Inobhutnahme durchs Jugendamt ohne Zustimmung?

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4 Antworten

Ja, das ist rechtens. Wenn eine Jugendliche sich im Jugendamt auf den Schreibtisch setzt und untergebracht werden will, dann muss das passieren. Allerdings nicht für immer, sondern nur für eine sehr begrenzte Zeit. Und meist wollen die Jugendlichen sowieso ganz schnell wieder nach Hause.

Wie es mit der Kostenübernahme aussieht, weiß ich allerdings nicht.


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Wenn Kinder oder Jugendliche um Inobhutnahme bitten, wird dem Folge geleistet - notfalls auch ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten (§42 SGB).

Zu den Kosten gibt es u. a. ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (Urt. v. 21.10.2015, Az. 5 C 21.14) wonach Eltern einen Kostenbeitrag mind. in Höhe des Kidergeltbetrags zu leisten haben.

(Wenn Jugendämter auf ihre Kosten Kinder oder Jugendliche in Heimen oder bei Pflegeeltern unterbringen, sind die leiblichen Eltern, die während der Zeit der Unterbringung den Unterhalt sparen, grundsätzlich verpflichtet, sich an den entstehenden Aufwendungen durch Kostenbeiträge - gestaffelt nach ihrem Einkommen - zu beteiligen.)

Um eine Zahlung wirst Du dementsprechend nicht herumkommen.

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Du mußt da nicht zustimmen, das Jugendamt muß hier zwingend sein Wächteramt wahrnehmen. Die Tochter hat da bestimmt noch mehr gesagt als "sie braucht eine Auszeit".

Du hättest dagegen klagen können.

So mußt Du auf alle Fälle zahlen.

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Danke für die Informationen!  Das wirst du wohl mit dem Jugendamt ausfechten müssen. Hier kann dir da niemand helfen.

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