Inkassounternehmen - Kann man etwas gegen die zu hohen Gebühren machen?

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5 Antworten

Gegen Inkassounternehmen hilft ein Mittel immer: Nicht zahlen.

Um die Forderung aus der Welt zu schaffen, kann man die Hauptforderung nämlich direkt an den Gläubiger bezahlen, natürlich ohne Inkassogebühren. Das geht auch, wenn schon der Mahnbescheid bei dir eingetrudelt ist. Wenn du zahlen kannst, dann zahl die Hauptforderung sofort, zzlg. der Gebühren für Rücklastschrift und Adressermittlung (max. 20,-). Wenn es schriftliche Mahnungen gab, dann packe noch mal 5,- drauf. Danach kannst du dem Mahnbescheid widersprechen

Eine schriftliche Mahnung ist allerdings bei einer Rücklastschrift nicht mehr nötig, das ist einer der wenigen Ausnahmefälle.


Kommentar von franneck1989
02.11.2015, 08:36

Die 32,- für den Mahnbescheid musst du natürlich auch noch bezahlen

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Kommentar von kathyhhb
02.11.2015, 08:41

ist das denn rechtens? ich habe das so in etwa vor einigen jahren gemacht, und das inkassounternehmen forderte immer wieder die gebühren und zinsen an, abzüglich der geringen hauptforderung, nur dass immer noch mehr und mehr gebühren darauf kamen. wenn es denn nicht rechtens ist, weshalb werden solche unternehmen nicht einfach mal verboten? meiner meinung nach war das früher viel einfacher und besser im bezug auf diesen punkt zumindest. früher gab es so etwas nicht.eigentlich traurig jetzt bin ich 27 und rede schon von der guten alten zeit lol

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zu tun hatte ich damit schon als Schuldner und als Gläubiger:
Als Schuldner hatte ich einmal einen unberechtigten Inkassofall (Gläubiger hatte Adresse durcheinander gebracht, post kam nie an bzw. erst das Inkasso hat eine Adressanfrage gemacht, dann meine richtige gehabt und mich angeschrieben... hat sich aber durch ein Telefonat geklärt. Ansonsten klar mal Mahnungen bekommen, aber dann sofort gezahlt und sebst als das mal nicht sofort ging schon bevor ne Mahnung kam mit dem Gläubiger in Verbindung gesetzt und was ausgemacht. War nie ein problem.
Als Gläubiger:

zunächst mal ist das Problem das die Zahlungsmoral immer weiter fällt und es heute deutlich mehr Inkassofälle gibt als früher. Printipiell halte ich es für ein seriößes Geschäftsgebahren eine Zahlungserinnerung sowie mind. 1 bis teilw. sogar 2 Mahnungen zu schicken sowie den telefonischen Kontakt zu versuchen wenn die Nummer bekannt ist. Hilft alles nichts (bis zu dem Zeitpunkt sind aber in der Regel 2 Monate vergangen) wird ein Inkasso eingeschaltet weil es erfahrungsgemäß bei solchen Fällen mit einem Mahnbescheid nicht getan ist und die weitere Verwaltung nicht in meine Geschäftstätigkeit fällt. Selbst an diesem Punkt findet man wenn der Gläubiger kommt und vernünftig argumentiert eine angemessene Lösung. Wenn ich dagegen merke das der Schuldner probiert zeit zu schinden und nicht offen spielt gibts dagegen gar kein Mitleid mehr und das wird zur not bis zur Zahlungsklage mit Lohn und Gehaltspfädnungen durchgepeitscht (Arbeitgeber freuen sich nicht wirklich über so etwas).

Was deinen Fall angeht:
Dein Fall ist einer der Ausnahmen die man wirklich als sau blöd gelaufen sehen muss, denn wärst du nicht im Krankenhaus gewesen hättest du sicherlich den Brief deiner Bank gesehen das die Lastschrift fehlgeschlagen ist, sofort bei REWE anrufen können und das Geld ink. Rücklastschriftkosten nachüberweisen können. Ist mir auch mal passiert, ging problemlos. In deinem Fall war es nicht möglich, daher ging die Maschinerie los mit Rücklastschriftkosten + Adressermittlungskosten (bei der Bank), dann inkasso + mahnbescheid... mehr wohl in der kürze der Zeit nicht. Auf 150€ komme ich da allerdings keinesfalls, darum vermute ich da waren Anwalt + Inkasso am Werk.... das ist aber so nicht möglich (entweder oder), von daher könntest du da die Kosten eines von beiden Streichen. Langfristig ist es einfach so das man sich überlegen muss wie man wenn man an deren stelle wäre gehandelt hätte und ob man künftig weiter da einkauft...

