrer zahlreichen Kongress war, berichtete: "Niemand stand unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol. Keiner brüllte und schrie. Es gab weder Gedränge noch Geschiebe. Keiner schimpfte oder fluchte. Schmutzige Witze oder unanständige Redensarten waren nicht zu hören. Die Luft war nicht voller Zigarettenrauch. Man wurde nicht bestohlen. Keiner warf Getränkedosen auf den Rasen. Es war wirklich ungewöhnlich."

Fortsetzung...

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@Philipp59

Fortsetzung...

An einer anderen Stelle in der Bergpredigt warnte Jesus noch einmal vor falschen Propheten, als er sagte: "Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. .  .  . jeder gute Baum [bringt] vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor .  .  . Ihr werdet also diese Menschen wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:15-20). Falsche Propheten werden also auch daran erkannt, dass sie sich zwar den Anschein von Frömmigkeit geben, doch ihre "wertlosen Früchte" sie Lügen strafen. Jehovas Zeugen bringen jedoch nicht solche "wertlosen Früchte" hervor, da sie im täglichen Leben darum bemüht sind, die Echtheit ihres Glaubens zu beweisen. Gelingt ihnen das? Sicher nicht immer hundertprozentig, da sie fehlerhaft und unvollkommen sind, wie jeder andere auch. Dennoch bemühen sie sich darum, "vortreffliche Früchte" hervorzubringen, um dem "guten Baum" aus Jesu Veranschaulichung zu entsprechen. Was sagen Außenstehende über das Verhalten der Zeugen? Hier sind nur einige wenige Stimmen von vielen:

"Der Direktor eines Fußballstadions in Norwich (England) sagte über einen Kongreß von Jehovas Zeugen: „Die friedliche Atmosphäre, die in den vier Tagen herrschte, .  .  . ist ansteckend. Man verspürt eine innere Ruhe, die in völligem Gegensatz zu dem steht, was man sonst an vier Tagen in der strapaziösen Geschäftswelt und im täglichen Leben mitmacht. Die Zeugen haben etwas an sich, was tatsächlich anders und schwer zu erklären ist.“

Ein in der Bauindustrie tätiger Berater, der das Londoner Zweigbüro von Jehovas Zeugen besuchte, erklärte: „Mich hat sowohl das sehr beeindruckt, was ich sah, als auch das, was ich hörte, und es war einfach unglaublich, welch ruhige und absolut friedliche Atmosphäre nicht nur in den Gebäuden herrschte, sondern auch unter .  .  . [den Männern und Frauen dort]. Ich denke, der Rest der geplagten Welt könnte eine Menge von ihrer Art zu leben und glücklich zu sein lernen.“

Ein für die kanadische Zeitung Journal de Montréal tätiger Kolumnist schrieb: „Ich bin kein Zeuge. Doch kann ich bezeugen, daß die Zeugen tüchtig sind und sich korrekt verhalten. .  .  . Gäbe es nur sie auf der Welt, müßten wir abends weder unsere Türen verriegeln noch die Diebstahlsicherungen einschalten.“" (Quelle: Erwachet, 08.10.1997, Seite 10).


Zeugen Jehovas zeigen also allein schon durch ihr Verhalten, dass sie in keiner Weise den in der Bibel mit scharfen Worten verurteilten "falschen Propheten" entsprechen. Doch auch dadurch, dass sie andere immer wieder auf das in der Bibel angekündigte "Ende" hinweisen, erfüllen sie ein Merkmal, das wahre Nachfolger Jesu Christi auszeichnet: die Wachsamkeit. Jesus forderte seine Jünger immer wieder auf: "Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht beständig". Und an anderer Stelle ist zu lesen: "So lasst uns denn nicht weiterschlafen wie die übrigen, sondern lasst uns wach und besonnen bleiben" (1. Thessalonicher 5:6).

Selbst wenn Jehovas Zeugen hin und wieder "falschen Alarm" gegeben haben, so bleibt dennoch festzuhalten, dass sie im Hinblick auf das kommende "Ende" wach geblieben sind und andere vor dem bevorstehenden Eingreifen Gottes gewarnt haben. Nach wie vor sprechen sie davon, dass wir in der in der Bibel beschriebenen "Zeit des Endes" leben, und sie helfen anderen selbstlos, der dringenden Aufforderung der Bibel nachzukommen: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8).


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@Philipp59

Niemand stand unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol. Keiner brüllte und schrie. Es gab weder Gedränge noch Geschiebe. Keiner schimpfte oder fluchte. Schmutzige Witze oder unanständige Redensarten waren nicht zu hören. Die Luft war nicht voller Zigarettenrauch. Man wurde nicht bestohlen. Keiner warf Getränkedosen auf den Rasen

Bei den Amish People ist es genauso.

