Intensivstation: wir haben Angst um das Leben unserer Mutter. Kann man sie in ein anderes Krankenhaus verlegen lassen?

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6 Antworten

Bei einer Velegung von einer Intensivstation auf eine andere muß immer der Nutzen abgewogen werden. Viele Angehörige (und nicht nur die, sondern auch die Patienten selbst) haben den Eindruck, man würde sich nicht genug kümmern. Auch kaltherzige Ärzte sind ein besonderes Kapitel. Ich kann da ganz gut mitreden, da ich sowohl beruflich als auch wegen meiner krankheitsbedingte "Baustellen" viel damit zu tun hatte und habe. Trotzdem bin ich davon überzeugt, daß die Ärzte alles tun, was menschenmöglich ist. Stell dir vor, Du erreichst, daß Deine Mutter verlegt wird, egal wie Du das anstellst, und Deiner Mutter passiert auf dem Weg etwas! Sie ist mit Sicherheit in einem Zustand, der nur die notwendigsten Wege, und dazu gehört nicht der Transport von einer ungeliebten Station, machbar sind. Natürlich kannst Du es versuchen, aber da eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, mußt Du erst einmal eine Station finden, die Deine Mutter gegen ärztlichen Rat aus einer gesicherten Umgebung aufnimmt. Da sprechen die Ärzte untereinander, wahrscheinlich würde die Krankenkasse den Transport gar nicht bezahlen, und Du hättest ganz schlechte Karten auf der neuen Station. Mtdenkende oder Anpsurch stellende Angehörige sind da gar nicht so gern gesehen.

Auf Intensivstationen sind grundsätzlich andere Besuchszeiten eingerichtet, allein schon deswegen, damit das Personal sich um die Patienten kümmern kann und nicht um herumstehende Angehörige. Früher waren die Besuchszeiten weitaus strenger, auch auf normalen Stationen, das ist einfach eine Sache der Organisation und auch Patientenschutz.

Was diese Ärztin anbelangt, so hat sie doch sicher einen Vorgesetzten. Natürlich wird der nicht davon begeistert sein, wenn Du dort aufschlägst und Dich beschwerst, aber ich habe schon mal eine Ärztin "entsorgt", weil sie so ähnlich reagiert hat, wie die, von der Du erzählst. Da lag mein Vater vor vielen Jahren im Krankenhaus, es ging ihm sehr schlecht, und auf Rückfragen meiner Mutter, was denn nun los sei, wurde ihr im Treppenhaus sehr freundlich mitgeteilt:"Na, daß Ihr Mann Leberkrebs im Endstadium hat, das werden Sie doch wohl wissen, oder?" Meine Mutter wußte von nichts. Die Ärztin wußte allerdings nicht, daß ich ihren Chef kannte, und das wars dann.

Im letzten Jahr lag ich in einem Krankenhaus mit einer sehr kranken, älteren Frau in einem 4-Bett-Zimmer. Da kam auch eine ganz junge Medizinerin und eröffnete der Patientin dann im Beisein von Besuchern und uns anderen, daß sie in Kürze an einem Gallengangskarzinom "krepieren" würde, das fand ich auch nicht so prickelnd. Du siehst aber, das zieht sich durch viele Krankenhäuser.

Letzten Endes ist wichtig, daß Deiner Mutter geholfen wird. Zögere nicht, Dich zu beschweren, aber rechne damit, daß es nichts bringt. Ich wünsche Deiner Mutti alles Gute.

Ich kann verstehen, dass ihr aufgeregt seit, sicherlich aber auch aufgebracht und sicherlich gegenüber den Ärzten und dem Pflegepersonal vielleicht auch nicht so korrekt im Ton.

Leider ist Deine Beschreibung ein rechter Kauderwelsch. Obwohl ich vom Fach bin weiß ich beim Besten Willen nicht was ein CIP sein soll und warum man angeblich beide Hände Eurer Mutter aufschnitt und wieder nähte...Sowas habe ich noch nie gehört. Warum eine Patientin ins künstliche Koma versetzt wird geht aus der Geschichte auch nicht hervor..irgendetwas stimmt da nicht so ganz, das sage ich Dir aus meiner Erfahrung heraus.

