innenliegende gürtelrose

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1 Antwort

Wenn Du in Deiner Kindheit die Windpocken hattest, dann können sich die Erreger (Varizella-Zoster-Viren) in den Nervenzellen der Spinalganglien ( das sind Spinalnerven in Rückenmarkswurzeln, ganz schlicht gesagt) lebenslang "versteckt halten", um dann - zum Beispiel wenn das Immunsystem allgemein geschwächt ist (durch Streß, durch Erkältungen etc.) - wieder aktiv zu werden. Man nennt dies auch "persistieren", und den Namen der Krankheit hast Du bestimmt schon mal gehört: Herpes zoster. Die Erkrankung beginnt meist mit Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Schmerzen (die auch sehr heftig sein können), die entlang der Nervenbahnen ziehen, die mit diesem "Ganglion" (also mit dieser "Nervenzellanhäufung" im Spinalbereich) verbunden sind. Man sieht dann auf der Haut entweder kleine Bläschen oder Rötungen, man kann auch mal gar nichts sehen, aber der Verlauf und der Charakter der Schmerzen sind typisch. Daran kann der Arzt dann die Diagnose einer "Gürtelrose" (wie der Herpes zoster allgemein genannt wird) erstellen. Mit dem Begriff "innenliegend" ist vermutlich diese letztere Situation gemeint, wo man an dem Hautareal, das zu diesem erkrankten Nervenstrang gehört, nichts sieht, in dem es aber charakteristischerweise schmerzt. Hat man diese Erkrankung durchgemacht, verbleibt - und das ist sehr erfreulich - eine lebenslange Immunität (man bekommt sie also kein zweites Mal).

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