Insolvenzverfahren trotz Haus?

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5 Antworten

Entschuldigung, aber ich weiss nicht wie ich sonst den Kommentar von Ihnen (Dewaboy) bezüglich meiner Antwort beantworten kann. Daher die neue Antwort bezüglich des herausnehmens von dem Haus das eine beachtliche Grundschuld, und wenig Verkaufswert, hat. Zurzeit besitzen Sie ja ein Haus. Daher muss dieses Haus ja in der Privaten Insolvenz angegeben werden. Gleichzeitig kann man aber dem Treuhänder beweisen das dieses Haus keinen nennbaren Wert darstellt. Der Verkauf des Hauses und damit verbunden Kosten bringt keinen Erlöss ein der für den Treuhänder von Interesse wäre. Hinzukommt das Sie ja irgendwo leben müssen. Wenn Sie nachweisen können das es durch den Erhalt ihres Heims zu einer besseren Prognose für eine gute Wohlverhaltensperiode kommt ist es denkbar das der Treuhänder sagt das es in Ordnung geht. Sie können zum Beispiel darauf hinweisen das Sie durch Ihren Wohnsitz weiterhin ohne Probleme ihrer geregelten Arbeit nachgehen können. Wenn Sie umziehen müssten würden Sie vielleicht nicht mehr in der Nähe Ihrer jetzigen Arbeitsstelle eine Wohnung finden. Eine Arbeitstelle zu suchen bloss weil man Umziehen muss, macht auch keinen Sinn beim derzeitigen Arbeitsmarkt. Es gibt sicherlich noch einige Objektive Gründe die für den Erhalt Ihres Heims zitiert werden können. Ich habe darüber schon in einigen Rechtsratgebern gelesen, aber die müssten Sie vielleicht individuell recherchieren.

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Du könntest bitten das man Dein Haus aus der Insolvenzmasse herausnimmt da es keinen nennbaren verwertbaren Wert hat. Ich denke Die Gläubiger wollen lieber eine Pfändung Deines Einkommens als garnichts. Ich hatte mal einen Fall wo ein Haus aus der Masse herausgenommen wurde da es keinen Wert hatte. Die Treuhänderin wollte nicht die Kosten wie Grundsteuer und ähnliches Schultern. in einem weiteren Fall wurde eine Wohnung aus der P.I genommen. Begründung: Die Insolvente Person sollte die Kosten für Unterhalt (Steuer, Instandhaltungsgebühren u.ä.) selber tragen. Dieses Objekt wurde letztendlich nach 4 Jahren auf drängen der Gläubigerbank jedoch Zwangsversteigert: weit unter Marktwert natürlich. Vielleicht könntest Du noch ein paar Fakten einsammeln um zu einem Entschluss zu gelangen? Viel Erfolg... der Weg ist das Ziel...

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Kommentar von JoachimWinters
16.10.2010, 19:01

warum "aus der Insolvenzmasse herausnehmen"? Die Bewertung von Vermögen und Einkommen sind erst Schritt 2 des Verfahrens.

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Immobilien-(Mit-)Eigentum ist kein Hinderungsgrund, eine Privatinsolvenz zu beantragen (sondern meistens sogar der Auslöser).

Natürlich wird man auf eine Privatinsolvenz lieber verzichten, wenn und solange aus einem Haus positive Einkünfte erzielt werden, aber gerade wenn weder die laufenden Einnahmen noch ein Verkauf zu einer echten Schuldenregulierung führen (würden), ist das eher ein Grund für den Antrag auf Privatinsolvenz als dagegen.

Ob und wie der Miteigentumsanteil an dem Haus dann bei der Insolvenz bewertet wird, ob also daraus doch noch irgendwie eine Schuldentilgung möglich sein wird, hat der Treuhänder zu beurteilen...

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Du hast nur dann die Möglichkeit eine Insolvenz zu machen, wenn du zuvor deiner Schwester das Haus offizell überschrieben hast. Inoffiziell würde ich mir auf der anderen Seite einen Erklärenung von deiner Schwestern unterschreiben lassen das, dass Haus oder die hälfte immer noch dir gehört und diese unterschrieben Erklärung sorfältig aufbewahren. Denn solltest du diese Erklärung nicht haben, könnte deine Schwester im Streitfall später behaupten, dass ihr das Haus gehört, laut Grundbuchamt und damit hättest du später keine Chance, geschweige denn, deinen Ansprüche einzuklagen. Soweit klar??? Mann sollte immer zweigleisig fahren, um eventuelle böse Überaschungen zu vermeiden.

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Kommentar von possel
15.10.2010, 00:32

Sorry, wer solche Ratschläge bekommt, braucht eigentlich keine Feinde mehr! - Eine etwaige Übertragung des Hauses an die Schwester kann leict vom Insolvenzverwalter angefochten werden. - Die von Dir vorgeschlagene "Nebenabsprache" ist mindestens sittwenwidrig, wenn nicht gar strafbar. Damit irgendwas einklagen zu wollen wird bös nach hinten losgehen...

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Wenn du Miteigentümer bist, dann fliesst das natürlich in die Insolvenzmasse ein. Inwieweit du verpflichtet werden kannst das Objekt zu veräussern, zumal du nicht allein-Eigentümer bist, weiss ich leider nicht.

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