Selbst auf einem Helene Fischer Konzert passiert nichts dergleichen ;)

Ich könnte endlos Beispiele liefern

Wenn nun Jehovas Zeugen mit gewissen Jahreszahlen (z.B. 1918 oder 1975) die Erfüllung bestimmter Prophezeiungen der Bibel verbanden, und ihre Erwartungen sich nicht erfüllt haben, kann man sie dennoch nicht in die Ecke "falscher Propheten" stellen. Sie haben sich nämlich zu keinem Zeitpunkt als von Gott inspirierte Propheten betrachtet und haben auch niemals behauptet, dass ihre Vorhersagen direkte Offenbarungen Gottes seien oder in seinem Namen geäußert wurden.



Das Bezeichnung Propheten wird nicht verwendet allerdings sieht sich die US Führung der ZJ als einzigen legitimen Mitteilungskanal Gottes auf Erden.

Die Armagedon Voraussagen kamen stets von der ZJ Führung

Kann man jemanden der diesen Anspruch erhebt angesichts der vielen falschen Voraussagen glauben ?

Ich könnte es nicht

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Alter Schwede! Lässt du diesen Sermon vor jeder Haustür ab? :)

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Hallo Philipp,

Du schreibst:

Bedenke bitte, dass es ein Merkmal echter Christen ist, von der übrigen Welt nicht besonders geliebt und geachtet zu werden. Schließlich sagte Jesus Christus selbst zu seinen Jüngern: "Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte.  Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt

Das das wirklich den Tatsachen, zeigt folgendes Zitat, dieser Webseite, die sich sehr ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt:

https://www.opendoors.de/verfolgung/christenverfolgung_heute/

Leiden, um des Glaubens Willen

Zurzeit werden weltweit deutlich über 100 Millionen Christen in über 50 Ländern aufgrund ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt. 

Damit sind Zeugen Jehovas ein lediglich ein kleiner Teil aller echten Christen die wegen ihres Glaubens verfolgt werden....

Ich habe hier mal den Begriff 'echte Christen' hervorgehoben. Welcher 'Scheinchrist' würde sich wohl auch wegen seines Glaubens verfolgen lassen?

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@lindakeim

... dürfen sie. 

Allerdings muss man die berechtigte Frage stellen, ob sie es auch akzeptieren. 

Zeugen Jehovas und auch andere fundamentalistische Gemeinschaften leiden oft unter kognitiver Dissonanz.

Diese versucht man so schnell wie möglich aufzulösen. Auf das obere Beispiel bezogen würde das bedeuten, man akzeptiert zwar, dass andere Christen auch verfolgt werden. Das kann man ja nicht leugnen. Die Akzeptanz hat allerdings Grenzen. 

Ein Zeuge Jehovas möchte nicht mit anderen Glaubensgemeinschaften verglichen werden. Wenn er dennoch damit konfrontiert wird, kommt die sogenannte kognitive Dissonanz ins Spiel. Diese wird aufgelöst, indem man versucht, Gegenargumente zu finden um aus der dissonanten Wahrnehmung - die ja schmerzhaft ist - wieder eine harmonische Kognition werden zu lassen. 

Das geschieht beispielsweise dadurch, dass man sich einredet, die anderen Christen (also nicht die 'Echten') werden nur deshalb verfolgt, weil sie sich etwas zu schulden haben kommen lassen, oder weil sie sich politisch aktiv verhalten ... usw ... usw ....

Da sind der Fantasie bei den Gegenargumenten keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es kommen keine Dissonanzen auf ....

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@telemann2000

Ähnlich argumentierte hier bei GF ein ZJ bezüglich der ermordeten Zeugen jehovas in den Konzentrationslager 

Die Toten anderer Glaubensgemeinschaften werden mehr oder weniger herabgesetzt. 

Du bist rethorisch recht stark

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@telemann2000

Hallo telemann,

weltweit zählen sich über 2,2 Milliarden Menschen zum Christentum. Daran gemessen sind 100 Millionen wiederum nur eine Minderheit.

Es geht jedoch bei dem, was Jesus in dem von mir angeführten Zitat sagte, nicht nur um die direkte Verfolgung, von der auch nur eine Minderheit der Zeugen Jehovas betroffen sind. Jesus sprach von dem Hass der Welt gegenüber seinen Nachfolgern. Und dieser Hass schlägt uns überall entgegen, auch in den Ländern, in denen jeder ungehindert seine Religion ausüben darf. Damit übereinstimmend sagte Jesus seinen Jüngern folgendes voraus: "Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein" (Matthäus 10:22). In keinem Teil der Erde erleben wir das, wovor Jesus einmal warnte: "Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden" (Lukas 6:26).

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@Philipp59

Da muss ich Einspruch erheben, Philipp. 

Schau dir nur mal die Kommentare von gläubigen, aufrichtigen Christen an. 

Dann achte anschließend mal auf die 'Beleidigungen' der anderen Teilnehmer. 

Das mag nur ein Beispiel von vielen sein. Wenn sich jemand aufrichtig bemüht, ein Christ zu sein, wird das heute nicht geschätzt. 

Es gibt allerdings einen Unterschied. Im allgemeinen wird das, was du als 'Verfolgung' und 'Hass'  bezeichnet nicht von Christen als eine Möglichkeit betrachtet, für ihre Religion Werbung zu machen.... 

