Inkassovollmacht zugesendet worden mit dem Datum vom 22.11.2013 Die Forderung ist aber erst von 2016. Ist diese Vollmacht für mich gültig?

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8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Vollmacht mag für sich noch eine Gültigkeit haben. Juckt aber nicht, denn aus der Vollmacht geht nicht hervor, ob dein Fall eingeschlossen ist oder nicht. Wie hier bei ExInkassoMA bereits steht, ist das bestenfalls ein Nebenkriegsschauplatz. Daher würde ich da nicht weiter drauf rumreiten.

Es gibt Situationen, wie beispielsweise bei den alten Quelle-Forderungen, da gibt es in der Tat massive Vollmachts-Probleme und da kann es Sinn ergeben, darauf rum zu reiten. Oder wenn die Vollmacht in sich unschlüssig ist.

Andere Sache: Ich persönlich würde nun das Mahngericht anschreiben. Ich würde die Überleitung in einen Gerichtsprozess an das zuständige Gericht beantragen. Ich würde schreiben, dass man eine Fristsetzung für die Abgabe der Klagebegründung verlangt. Außerdem würde ich schreiben, dass eine Klagerücknahme nicht in Frage kommt, denn angesichts der Aufforderung der Klägerseite, den Mahnbescheid-Widerspruch zurück zu nehmen, will diese offenbar den Anspruch grundsätzlich vor Gericht weiter verfolgt sehen. Also muss das hier mit Feststellung enden, dass die Schulden nicht bestehen oder mit Verurteilung zur Zahlung. Würde schreiben, dass man entsprechend bei Vorliegen der Klagebegründung erwidern wird und ggf. einen eigenen Anwalt hinzu zieht.

Würde auch folgendes dazu schreiben: "Schon jetzt beantrage ich, auf verbotene Kostendopplung aus Anwalts- und Inkassokosten zu erkennen und auf deutlichen Verstoß gegen Standesrecht beider Parteien, insoweit verweise ich auf §43a BRAO und bitte um Übermittlung der Verstöße ans zuständige Aufsichtsgericht und Anwaltskammer zur weiteren Veranlassung. Ich exemplarisch verweise auf Anwaltsgerichtshof NRW, 1 AGH 48/10."

So zieht man diesem Betrügerverein wenigstens noch etwas Geld aus der Tasche und bereitet denen etwas Ärger.

Die Frage wurde doch damals schon beantwortet, hast mir sogar die hilfreichste gegeben.

Du hast dem Mahnbescheid widersprochen, damit ist das Mahnverfahren beendet.

Wenn sie etwas wollen, können sie ja klagen.

Dann müssten sie dem Richter beweisen, dass die Ware zugestellt wurde. Können sie das nicht, wird dieser die Klage abweisen und die Gegenseite kriegt die Kostennote (Gerichtskosten, deine Kosten und deren eigene).

Häng dich nicht mit der behinderten Vollmacht auf. Der Fall hier ist derbe einfach gelagert. Keine Ware heißt keine Zahlungsverpflichtung, wenn nicht explizit Vorkasse vereinbart war.

Ich war halt verunsichert ob diese Vollmacht jetzt irgendwie relevant für mich ist. 

Wenn man mit soetwas keine Erfahrung hat bekommt man doch ab und an magengrummeln ;)

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Die Vollmacht kann durchaus noch Gültigkeit haben. Sie ist aber sicher angreifbar, da vermutlich nicht die konkrete Forderung und der Schuldner benannt sind, sondern es sich nur um eine Blanko-Vollmacht handelt.

Ist aber letzlich auch völlig egal, wenn die Forderung grundsätzlich unberechtigt ist und du bereits mehrmals widersprochen hast. Anhand deiner Schilderung ist weder die Hauptforderung noch irgendwelche Anwalts- und Inkassogebühren durchsetzbar.

Das Schreiben am besten abheften und nicht reagieren. Den Widerspruch nicht zurück nehmen

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