Inkontinenz Pants (Slip) - muss ein Arzt die verschreiben und zahlt die Krankenkasse?

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9 Antworten

Wenn die Oma Pflegestufe hat, fällt dies unter "Pflegehilfsmittel":

Der so genannte Pflegehilfsmittelkatalog der Pflegekassen gibt Auskunft darüber, welche Hilfsmittel der Leistungspflicht der Pflegekassen unterliegen, welche also vergütet, bzw. leihweise überlassen werden können. Im Hilfsmittelverzeichnis wird nach Produktgruppen unterschieden, d.h. es gibt Pflegehilfsmittel

  • zur Erleichterung der Pflege

  • zur Körperpflege/Hygiene

  • zur selbständigen Lebensführung/Mobilität

  • zur Linderung von Beschwerden

  • zum Verbrauch bestimmte

  • und sonstige.

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sind Hilfsmittel, welche nur einmal verwendet werden können, z. B. Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Mundschutz, Bettschutz-einlagen, Inkontinenzmaterial (Vorlagen, Windelhosen, etc.).

Aufwendungen für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel werden bis zu einem Betrag von 31,00 Euro/Monat erstattet.

Finanz-Tipp: Stellt der medizinische Dienst (MDK) schon bei seiner Begutachtung fest, dass zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel benötigt werden, können die 31,00 Euro von der Pflegekasse zum Monatsanfang überwiesen werden. Die Vorteile sind:

Der Einzelnachweis des Pflegebedürftigen ist nicht mehr notwendig

Die 31,00 Euro werden ohne Einzelnachweis gezahlt, d. h. der Betrag wird auch bei einem Krankenhausaufenthalt von bis zu vier Wochen gezahlt

Finanz-Tipp: Bei der ärztlichen Verordnung von Inkontinenzhilfsmitteln durch eine Erkrankung (=Verordnung eines Hilfsmittels), werden die Kosten durch die Krankenkasse getragen. In diesem Fall brauchen die 31,00 Euro nicht über die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel finanziert bzw. selber bezahlt werden.

FAKT: Weiterbohren und nicht aufgeben

Hier ist ein Formular, das ausdrucken, ausfüllen und abgeben!

http://www.senioren-kompass.de/info/infothek/briefvorlagen/pflegehilfsmittel.html

Hallo Marc,

Wenn deine Mutter deine Oma pflegt, hat sie doch bestimmt eine Pflegestufe. Auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, der sogenannten „Pflegestufe 0“, haben einen Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel. Dadurch hat sie einen Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel und das im Wert von 40 Euro jeden Monat. Das sind 480 Euro im Jahr. Voraussetzung für das Übernehmen der Kosten ist, wenn die Pflegehilfsmittel:

  • zur Erleichterung der Pflege dienen,
  • zur Linderung der Beschwerden von Pflegebedürftigen beihelfen,
  • oder wenn dem Pflegebedürftigen erst eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen
  • und zum Verbrauch bestimmt sind.

Darunter fallen also auch eindeutig die Inkontinenz-Slips. Die Einmal-Windeln werden als Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB 5 betrachtet

Aber Achtung: Pflegehilfsmittel sollten nicht erst gekauft und dann die Rechnung an die Krankenkasse eingereicht werden. Diese gewähren nämlich nur Sachleistungen für Pflegehilfsmittel. Geldleistungen in Form von Erstattung einer bereits bezahlten Rechnung werden nicht bewilligt. Es gibt aber auch Anbieter von Pflegeprodukten, bei welchen man bestellen kann und diese setzen sich dann mit der Pflegekasse in Verbindung. Der individuelle Bedarf an Pflegehilfsmitteln kann darüber hinaus auch monatlich kostenlos nach Hause geliefert werden.

Auch ohne Pflegestufe kann auf eine Kostenerleichterung gehofft werden. Denn Krankenkassen willigen an Zuzahlungen ein, wenn der Betroffene unter einer mittelgradigen Harninkontinenz leidet. Eine mittelgradige Harninkontinenz liegt vor, wenn innerhalb von 4 Stunden ca. 100-200 Milliliter Urin abgegeben werden. Bei einer schweren Harninkontinenz liegt der Wert über 200 Milliliter. Jeder Patient, der mindestens 100 Milliliter in 4 Stunden verliert, bekommt die Kosten von Windeln erstattet. Dabei liegt die reguläre Zuzahlung von Betroffenen liegt bei 10% der Kosten, jedoch muss mindestens 5 Euro pro Monat gezahlt werden. Der Wert von Maximum 10 Euro pro Monat wird allerdings nicht überstiegen. Die Zuzahlungspflicht entfällt, wenn ein Patient von dieser befreit ist. Das ist dann der Fall, wenn die individuelle Belastungsgrenze des Patienten im Kalenderjahr erreicht wird.

In Falle deiner Oma handelt es sich vermutlich um falsche Aufklärung durch den Arzt. Denn da Windeln Pflegehilfsmittel sind, werden sie vom Arzt verordnet. Wenn letztendlich ein Antrag auf die Hilfsmittel unterschrieben werden soll, achtet unbedingt darauf, dass es darin nicht heißt, dass hochwertige Produkte verwendet werden sollen oder ein Qualitätszuschlag erhoben wird.

