Intensive Psychotherapie?

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2 Antworten

Ich kann Dir nur dazu raten. Wenn Du an eine systemische kommst, dann bevorzuge diese. 

Was soll in so einer Psychotherapie wohl vor sich gehen?

Die ersten Stunden wird zunächst mal mit einander gesprochen. In diesen Gesprächen wird von beiden Seiten festgestellt, ob überhaupt eine Verständigungsbasis aufgebaut werden kann. Denn ohne diese geht da mal gar nichts.

Dann wird sich darüber verständigt, welches Ziel zu erreichen ist. Wozu, natürlich, erst mal die Ausgangslage bekannt sein sollte. 

Du möchtest, dass Deine Eltern da raus gehalten werden. Sehr wahrscheinlich werden sie auch die meiste Zeit außen vor gelassen. 

Denn in einer Psychotherapie wirst Du die Hauptarbeit zu leisten haben. Indem Du Dich ehrlich zeigst, erinnerst, erforschst. 

Nur auf dieser Grundlage kann überhaupt Hilfe statt finden. Das hast Du ja sicherlich schon bei der Diagnoseerstellung erfahren. 

Du bist in der Pubertät. Auf Deine Generation prasseln sehr viele kranke Informationen ein. Und sehr viele krankmachende. 

Hinzu kommt die immer noch sehr stark verbreitete Unterdrückung Deines Geschlechts. Sie findet auf subtile Weise statt. 

Jetzt kannst Du diese angebotene Therapie dazu nutzen, Dich selbst zu finden, zu definieren. Und Gestern in Liebe los zu lassen. 

Denn tatsächlich gehört es zu den natürlichen Aufgaben der Pubertät, sich zu einer vollwertigen erwachsenen Person zu entwickeln, einen eigenen Platz innerhalb von Gemeinschaft zu finden. 

Was geschehen kann, wenn Du diese Therapie nicht haben möchtest? 

Ich bin über Deine Frage bezüglich Suizid hierher gelangt. 

Bei Suizidgefahr macht sich tatsächlich ein Arzt und / oder Therapeut strafbar, wenn nicht gehandelt wird. Ohne Behandlungseinsicht ist dann Selbstschutz geboten. Das bedeutet: Zunächst geschlossene Psychiatrie. Danach nach und nach offene. 

Ist auch ein Weg. Denn je nachdem, in welche Klinik Du dann kommst, gibt es anschließend die Möglichkeit, in betreutes Wohnen umzuziehen. Sind zwar nur wenigen Kliniken mit diesem Angebot, aber immerhin gibt es sie. 

Es ist nicht schlimm, krank zu sein. 

Es ist aber schlimm, Nichts dagegen tun zu wollen. 

In Deinem Fall wird die Arbeit zur Auflösung der Erkrankung mit zunehmendem Alter immer anstrengender. 

Nein. Einer Karriere schadet eine Behandlung nicht. Es muss auch kein sonstiger Nachteil aus einer solchen Behandlung entstehen. Oft geschieht das genaue Gegenteil. Denn durch diese Behandlung kann ein Mensch zu sich selbst finden, zu eigenem inneren Frieden. 

Dir mag jetzt alleine schon die Formulierung von eigenen inneren Frieden sehr exotisch klingen. Er lässt sich aber tatsächlich für dauerhaft erarbeiten. 

Ich finde, Du darfst Dir diese Mühe wert sein. 

Und Du darfst es Dir wert sein, während der Therapie jede Suche nach Schuld und Unschuld abzulehnen. Wenn es Dir darum geht. 

Denn Du hast ein Recht, Deine Eltern zu lieben. Auch, sie zu schonen wo immer möglich. 

Schuld ist eh kein Weg zur Heilung. 

Weglaufen, um es mal so zu formulieren, ist eh keine Lösung. Denn dann löst sich nur der physische Körper auf. Die Erkrankung liegt aber im Nichtstofflichen. 

Nein. Wir wissen nicht, ob wir den nichtstofflichen Teil mit ins womöglich oder nicht vorstellbare nächste Leben mitnehmen. Aber vorstellbar ist es durchaus. Ob dann auch noch solche Hilfe angeboten wird? 

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Ist dieser Psychiater der Meinung, dass Du ein selbstgefährdendes Verhalten hast?

Fand dieses Gespräch in Anwesenheit Deiner Eltern statt bzw. möchte der Arzt noch ein Gespräch mit Deinen Eltern führen?

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Kommentar von Peytonlist07
07.02.2017, 07:23

Meine Eltern hatten bereits ein Gespräch mit ihm, aber ich möchte das sie da rausgehalten werden

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