Zeugen Jehovas sollten lernen, die Tatsache zu akzeptieren, dass es außerhalb der Religionsgemeinschaft Millionen anderer 'wahrer Christen' gibt. 

Ist das so schwer, Philipp? 

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@Philipp59

In keinem Teil der Erde erleben wir das, wovor Jesus einmal warnte: "Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden" (Lukas 6:26).

Aber bitte ! Es gibt wohl keine einzige Glaubensgemeinschaft über die nur gut geredet wird. Selbst die Amish People werden kritisiert ;)

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@Philipp59

Wenn von 2.200 Millionen Christen rund 100 Millionen verfolgt werden sind das 5% der Mitglieder. Das nennst du wenig?

Es gibt 8 Millionen ZJ, 5% davon wären 400.000 ZJ . Es wäre mir neu, dass so viele ZJ verfolgt werden. Und warum werden sie verfolgt? Christen werden verfolgt weil sie Jesus nachfolgen. ZJ weil sie die Regeln der WTG befolgen.

Als in Malawi ZJ verfolgt wurden war es nicht weil sie Jesus nachgefolgt sind sondern weil ihnen gesagt wurde, es sei eine Sünde eine Mitgliedskarte der Einheitspartei zu kaufen.

Im gleichen Zeitraum war es ZJ in Mexiko erlaubt, sich einen Wehrpass zu kaufen um sich so vor dem Wehrdienst zu drücken. Obwohl man bei Verweigerung von Wehrdienst lediglich 6 Monate Gefängnis zu erwarten hatte in Malawi aber viel schlimmeres

Was zeigt uns das? ZJ werden nicht verfolgt weil sie Christen sind sondern weil sie unisnnige Dinge tun

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Hallo  AntiControlle,

ein  Bibelstudium  läuft  so  ab:  Anhand  eines  Buches  (Was  lehrt die Bibel wirklich?)  oder  einer  Broschüre  deiner  Wahl  wird  Schritt  für  Schritt  die  Bibel  erklärt,  und  zwar  nach  Themen  wie  z.B.  Wo sind  die Toten?

Zweckmäßig  ist  es,  wenn  man  vom  Anfang bis Ende  dieses  Buch  studiert,  das  heißt  die  Fragen  bespricht,  zuvor  hat  man  die  Absätze gelesen.  Auf  deinen  Wunsch  aber  kann  man  selbstverständlich  auch  nur die  Bibel  verwenden.  Auch  kann  deine  "eigene"  Bibel  verwendet werden. 

Im  Laufe dieses  Bibelstudiums  (ich  verwende  lieber  den  Ausdruck  "Besprechung")  wirst  du  merken,  wie  sehr  du  dich  nach  Gott  sehnst  und  ihn  immer  mehr  ins  Herz  schließt.  So  war  es  nicht  nur  bei  mir,  so  geht  es  jedem.  Du  wirst  dann  den  Wunsch  haben,  dich  auch  so  mit  den  Zeugen  Jehovas  zu  verbinden,  dass  du  die  Versammlungen  besuchst,  die  zweimal  wöchentlich  stattfinden.

Auch  wirst  du  (unter  Garantie!)  wollen,  dass  du  den  Predigtdienst aufnimmst.  Ich  habe  das  deswegen  unter  Klammern  gesetzt,  weil  es  ja Menschen  gibt,  die  sagen:  Nein, nein,  das  auf  keinen  Fall.  

Doch  durch  das  Studium  wirst  du  feststellen,  dass  du  es  wirklich  willst.  Also,  ich  bin  ganz  sicher  nicht  der  Typ,  der  von  Haus  zu  Haus  gehen  würde,  aber  sicher  nicht!  Was  passierte dann?  Richtig:  Ich  ging  von  Haus  zu  Haus.

Später  wirst  du  auch  wollen,  dass  du  dein  Leben  Jehova geben  willst, indem  du  dich  taufen  lässt,  um  so  auf  seinem  Wege   zu  gehen.

Somit  wünsche  ich  dir  für  dein  Studium  ein  offenes  Herz  und  alles  Gute,

Alfred

Ich habe noch nie erlebt, dass ein ZJ ein Bibelstudium NUR mit der Bibel durchgeführt hat und dass passiert auch nicht. So ein Verkaufsgespräch klappt nämlich nicht. Nur wenn man systematisch vorgeht kann man Menschen dazu bringen den Unsinn der ZJ zu glauben. In 130 Jahren hat die WTG gelernt, wie man Bücher schreibt mit denen man nach und nach dem Leser alles scheinbar plausibel unterjubeln kann.

Das geht dann in der Art, dass man ständig in Klammern Dinge einfügt, wie zum Beispiel. Jesus (der Erzengel Michael)..... oder als Jesus unsichtbar wiedergekommen ist (1914) usw......

Solche Manipulationen sind im Gespräch schwierig, beim Lesen nimmt man sie dagegen oft unbewusst auf und irgendwann glaubt man das dann einfach....

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