Dass Eure Mutter viel Älter aussieht wurde Euch sehr wahrscheinlich deshalb erklärt, damit ihr versteht, dass die Probleme die Eure Mutter gesundheitlich hat, sehr zehrend sind. Das hat nichts mit Beleidigung zu tun, das ist bei ganz vielen Erkrankungen so...z.B. bei Krebs etc. dass die Patienten allesamt ziemlich alt und verbraucht wirken, selbst sehr junge Patienten, weil die Krankheit zehrt.

Also sei mir nicht böse, aber ich zweifle einfach an, dass man eine Patientin ohne medizinischen Grund intubiert und auf die ITS verlegt...das kann nicht sein, ganz einfach...das mit dem Hände aufschneiden habe ich auch noch nie gehört.

Wenn ihr Eure Mutter verlegen lassen wollt, wird das ein Intensivtransport, den dürft ihr dann aus eigener Tasche zahlen, dafür zahlt keine Krankenkasse, denn solange Eure Mutter in dieser Klinik adäquat versorgt werden kann, wird man sie nicht auf Kosten der Kasse verlegen.

Ich würde lieber mal versuchen ein wenig Abstand zu bekommen, HÖFLICH auf der Station anfragen, ob Du mal mit dem zuständigen Oberarzt sprechen kannst, damit man Dir erklären kann, was genau mit Deiner Mutter ist, warum die benannten Dinge gemacht wurden, warum man sie intubiert und in ein künstliches Koma versetzt hast. Ich bin mir sicher, dass wenn das alles sehr höflich stattfindet, dass man sich auch mit Dir zusammensetzen wird.

Ich wünsche viel Glück und gute Besserung für deine Mutter

Das ist oft so, dass sich Angehörige große Sorgen machen und am liebsten die Person davon "befreien" möchten. Angehörige sind oft regelrecht schockiert wenn sie direkt mit der Situation des Kranken konfrontiert werden. Es gilt, diesen, euren momentanen Vorstellungen nicht nachzugeben. Eure Mutter wird sicherlich gut versorgt werden, darauf müsst und solltet ihr vertrauen. Ihr könnt auch mit einem Arzt über eure Sorgen und Bedenken sprechen. Habt Geduld. Ihr könnt nichts machen, ihr habt doch euer Bestes getan. Nun sind die Ärzte dran. Es geht alles seinen Gang. Nach 20jähriger Tätigkeit in einem Krankenhaus kann ich euch nur das sagen.

L.G.

iwonkabrysek 14.10.2015, 08:23

Ja stimmt wohl in den Allermeisten fällen, leider sind  Menschen nicht immer gleich. Von Station zu Station trennen manchmal Welten. Ich habe auf anderen Intensivsationen sehr positive Erfahrungen gemacht. Einfühlungsvermögen und Feinfühligkeit ist sehr wichtig für Angehörige.Ich finde seit Tagen keinen schlaf und habe 10 Kilo abgenommen . Vergesse zu trinken und zu essen, da möchte man wenigstens seine lieben in Guten Händen sehen.

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Theoretisch schon, aber wenn sie auf Intensiv liegt, wird sie wohl kaum transportfähig sein.

Was ist den an der Intensiv Station so schlimm?

"Sozailtussi" hat mit ihrem Einwand wohl recht. Das Risiko würde ich (je nach Erkrankung) nur im äußersten Notfall eingehen!

Dafür braucht man viel mehr Infos. Wenn du eine Frage stellst: Die kleine obere Leiste soll die Überschrift sein, die große Leiste darunter der Text. Wie z.B: Überschrift: Mutter auf schlimmer Intensivstation. Hilfe! Text: Die Geschichte von dir erzählt, was denn überhaupt passiert ist.

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