Inkassoschreiben Web.de - Schufaeintrag? Hilfe!

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7 Antworten

Die Forderung hat web.de an das Inkassounternehmen verkauft. D. h., web.de hat mit dem Vorgang nichts mehr zu tun. Auf ein Entgegenkommen des Inkasso-Unternehmen zu hoffen ist nicht so einfach zu beantworten. Ich würde dem Inkasso-Unternehmen den Vorgang schriftlich schildern, die Nachweise dazu legen und um einen Vergleichsvorschlag bitten. In die Schufa wird das nicht eingetragen. Zahlst Du die 68 Euro, ist Ruhe und es passiert nichts mehr. PONDUS - Cornelia Melcher

Danke für die Antwort :)

Wenn du sagst, dass Web ab sofort mit diesem Vorgang nichts mehr zu tun hat, meinst du aber die fällige Rechnung über 68 Euro oder? Also die kommenden Rechnungen bis Mai ´15 (Vertragsende) laufen ab jetzt wieder über Web oder?

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eines ganz grundsätzlich: Du hast gegenüber web.de bereits die Forderung bestritten. Das hat eine Reihe von rechtlichen Konsequenzen.

Zu aller erst dürfen die eigentlich gar kein Inkassobüro mehr einschalten. Durch dein bestreiten hast du klar gemacht, dass du nicht zahlen wirst und ein Inkassobüro kann daran exakt nichts ändern.

Zweitens dürfen widersprochene Forderungen ganz grundsätzlich nicht gemeldet werden an die Schufa. Ohne Ausnahme. Erst wenn ein Gericht sagen würde "Doch, du musst zahlen", erst dann ist dein Widerspruch nichts mehr Wert und erst dann dürfte gemeldet werden.

Da die Verbraucherzentralen nach wie vor extrem viel Erfahrung mit dieser Abofalle haben (im Grunde ist es nichts anderes), würde ich auch nichts zahlen. Wieso auch, man wollte diesen Vertrag nicht, man hat ihn nicht abgeschlossen und fertig.

Ich würde dem Inkasso ein einschreiben schicken: "Wertes Inkasso. Ich habe ihrer Mandantin gegenüber bereits ausdrücklich widersprochen. Ich habe diesen Vertrag nicht abgeschlossen und will ihn nicht. Ich habe mich informiert und demnach betreibt ihre Mandantin gewerbsmäßigen betrug, indem sie mittels angeblich kostenloser Geburtstagsgeschenke Leute in eine Abofalle lockt. Ich stelle in Aussicht, ihre Mandantin wegen Betrugs anzuzeigen und sie wegen Beihilfe zum Betrug, wenn Sie mich weiterhin belästigen. Aufgrund meines Widerspruchs war ihr Einschalten sowieso rechtswidrig. Ich untersage ausdrücklich die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Wenn Sie mich weiterhin belästigen, wird ohne Vorwarnung mit Hilfe der Verbraucherzentralen Klage gegen Ihre Mandantin eingereicht."

Das Problem mit diesem Club ist ja bekannt. Ich habe web.de nach Eintreffen dieser Rechnungen einen Vordruck der Verbraucherzentrale geschickt in dem ich diesen ja eigentlich nicht abgeschlossen vertrag 'gekündigt' habe und dachte die Sache sei damit gegessen.

Wenn du den Standpunkt vertrittst, dass kein Vertrag besteht, was genau gäbe es dann zu kündigen? Nichts!

Zahlen oder nicht zahlen? Web.de nochmal einen Brief schicken?

Nicht zahlen, du hast deinen Standpunkt erklärt, deinen Willen bekundet. Außergerichtlich ist die Kiste durch.

Stelle Strafanzeige gegen das Inkassobüro wegen versuchter Nötigung. Das Betreiben einer widersprochenen Forderung ist rechtswidrig.

Bekomm man für so etwas (in meinem Fall jetzt) einen negativen Schufaeintrag ???

Ohne Titel keine Mittel. Ein Eintrag wäre ebenfalls rechtswidrig und hätte für Inkasso und web.de extrem teure Konsequenzen (§ 824 BGB).

(Nehmen wir mal an ich zahle die 68€, ist dann Ruhe?).

Zahlen damit Ruhe ist funktioniert nicht. Menschen die sowas tun gehören mit dem Kopf (Gesicht voran) an die Wand geklatscht, denn sie erhalten eine zwielichtige, nahezu nutzlose Branche künstlich am leben.

