Insolvenzeröffnug und rechtliche Folgen?

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2 Antworten

Hallo,

normalerweise muss die zuständige Anwaltskammer dann sofort die Anwaltszulassung widerufen, mit der Begründung, dass die Interessen der Rechtssuchenden gefährdet sind. Hätte er nur einen Mandanten, mit dem er z.B. verwandt ist, dann könnte die Anwaltskammer auch eine Beaufsichtigung fordern.

Im Normalfall ist zu Zulassung aber weg, schon alleine aufgrund der Tatsache, dass der Anwalt Gelder der Mandanten annimmt und (theoretisch) weiterleitet.

Die Zulassung kann gerettet werden, wenn sich der Pleite-Anwalt in einer anderen Sozietät anstellen lässt. Eine effektive Kontrolle muss dort aber gewährleistet sein. Die Gefährdung der Rechtssuchenden wäre über diesen Umweg vermutlich dann wieder ausgeschlossen.

Schöne Grüße

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Kommentar von Candy04
26.11.2016, 18:51



Die Insolvenz wurde 12/2015 eröffnet.Der RA hat mich aber noch 8/2016 vor Gericht vertreten. War das zulässig? Welche Konsequenz ist daraus zu ziehen? Hätte der Richter den Anwalt nicht ablehnen müssen? Hat das Urteil überhaupt Rechtsgültigkeit?

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Ich denke mal, daß er damit nicht seine Zulassung als Anwalt (wie heißt das korrekt ?) verliert.

Und jede andere Firma wird ja normalerweise auch erst mal weitergeführt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Deshalb wird ja oft auch vom Insolvenzverwalter ein Geschäftsführer eingesetzt, in der Hoffnung, daß die Firma nach Durchführung des Insolvenzverfahrens ggf. weiter geführt werden kann und in die Lage versetzt wird die Schulden abzutragen.

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