Hier findest du noch weitere Informationen zum Thema: pflegeleuchtturm.de/ratgeber/zuschuesse-antraege/inkontinenzwindeln-was-krankenkassen-zahlen

oder domaris.de/kostenlose-pflegehilfsmittel

Hallo, ich arbeite seit mehreren Jahren in der Altenpflege.. Da ich in meinen letzten Job viel mit den Bestellungen von IKM zu tun hatte, kann ich dir sagen, dass diese Pants wirklich von kaum einen Arzt noch verschrieben werden...

Was aber hilft: Setz dich mit der Apotheke zusammen... Am besten dort, wo ihr die anderen Artikel auch holt. Dort koennt ihr das Rezept der Dauerverordnung fuer die Windeln (mit den Klebestreifen) einloesen, und gegen einen Aufpreis wuerdet ihr dann die Pants bekommen....

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, waren es knapp 20 Cent pro Pants...

Die Apotheke braucht eben ein Rezept zum abrechnen. Leider weiss ich nicht, ob die das nur bei Einrichtungen oder auch privat machen...

Bevor du aber zur Krankenkasse und zum Arzt und sonst was rennst, wuerde ich erstmal mit der Apotheke sprechen... Viel Erfolg

Helena

naja,das hat meine mutter auch so gemacht.das dumme daran:das rezept geht über 90 windeln,aber man bekommt nur 45 pants und muss noch draufzahlen.der apotheker macht das auch jetzt nicht mehr,weil man ihn wohl angeschissen hat,deswegen. :( aber trotzdem danke!!!

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Hallo marc76, wenn deine Oma eine Pflegestufe hat, dann kannst du bei der Krankenkasse eine Zuzahlung beantragen. Diese beträgt 40 Euro im Monat. Den Antrag dafür bekommst du unter www.param.de. In der Apotheke helfen sie auch gerne immer beim Ausfüllen des Antrags. Die Pants gibt es natürlich auch von Param. Diese Produkte sind sehr sicher und hautfreundlich. Es gibt auch kostenlose Muster zum Ausprobieren bei Param.

Der ersten antwort kann ich zustimmen . frage in einem Sanitätshaus oder in der apotheke nach in denen ihr die pants kauft. normalerweise sind die sehr kulant in solchen dingen. Fragt bei mehreren nach denn evtl sind die ienen oder anderen sogar noch preiswerter. die gesachäfte unterliegen heute ja auch dem wttbewerb wie alle anderen auch.

Das etwas erstattet wird ist leider nicht mehr üblich...ich kaufe jetzt auch im Online Versand und versuche dadurch zu sparen. Günstig und 24 Stunden Versand bei großer Auswahl ...telefonisch wurden auch andere Artikel vermittelt da wir eine anderen Hersteller wollten...netter Service http://www.praxy.de/Pflegebedarf-Rehabedarf/Inkontinenz?page=1

Ich habe keine Pflegestufe und kann mich nicht mit der Apotheke auseinandersetzen da die BEK das Rezept nicht an mich zurück sondern an die Firma Mohage schickt. Diese lehnt Pants ab weil sie sie als Luxus anerkennt. Nun hat mir der Arzt verschrieben, dass ich aus gesundheitlichen Gründen keine Windeln sondern nur Pants tragen kann. Nun muss ich sehen, ob die Pants übernommen werden. Mohage sagt, dass die BEK das nicht zahlt und die BEK sagt, dass die Firma Mohage Geld sparen will und bestimmt welche Hilfsmittel ich bekommen werde. Ich warte nun schon mehr als einen Monat auf Hilfsmittel ... mal sehen in welchem Jahr ich welche Hilfsmittel bekomme.

Mein Vater hatte dieses Problem auch. Der Arzt, der die Inkontinenzdiagnose stellt, stellt auch ein Rezept aus. Ich meine, es waren pro Tag 2 Slips, die die Kasse bezahlt. Leider nicht alles, aber sie übernimmt doch einen Teil. Nicht abwimmeln lassen, sonst mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Gerade wenn deine Oma eine Pflegestufe hat, sollte es überhaupt kein Problem sein.

wenn mich nicht alles täuscht,dann hat sie pflegestufe 2.deswegen kann ich das auch alles nicht nachvollziehen.wobei ja vielleicht auch gerade dass,das problem ist.man bekommt ja das pflegegeld und wahrscheinlich ist das dann für den kauf von sowas gedacht.hab da nicht wirklich ahnung von....

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@marc76

"Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. 2Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen." http://kuerzer.de/H7Ct2XUqo

Das heißt (auch), dass das Nicht-klarkommen mit den Windeln kein Grund (und kein Argument) ist, was anderes als die Windeln verschrieben und bezahlt zu bekommen. Ein Grund wäre z.B. wenn die Windeln nicht vertragen werden, wegen Allergie oder die Windeln nicht anlegbar sind, weil die Oma gar nicht die Beine soweit bewegen kann, dass das anlegen möglich ist o.ä.

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Kaufe für meine Omi immer hier ein:

http://www.medi-care24.de/

Qualität ist wirklich gut und Preise sind auch ok. Damit kommst du vlt. günstiger weg ;) Liebe Grüße

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