Innendämmung Erdgeschosswohnung?

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5 Antworten

Was meinte denn der Bekannte mit Problemen mit Wärmebrücken? 

Das da nun besonders viel Wärme flöten geht oder dass da nun Schimmel entstehen könnte? 

Schimmel entsteht nicht zwangsläufig an Wärmebrücken. Schimmel entsteht an mit Wärme unterversorgten und dadurch kalten Wandbereichen, die von feuchter Luft bestrichen werden und eine Nahrungsgrundlage für den Schimmel  bieten. 

Da an Wärmebrücken der Wärmefluss erhöht ist, kann es bei unzureichender innerer Oberflächenerwärmung zu kalten und schimmelanfälligen Stellen kommen. 

Sehr oft ist das der Fall, wenn mit viel Warmluft der Raum geheizt wird, was heute leider die Regel ist. 

Luft ist ein sehr schlechter Wärmeträger und führt oft zu kalten Wandstellen an den unteren Wandbereichen,  in Ecken und Nischen und hinter Schränken, wo die Warmluft nur unzureichend hin kommt, um die Oberflächen zu erwärmen. 

Deutlich besser ist die Oberflächenerwärmung durch Wärmestrahlung, da diese direkt die Oberfläche erwärmt und sich mit Lichtgeschwindigkeit im Raum ausbreitet. 

Der Heizkörper Typ 10 (einfache Heizplatte) bietet bauartbedingt wenig Warmluft aber viel Wärmestrahlung (ca. 55%).

Auch geben Heizleisten sehr viel Wärmestrahlung in den Raum und sorgen für ein sehr angenehmes Raumklima und  einen warmen Fußboden(!). Dadurch ist eine sehr gute Oberflächenerwärmung aller Oberflächen im Raum gewährleistet und der Schimmel hat keine Chance. 

Durch viel Wärmestrahlung im Raum ist auch die mineralische Innendämmung vor übermäßig einwandernder Raumluftfeuchte geschützt. Die durch Wärmestrahlung leicht wärmere Wandoberfläche im Vergleich zur Raumluft erwärmt die Raumluft an ihrer Oberfläche, wobei die relative Luftfeuchtigkeit im Oberflächenkontakt sinkt. 

Die direkt an der Wandoberfläche anliegende nun trockenere Luftschicht hält die Wandoberfläche und damit die Dämmung und sogar die dahinter liegenden Bestandswand (durch kapillare Wasserleitung zur trockeneren Oberfläche hin) trocken. Trockene Baustoffe haben gute Dämmwerte und sparen damit Heizkosten ein. 

Siehe auch "Falsch geheizt ist halb gestorben" von Alfred Eisenschink. 

wie siehts denn aussen aus? hört denn die Dämmung quasi dort auf wo die decke anfangen würde? oder hast du es ein stück hochgezogen.

willst du jetzt die decke von innen dämmen?

Innendämmung hat den nachteil das der Taupunkt im inneren liegt. was schimmel stark fördert. wird eigentlich nur gemacht weil ausssen oder als zwischendämmung nicht möglich. es ist immer nur eine Notlösung

Wieso Notlösung... man brauch die Wand doch nicht mehr mit zu heizen, ist viel effektiver innen zu dämmen. Die Gefahr der Kältebrücke sehe ich nicht. Warme Luft steigt nach oben.

Die Gefahr liegt im Eckbereich Decke Wand, Luft zirkuliert rund, der Eckbereich wird nicht erfasst. Lösung ist eine leicht gebogene Stuckatur, die die Ecke rundet.

Deswegen wurde das auch früher so gemacht.

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@MKausK

Die alten Hasen wussten schon, wie man vernünftige Häuser baut. Das Wissen ist heute leider bei vielen abhanden gekommen. Heute werden Wegwerfhäuser gebaut, die nach 30-50Jahren abgerissen werden müssen. 

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@MKausK

Du scheinst in der bauphysik nicht so bewandert zu sein.

Ich studiere dies^^ würde jetzt mal frech behaupten das ich es besser weiss.

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@Nayes2020

@Nayes2020:

Leider wird heute viel falsches gelehrt, weil es keine "Feldversuche"  zur Überprüfung der theoretischen Grundlagen gibt. 

Professor Dr. Karl Gertis hat in Deutschland in Bezug auf die bei Freilandversuchen überprüfbare Bauphysik alles erfolgreich blockiert und verdreht. 

Mal ein bisschen bei Paul Bossert (Schweiz) lesen. Der darf als Schweizer über die mißratene deutsche Bauwirtschaft mit den Lobbygesetzen lästern. Zu Recht, wie ich finde. 

Es wird also nicht besser, wenn man was Falsches gelehrt bekommt und dies ständig wiederholt. 

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Innendämmung ist meist kritisch. Ohne dezentrale Lüftungsanlage rate ich grundsätzlich davon ab. Die Decken lassen sich im Nachhinein nicht mehr dämmen, nur von außen. 

Wäre auch mein Vorschlag

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Decke brauchst du nicht dämmen. Bau eine Stuckleiste oder Styropurleiste ein die den Eckbereich rundet und du bist alle Sorgen los

Aussen ist keine Dämmung oder eine sehr alte vorhanden.

Die Eigentümer wollen den Wohnblock nicht von aussen dämmen, da diese Angst vor Schimmel haben.

Die Aussensteine bestehen aus so einer Luftschicht und etwas Styropor, dann kommt der Putz und dann meine Mineraldämmplatten. Ich hab noch eine verklinkerte Fassade, aber ich glaube nicht das die irgendwelche dämmeigenschaft hat.

Die Vorbesitzer haben auch von innen mit Styropor gedämmt, sogar ohne 
Dampfsperre und hatte nie Problem...

Ich würde einfach deine aussendämmung ein Stück nach oben ziehen, das du quasi die decke mit nimmst.

Also bis die Brüstung vom Nachbarn anfängt und vielleicht noch etwas drüber.

Kannst aber auch abwarten und schauen ob sich tauwasser bzw schimmel bildet. Deine wand fault ja net sofort durch^^ ganz oberflächlich ist es ja leicht entfernbar.

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Schimmel muss nicht grundsätzlich die Folge einer Dämmung mit Styropor sein, weder außen noch innen. Schimmel ist immer die Folge einer Unterschreitung der Taupunktstemperatur auf der Wandoberfläche oder oberflächennah in der Wand. Dies wird durch zu wenig Dämmung bzw. Heizen bei gleichzeitig zu hohem Dampfdruckgefälle bzw. zu geringer Lüftungsrate passieren. Fehlt etwas davon, gibt es keinen Schimmel, auch bei Styropor nicht.

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