"Interdisziplinär", gut oder schlecht?

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3 Antworten

Geht's etwas konkreter, bitte? ;-)

Eine Spezialisierung, die auf wirklichen Kenntnissen beruht, kann durchaus von Vorteil sein. Mein persönliches Beispiel, ich war die einzige Archäologie-Studentin mit Schwerpunkt Runologie bei meiner damaligen Professorin. Dafür wurde ich sehr geschätzt, sie hätte mich gerne als Doktorandin gehabt, weil sie immer sagte, ich hätte einen ganz anderen Blick auf die Materie.

Das Leben trieb mich einen anderen Weg. Aber es hätte mir zum Vorteil gereicht. ;-)

Okay, ich frage mich allgemein, ob es z.B. vorteilhafter ist direkt Materialwissenschaften oder Wirtschaftinformatik zu studieren oder ob es sinnvoller ist, erst Chemie, und dann die Vertiefung in MaWi und erst reine Informatik und dann den Schwerpunkt auf Wirtschaft etc. zu legen. Das meine ich mit "interdisziplinär".

Und das eben auf die "Allgemeinheit" aller Studiengänge übertragen.

Der andere Punkt ist, ob es von der Vertiefung her Sinn macht z.B. direkt Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren oder erst "nur" Maschienenbau und dann die Vertiefung in LRT. (hier ist es ja keine "Interdisziplinarität")

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@Sulphur

Da fragste mich was...

Ich fürchte, das sind Dinge, die sich schlecht planen lassen. Auch bei mir hing viel vom Zufall ab, zur richtigen Zeit am rechten Ort zu sein und die passenden Leute (Professoren) zu treffen. Allgemeine Vorhersagen lassen sich da schlecht treffen.

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Echt schwierige Frage!

Versuch einer Lösung:

  • Bachelor grundlegend, d.h. z.B. Maschinenbau oder Chemie oder ..., aber ggf. auch LuR, da das schon etwas ziemlich solides ist.
  • Master dann gerne interdisziplinär, wenn:
  • Du wirklich in diese Richtung willst
  • es Stellen in diesem Bereich gibt

Dazu solltest Du am Besten zwischen Bachelor und Master ein paar Jahre in einen Job, um beide Aspekte klar beurteilen zu können. Rein aus der Schüler- oder Studentensicht, kann man das kaum beurteilen.

Viel Erfolg!

Ich weiß nicht, was Du unter 'etwas interdisziplinäres' verstehst. Es klingt sehr nach von Allem etwas und nichts richtig.

Aus meiner Sicht (Ingenieurwesen) ist interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachleuten verschiedener Fachrichtungen sehr wichtig. Aber dies auf Basis eienr soliden Fachkompetenz der einzelnen Teammitglieder jeweils in einem der beteiligten Sachgebiete - und Grundkenntnisse der angrenzenden Fachgebiete, so dass man die Kollegen versteht.

Etwas überspitzt: Dummschwätzer, die zu allem fähig sind aber zu nichts zu gebrauchen, gibt es genug.

Entschuldige meine Ausdrucksweise, aber das, was du sagst, ist überhaupt nicht wahr!

Viele "interdisziplinäre" Studiengänge (Bioinformatik, Biochemie, Wirtschaftsingineurswesen, etc. etc.) bereiten die Studierenden gezielt auf ein bestimmtes Berufsfeld vor.
Diese könnten durch eine Gruppe von Personen, welche nötig wären um die gleiche Zusammenstellung an Wissen zu erzielen, wohl nicht so gut ausgeführt werde, wie von Personen, die wirklich gezielt auf diese Arbeit hin ausgebildet wurden.

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