Interessehalber eine sehr Interessante Frage :) eine schnelle Antwort wäre spitze!

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

So, wie Du das beschreibst sehe ich keinerlei Dringlichkeit in diesem Fall.... der Arzt geht mit keiner Silbe darauf ein, warum das Kind denn in seinem Kindeswohl gefährdet sein sollte: Die Grundvoraussetzung um überhaupt ein gefährdendes Verhalten der Eltern feststellen zu können.

Ärzte sind verpflichtet, alle Informationen zum Gesundheitszustand des Kindes offen zu legen (nicht nur hier, übrigens)

Sprich: Der Arzt muss sehr deutlich begründen, warum er diese Massnahmen für sinnvoll hält. Und es muss sich schon um eine sehr einschneidende Diagnose handeln.... eine reine Vorsorge zu... sagen wir mal "Grippeprophylaxe"..... das reicht auf keinen Fall

Selbst dann gilt aber immer noch die "freie Arztwahl": Die Eltern haben das Recht, diesen Arzt abzulehnen, ja dieses Krankenhaus.... und diese spezielle Form der Behandlung. Man darf jederzeit eine 2. Meinung einholen

Das Problem mit Deinem Gedankenspiel ist: Jede Menge Information wird hier zurückgehalten.... oder nicht ausgesprochen.

Da solche Gedankenspiele oftmals einen doch recht konkreten Hintergrund haben (Der Freund eines Freundes hat einen Nachbarn und dessen Schwager ist folgendes passiert...) hüte Dich vor vorschnellen Parteinahmen oder Bewertungen.... hier fehlt einfach über die Hälfte der Informationen...

Sincerely Norbert

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja, es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen einem MRT und einem EKG, besonders finanziell. Das EKG macht der Hausarzt selbst in seiner Praxis. Für ein MRT gibt es ellenlange Wartezeiten, es sei denn du bist Privatpatient.

Der Hausarzt hat Sabrina nicht umsonst weiter verwiesen, er ist mit seinem Latein am Ende und sucht Rat bei einem Spezialisten. Wieso der im Krankenhaus sitzt, erschließt sich mir nicht. Für alle Krankheiten gibt es Fachärzte mit eigener Praxis. Wieso überweist der Hausarzt in ein Krankenhaus?

Die Eltern haben freie Arztwahl. Das weiß auch der Arzt im Krankenhaus. Er muß schon sehr um das Wohl des Mädels besorgt sein, wenn er den letzten Ausweg in einer Drohung sieht. Ich denke jetzt an Eltern die ihren Mädchen aus religiösen Gründen z.B. den Schwimmunterricht verbieten. Wieso nicht die regelmäßigen Untersuchungen des Arztes? Muß nicht so gewesen sein, ich kenne ja den Artikel nicht, den du im Internet gelesen hast. Man muß auch nicht alles glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine eindeutige Antwort gibt es leider nicht. Der Arzt muss entscheiden, welches (Rechts)Gut stärker betroffen ist - die Schweigepflicht oder die Gesundheit bzw. ggf. das Leben von Sabrina. Es hängt also entscheident von der vermuteten Erkrankung und der daraus resultierenden Gefährdung von Sabrina ab, zu welchen Handlungen der Arzt berechtigt ist. Die "Drohung" wird er sicher als vor Augen führen möglicher Konsequenzen abwehren können - die Schweigepflichtverletzung - siehe oben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nehmen wir mal an, es sind nähere Angaben über die "Krankheit" bzw. die "Beschwerden" bekannt und wir wissen, welche Untersuchungen schon gemacht wurden, dann kann man vielleicht eher Antworten.

In der Regel wird ein Arzt schon begründen können warum er eine regelmäßige Kontrolle wünscht, vor allem wenn diese im Krankenhaus stattfinden soll, sollte man nach dem Grund fragen "dürfen".

Wenn wichtige Gründe dafür vorliegen, dann ist es verständlich, dass ein Arzt ein wenig ungehalten reagiert, wenn es um das Wohl eines Kindes und damit der Entscheidung der Erziehungsberechtigten unterliegenden, geht. Das Mädchen kann ja mit 10 Jahren nicht bestimmen, wo es sich in Behandlung begibt und wann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

meiner meinung nach hat der arzt vollkommen recht. mich wundert eher das verhalten der eltern. wenn die erste untersuchung ohne ergebnis war, folgt eben die nächste.

ein beispiel: mein älterester pflegesohn ist geistig behindert. vor ungefähr 10 jahren war ein EEG notwendig - ohne befund. vor vier jahren plötzlich begann er, mitten in der bewegung oder tätigkeit, die er gerade machte, zu erstarren - und zwar minutenlang. also begann der übliche weg - erst hausarzt, dann mit überweisung in die spezielle kinderklinik. normales EEG, Langzeit-EEG und schlaf-EEG, natürlich nicht auf einmal, sondern auf mehrere termine verteilt. dies bedeutete für mich jedesmal eine fahrt von über 100 km.

ich wäre gar nicht auf die idee gekommen zu sagen, nö nö kein EEG, hatten wir schon, war ohne befund.

wenn also bei sabrina mehrere untersuchungen nach meinung des arztes notwendig sind, wäre es für mich sonnenklar, diese auch zu machen und einzuhalten. was sind das für eltern, denen das zu stressig und überflüssig erscheint?

wenn eltern die gesundheit ihres kindes derartig am arxch vorbeigeht, sollte sehr wohl das jugendamt informiert werden. die eltern haben nicht nur die verantwortung für sabrina, sondern vor allem auch für deren gesundheit. sollte man die eltern durch das jugendamt zwingen müssen - auch gut. denn dann haben sie als eltern kläglich versagt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was Sabrina will, ist hier entscheidend.

Ich denke mal, der Arzt würde hier nur weit kommen, wenn er das Verhalten der Eltern als "unterlassene Hilfeleistung" anklagt, das würde aber wahrscheinlich nur funktionieren, wenn Sabrina wirklich Hilfe braucht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sternefan
01.12.2013, 20:44

Aha. Und wie wäre es, wenn Sabrina nicht in der Lage (geistig) ist um zu sagen ob sie dies möchte oder nicht?

0

Was möchtest Du wissen?