Kommentar von mepeisen
03.11.2015, 09:16

wird ein Inkasso eingeschaltet weil es erfahrungsgemäß bei solchen Fällen mit einem Mahnbescheid nicht getan ist

Och komm. Du weißt also, dass ein Mahnbescheid nicht viel bringt, schaltest aber ein Inkasso ein, was erst mal außergerichtliche Mahnungen schreibt, die aber nach deinem Wissensstand sowieso überflüssig sind?

Hatten wir das nicht schon so oft mit dir hier? Du weißt, dass so etwas einfach nur grober Unfug ist?

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nach etwa 2 monaten liegt mir ein mahnbescheid vor, der jetzt bei etwa 150€ liegt.

Gelber Umschlag? Das ist seltsam, denn der Zusteller würde zuerst klingeln, bevor er einwirft. Du hast ihm also nicht aufgemacht.

Der Rest deines Beitrags ist ziemlich viel Blabla und Rechtfertigung.

Du hast eine Forderung nicht bezahlt, diese kann, da Verzug vorlag, natürlich auch gerichtlich betrieben werden.

Es gab keine Briefe seitens des Inkassobüros? Wie wollen die dann ihre Schwachsinnsgebühren begründen?

Ich empfehle daher dem Mahnbescheid vollumfänglich zu widersprechen. Die Hauptforderung an den Gläubiger zu zahlen, nebst Zinsen und 3,65 € für die Rücklastschrift und ggf. die 32,- € für den MB.

Kommentar von Geheim0815
02.11.2015, 11:33

3,65 € für die Rücklastschrift 

es sei denn die Kosten sind höher. Die 3,65 kommen für großabnehmer hin, aber keinesfalls pauschal. Beispiel Commerzbank:
https://www.commerzbank.de/portal/media/efw-dokumente/preis_leistungsverzeichnis.pdf

5,11€ zzgl. Fremdbankentgeld. Sind so 8,50€ pro Rücklastschrift... und auch bei anderen Banken liegt das um den dreh sofern man keine Milionenumsätze hat. Real angefallene Kosten sind immer zu zahlen (müssen aber ggf nachgewiesen werden).

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doch, das inkassounternehmen gab die forderung an das amtsgericht weiter, der mahnbescheid liegt mir vor. allerdings steht da nichts von einer hauptforderung von 32 €. es war zunächst schwer den fall überhaupt zuzuordnen. im ersten moment wusste ich nämlich gar nicht WEM ich überhaupt WAS schulde. 

für mich ist es aber trotzdem absolut unverständlich, denn ich habe ja selbst jahrelang im forderungseinzug gearbeitet. damals zumindest, wenn ich wirklich etwas an das amtsgericht weiterleiten musste, musste ich die gestellten rechnungen von unserem unternehmen ausdrucken und auch den liefernachweis, um gleichzeitig zu beweisen, dass die ware auch tatsächlich an den schuldner ausgeliefert wurde und den mahnbescheid stellen. wäre ich nicht so vorgegangen, hätte ich überhaupt keinen mahnbescheid stellen können.

und selbst da waren aber die gebühren noch angebracht und fair. so weit kam es auch erst, wenn mahnungen und ratenzahlungsvereinbarungen einfach komplett fruchtlos waren.

ich verstehe deshalb schon nicht, weshalb ein gericht solche mahnbescheide zustellt. eigentlich müssten sie die geringe hauptforderung sehen und die horrenden gebühren und es sofort ablehnen...aber wie gesagt so war es noch vor 11 jahren um genau zu sein. jetzt wohl nicht mehr

Kommentar von franneck1989
02.11.2015, 09:19

doch, das inkassounternehmen gab die forderung an das amtsgericht weiter, der mahnbescheid liegt mir vor.

Weitergegeben wird dort nichts. Es wird nur ein Mahnbescheid beantragt und durch das Amtsgericht zugestellt

Ich verstehe deshalb schon nicht, weshalb ein gericht solche mahnbescheide zustellt. eigentlich müssten sie die geringe hauptforderung sehen und die horrenden gebühren und es sofort ablehnen...

Es liegt daran, dass das Amtsgericht die Forderungen nicht prüft. Das steht auch explizit dort. Der Sinn des gerichtlichen Mahnverfahrens ist eben, dass unwidersprochene Forderungen schnell und unkompliziert tituliert werden können. Daher ist es auch so wichtig, jeden Mahnbescheid peinlich genau selbst zu prüfen oder prüfen zu lassen!

Wie wäre es, wenn du den Inhalt hier mal veröffentlichst?

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Sicherheitshalber nachgefragt :

Du hast einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten ?

Falls ja : Liste mal die einzenen Positionen auf (gerundet)

Gebührentechnisch wird in der Inkassobranche gerne gtrickst ;)

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