Installiert man Ubuntu schneller per USB oder DVD?

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3 Antworten

Da kommt es wohl auf diverse Faktoren an, DVDs mit einfacher Geschwindigkeit werden mit 1,32 MB/s gelesen. Wenn du z. B. 16x hast logischerweise das 16fache (gerundet 22).

USB 2 schafft im Alltag 30-40 MB/s. Allerdings kommt es auch immer darauf an, was für eine Elektronik drin verbaut ist. Ich habe schon USB 2.0 Sticks gehabt, da war selbst der uralte USB 1 schneller.

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Kommentar von NoHumanBeing
04.01.2016, 20:11

Sequentielle Lesezeiten sind das eine, aber die Zugriffszeiten sind bei optischen Medien jenseits von gut und böse. Ein USB-Stick hingegen hat Zugriffszeiten, wie eine SSD (allerdings nicht die Datenraten, da in der Regel nur von einem EEPROM-Modul gelesen wird, während eine SSD die Daten von zahlreichen EEPROM-Modulen parallel liest, ähnlich wie Laufwerke in "RAID 0" das tun, nur eben auf "Chip-Ebene").

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Definitiv USB!

Das DVD-Laufwerk muss, um einen bestimmten Sektor zu lesen, den Laser "durch die Gegend fahren" und warten, bis sich die Scheibe an die richtige Stelle gedreht hat. Das dauert eine gefühlte Ewigkeit. Der USB-Stick enthält hingegen EEPROM-Speicher. Die Zugriffszeit dürfte sehr gering ausfallen (einige hundert Mikrosekunden).

Ich erinnere mich noch daran, dass ich einst versuchte, auf einem mehr als 10 Jahre alten Rechner eine "aktuelle" Linux-Distribution zu installieren, per DVD, da das entsprechende Board noch keine Möglichkeit hatte, von USB-Geräten zu booten. Der Installer hat nach jedem Klick mehrere Minuten lang das DVD-Laufwerk "hin und her gefahren", bis er wieder eine Eingabe entgegengenommen hat. Als ich endlich durch die ganze "Konfiguration" durch war (auf einem aktuellen Rechner mit Installation vom USB-Stick eine Sache von wenigen Minuten, auf diesem System wohl eher eine Stunde), hat der Installer angefangen, das maximal 1.4 GB große System tatsächlich zu installieren, was geschlagene 12 Stunden in Anspruch genommen hat! Nach dieser Zeit hat sich der Installer dann aufgehängt.

Ich weiß nicht, inwiefern das tatsächlich am DVD-Laufwerk lag und inwiefern das Betriebssystem einfach "mit der alten Hardware nicht klargekommen ist". Dass das der Fall war, sah mal ja auch daran, dass sich der Installer letztlich aufgehängt hat. Aber ich denke, das Laufwerk wird schon seinen Teil dazu beigetragen haben, dass es so lange gedauert hat, denn es war wirklich "durchgehend beschäftigt" und hat den Lesekopf hin und her gefahren, allerdings kaum Fortschritt gemacht. Halbe Sekunde "durch die Gegend fahren", paar Bytes lesen, halbe Sekunde "durch die Gegend fahren" und so weiter. Eine Installation von einem USB-Stick hingegen ist erfahrungsgemäß wirklich "rasend schnell".

Der Versuch hat aber wohl gezeigt, dass der Rechner wohl nur noch für den Schrott zu gebrauchen ist. Dort noch etwas "aufzurüsten", lohnt sich vermutlich nicht.

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Jetzt mal kurz so ein paar Gedanken: USB bzw die DVD sind das Installationsmedium. Daher werden nur komprimierte Installationsdaten davon geladen, müssen auf dem Rechner entpackt und auch noch installiert werden.

Das meiste wird auch noch zwischenzeitlich per Internetverbindung nachgeladen.

Daher ist zeitlich der Zugriff auf das Installationsmedium total nebensächlich. Es wird ein geringer Unterschied zwischen beiden Installationsmedien sein.

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Kommentar von NoHumanBeing
04.01.2016, 20:12

Ich weiß leider nicht, wie das im Moment bei Ubuntu ist, aber Fedora (größter Konkurrent sozusagen) läd beispielsweise während der Installation überhaupt nichts nach, es sei denn, man installiert von einem speziellen "NetInstall"-Image.

Der Unterschied ist meiner Erfahrung nach nicht gering. Zumindest Fedora installiert wirklich "rasend schnell" von USB (halbwegs aktueller Rechner vorausgesetzt, da die Kompression soweit ich weiß recht "intensiv" ist).

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