Insolvenzverwalter gibt nicht den Pfändungsfreibetrag heraus, darf er das?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst zwischen 2 Phasen unterscheiden:

1.)Während des Insolvenzverfahrens: Kann der Treuhänder eine Selbständigkeit untersagen, was er aber in der Regel nicht tut, da alle Einnahmen während dieser Phase Teil der Insolvenzmasse sind. Der Schuldner muss nun an den Insolvenzverwalter unabhängig von seinem tatsächlich erzielten Gewinn Geld bezahlen. Die Höhe der abzugebenden Summe richtet sich seit 2007 nach den Kriterium der Ausbildung des Schuldners. Das heisst: Was der Schuldner in seinem erlernten Beruf verdienen würde, wenn er ihn denn ausüben würde. 

Beispiel: Wenn Du einen erlernten Beruf als KFZ-Mechaniker hättest und ein KFZ-Mechaniker würde 1.500.- netto verdienen, dann musst Du ca. 400.- an den IV zahlen, da laut Pfändungstabelle Dir als lediger ca. 1.100.- bleiben müssen.

Wenn Du nun als Selbständiger nur 900.- verdienen würdest müsstest Du alles dem IV geben und Dir würde nichts bleiben. Mehr noch: Er könnte Die dann die Selbständigkeit untersagen.

Hier riskieren viele Schuldner bereits ihre Restschuldbefreiung, wenn sie die erforderlichen Beträge nicht aufbringen können.

2.) In der Wohlverhaltensperiode: In der Wohlverhaltensperiode hat der Schuldner die freie Wahl, eine selbständige Tätigkeit auszuüben oder eine Anstellung anzunehmen bzw. sich um eine solche zu bemühen. Der IV hat kein Mitspracherecht mehr.

herzlichen Dank, diese Antwort war sehr aufschlussreich

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Der Insolvenzverwalter erhält vom Arbeitgeber nur die pfändbaren Beträge. Fehlt dabei etwas, dann wende dich an deinen Arbeitgeber.

In der Frage steht, dass der Fragesteller selbständig ist!

Also gibt es keine 3. Person als Arbeitgeber!!!

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Er darf das. Er muss dir das lassen, was du zum leben brauchst. Alles andere behält er ein. Das ist unabhängig von der Pfändungsfreigrenze.

von 0,00 kann ich aber nicht leben :(

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@galadriel1960

Nein. Deshalb habe ich ja hier nur den Grundsatz geschrieben. Die genauen Verhältnisse, um wieviel es geht usw, das weiß ich ja nicht.

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Das ist Schwachsinn. Die Pfändungsschutzvorschriften der ZPO gelten auch im Insolvenzverfahren. Der Insolvenzverwalter kann nur pfändbare Beträge zur Masse ziehen.

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