Intelligenz/Kompetenzen seit der Geburt festgelegt oder durch Erziehung erworben?

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5 Antworten

Stell Dir vor, Du willst Kuchen backen. Wenn der Teig (= die Gene) gut sind, ist das eine gute Startvoraussetzung. Wenn es aber keinen Backofen in der Nähe gibt, oder nur einen, der zu heißt ist (= schlechte Umweltbedingungen), wird der Kuchen trotzdem nichts werden.

Wenn der Teig nicht gut ist (= keine passenden Gene), aber Du in der Nähe einen passenden Backofen und weitere hilfreiche Zutaten hast (= gute Umweltbedingungen) kann der Kuchen trotzdem noch gelingen.

Es gibt Hochbegabte, die außergewöhnliche Ergebnisse erzielen, weil sie dazu kommen, ihr Potential zu nutzen und Hochbegabte, die für unfähig gehalten oder nie erkannt werden, weil die Umweltbedingungen nicht passen oder sie sich nicht anstrengen. Umgekehrt gibt es sog. Overachiever, die eigentlich eine durchschnittliche oder sogar unterdruchschnittliche Intelligenz haben, aber trotzdem sehr gute Ergebnisse erzielen, weil sie sich anstrengen.

Es ist, nach allen aktuellen gängigen Theorien, ein Zusammenspiel aus beidem.


CloudXKK 30.06.2017, 00:26

Danke, sehr gutes Beispiel :)

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DrSong 30.06.2017, 00:28
@CloudXKK

BItte! Das ist tatsächlich ein gängiges. Intelligenz ist auch eine sog. latente Variable, also etwas, das man nich direkt messen kann, sondern immer nur über etwas, dass sich aufgrund dessen zeigt, z.B. räumliches Vorstellungsvermögen.

Es gibt viele verschiedene Modelle zu Intelligenz, einige gehen davon aus, dass sie unveränderbar angeboren ist, anderen legen einen stärkeren Wert auf die Erziehung und Entwicklung und andere sind Mischformen.

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Das ist eine heiß diskutierte Frage. Es gibt Positionen der Behavioristen, die sagen alles kann man beeinflussen. Gebt mir ein Kind und ich mache aus ihm was auch immer ihr wollt.

Wovon man heute ausgeht ist generell die Mitte, ein Zusammenspiel aus Anlage und Umwelt. Zu welchem Anteil was mitspielt dazu gibt es keine genauen Angaben, aber beides ist beteiligt und wie so oft liegt auch hier die Wahrheit irgendwo in der Mitte :)

Die Intelligenz ist größtenteils angeboren, jedoch wirkt sich die Erziehung auch in gewissen Maßen auf die Intelligenz aus.

Deine Impulsivität und gewisse Neigungen zu gewissen Verhaltensweisen können auch angeboren sein. Da gibt es zum Beispiel ADHS welches zu 80% Vererbt wird. Mit ADHS hast du automatisch eine ganze Reihe von Eigenschaften, die fast bei jedem betroffenen gleich sind. 

Meiner Meinung nach beides, aber jetzt zu dem, was ich bevorzuge: Erziehung und Erfahrung. Die Erziehung legt den Baustein dafür, für was du dich interessierst. Die Erfahrung ist viel präsenter, als manche vielleicht denken. Meiner Meinung nach viel wichtiger als viele glauben. Z.B. bei Mathematiker. Das ist nicht alles nur angeboren und eine Fähigkeit, sondern auch sehr viel Erfahrung.

Ich finde man lernt durch sich selbst und Familie. Dummheit oder Klugheit erbt man nicht

 Beispiel 1.  

Vater spielt Klavier das heißt nicht das der Sohn gleich auch Klavier spielt aber er hat schon dieses gewisse Takt weil der junge durch zusehen und zuhören einiges speichert.

Beispiel 2. 

Vater lang Schläfer Sitz 15 Stunden vor tv interessiert sich für nix. Das Kind könnte sich anschließen oder das Kind wäre so begeistert von dem Unterricht von seiner Schule/ Lehrer  das er in seinen zimmer weiter hausaufgaben macht.

Ps: meine Eltern haben 4 Geschwister. Auch wenn die zusammen halten sind sie sehr unterschiedlich 

1. Konditor

2. Anwalt

3. Gärtner

4. Arbeitslos auf reisen

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