Bezahlt werden sollte immer nur und ausnahmslos was bestellt wurde. In allen anderen Fällen soll der Forderungssteller doch seine Forderung einklagen. Wenn man den Nachweis nicht führen kann, wird man dies freilich nicht tun.

Zu einem negativen Schufa-Eintrag kommt es in der Regel dann, wenn Sie Ihren vertraglich festgelegten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Allerdings darf in so einem Fall nicht sofort ein Schufa-Eintrag erfolgen. Zunächst müssen Sie zwei Mahnungen erhalten, und zwischen der ersten Mahnung und dem Schufa-Eintrag müssen mindestens vier Wochen liegen. Wenn Sie weder der ursprünglichen Rechnung, noch den beiden Mahnungen widersprochen haben, dann kann es zu einem negativen Schufa-Eintrag kommen. Wichtig ist zu wissen, dass die beiden Mahnungen sehr konkret formuliert sein sollten, sowie auf den drohenden Schufa-Eintrag hinweisen und eine Fristsetzung enthalten müssen.

Gefunden bei http://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/der-schufa-eintrag/

Also ich habe jetzt eine Mahnung vom Inkassounternehmen erhalten, die ich wohl oder übel zahlen werde.

Sie setzt sich aus 20€ Hauptzahlung, inkassovergütung 27€ und 22€ vorgerichtliche mahnkosten zusammen .

Wenn ich das Geld zahle muss ich also keine weiteren Konsequenzen fürchten oder?

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@Hosenfreacccccy
Also ich habe jetzt eine Mahnung vom Inkassounternehmen erhalten, die ich wohl oder übel zahlen werde.

Warum? Hast du Geld zu verschenken? Dann nenn ich dir gerne meine Kontonummer.

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Hi Grundsätzlich ist es so, wenn du etwas nicht abgeschlossen hast, dann musst du dafür auch nicht bezahlen. Aber web.de ist ja eine große firma und wenn die schon ein inkasso unternehmen beauftragen, dann nehme ich an dass du ohne einen anwalt nicht weiterkommen wirst. Wenn du zahlen würdest, wäre selbstverständlich ruhe, aber wenn du im recht bist, dann verstehe ich es wenn du sagst du willst das nicht bezahlen. Aber du brauchst dann unbedingt einen Anwalt, die Summe wird sonst immer Höher und Höher (mahngebühren, zinsen, evtl noch gerichtskosten.). Und natürlich kann dabei am ende auch ein negativer Schufaeintrag bei rausspringen, wenn du es nicht schaffst dir rechnung oder den vertrag anzufechten bzw nichtig zu machen.

Aber web.de ist ja eine große Firma

Was niemanden interessiert. Die haben schon so oft von den Verbraucherzentralen auf den Mund bekommen vor Gericht...

Und natürlich kann dabei am ende auch ein negativer Schufaeintrag bei rausspringen, wenn du es nicht schaffst dir rechnung oder den vertrag anzufechten bzw nichtig zu machen.

Nur dann, sollte man vor Gericht verlieren und das ist nach allem, was die Verbraucherzentralen dort schon an Unterlagen haben, zumindest extrem unwahrscheinlich.

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Man sollte sich eben immer alles genau durchlesen. Und wenn da steht, dass es nach einer bestimmten Zeit zahlungspflichtig wird, dann sollte man es eben auch nicht anklicken. Web.de hat was am Seitenlayout geändert. Vorher war es nicht gleich zu sehen, später schon, wenn man nicht blind ist. Bist Du dem Club vorher beigetreten würde ich noch einmal eine Brief hinschicken und widersprechen. War es nachher, zahle und gut ist es....

Aber einen negativen Schufaeintrag muss ich nicht befürchten oder?

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Ich hab nicht gemerkt, dass es zahlungspflichtig ist, da ich den Account erst einmal nicht genutzt habe nachdem ich ihn angelegt hatte (lange Geschichte) Daher konnte ich gar nicht mitbekommen dass ich plötzlich Mitglied in diesem Club war - blöderweise ...

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Man sollte sich eben immer alles genau durchlesen. Und wenn da steht, dass es nach einer bestimmten Zeit zahlungspflichtig wird, dann sollte man es eben auch nicht anklicken.

Die Frage ist wo das steht und ob es leicht übersehen werden kann. Die §§ & Abs. 1 PangV und 312j BGB gelten auch für web.de

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Eine widersprochene Forderung darf nicht bei der Schufa eingemeldet werden - § 28a BDSG.

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