Inkassoschreiben für schuld vor 16 Jahren?

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7 Antworten

Ich teilte denen mit das ich nur die Hauptforderung inkl der Kosten zahle welche tituliert sind alles andere wäre verjährt.

Wenn es einen Titel gibt ist nichts verjährt.

 Man sagte mir dann das es 30 Jahre gilt. Das ist mir auch klar und das zahlen ich auch also die Hauptforderung und weitere Kosten welche tituliert sind...

Manchmal werden Gebühren gefordert die zu hoch sind oder nicht rechtens.

aber alle weitere Aufstellungen wie z.b. Zinsen bis 04/2016 will ich nicht zahlen. 

Zinsen muss man zahlen.

Was soll ich jetzt machen? Habe die Gebeten mir den Titel zuzuschicken aber man schickte mir nur obige Aufstellung und den Hinweis 30jahre vollstreckbar. Das bezieht sich doch hier aber nur auf die titulierte Hauptforderung oder??? Was soll ich jetzt machen????

Meine Tochter hatte Probleme mit einem Inkassounternehmen.

Ich habe das Inkasso per Einschreiben aufgefordert mir einen Brief zu schicken, weil wir noch nicht mal wussten um was es ging. Es wurde mir der Gerichtsbeschluss zugesandt.

Dann haben wir zunächst Ratenzahlung vereinbart und auf einmal kam eine Ratenzahlungsvereinbarung in der eine viel höhere Summe gefordert wurde womit wir nicht einverstanden waren.

Dann erinnerte ich mich an das erste Schreiben von denen, wo sie meine Tochter baten sich zu melden und eine Ratenzahlung oder einen Vergleich anzubieten.

Über 700 Euro wollten sie haben, ich habe 500 als Einmalzahlung angeboten und sie haben sich darauf eingelassen. ( Das war die Grundsumme + Zinsen).

Ich würde an Deiner Stelle auch einen Vergleich vorschlagen, falls Du Geld hast oder auftreiben kannst.

Versuchs mal mit 1/3 der Forderung. Die Summe muss dann natürlich auf einmal bezahlt werden.

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Kommentar von mepeisen
21.04.2016, 12:47

Zinsen muss man zahlen.

Das ist einfach nur falsch. Nur die im Titel ausgerechneten Zinsen muss man bezahlen, sowie die letzten 3 Jahre.

Die übrigen Zinsen zwischen Titel und 2013 sind verjährt. Denn die unterliegen einer Regelverjährung.

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Kommentar von winlin
26.04.2016, 21:01

Danke für eure Hilfe echt super und sehr hilfreich

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Textvorschlag (Einschreiben):
"Wertes Inkasso. Ihre Haltung interessiert mich nicht. Die nicht titulierten Zinsen unterliegen einer Regelverjährung. Ihre Weigerung, die Forderungsaufstellung zu bereinigen, habe ich zur Kenntnis genommen. Ich behalte mir vor, diese Bereinigung auf ihre Kosten via Anwalt und Gericht zu erzwingen. Im übrigen werde ich nun Beschwerde beim Aufsichtsgericht einreichen, denn sie kennen nicht nur die Gesetze, sie haben ständig damit zu tun, dass Schuldner Verjährungseinrede hinsichtlich Zinsen erheben. mi vorzulügen, dass Zinsen nicht verjähren würden, ist geradezu böswillig.

Davon abgesehen wollen Sie mir erst einmal eine Kopie des angeblichen Titels zukommen lassen. Nach meinen Unterlagen gibt es keinen Titel aus dem Jahre 1999 gegen mich. Sobald Sie mir die Kopie haben zukommen lassen, werde ich das Ganze prüfen. Da ich nicht von einer ordnungsgemäßen Zustellung ausgehe, behalte ich mir Einspruch gegen den Titel, sowie Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand vor. Sie wissen sicherlich bereits, wie das ausgeht.

Sollten Sie sich nun auf eine Personenverwechslung oder ein Versehen berufen, behalte ich mir im Übrigen Strafanzeige wegen Nötigung/ Betrugs vor."

EOS muss leider so deutliche Worte bekommen. Nach meiner Erfahrung reagieren die sonst nicht richtig auf Briefe, wenn dort die Worte "Anwalt, Gericht, Polizei" nicht enthalten sind.

Dann würde ich mich wegen der Verweigerung, die verjährten Zinsen zu streichen ans Aufsichtsgericht wenden (Müsste das AG Hamburg sein). Das kostet außer Briefporto nichts. Ich würde denen schreiben: "Wertes Gericht. Das Inkasso EOS SaF will eine Forderung bei mir betreiben. Der Nachweis des behaupteten, mir aber unbekannten Titels steht noch aus. Jedenfalls habe ich parallel bereits insbesondere bei den Zinsen eine Verjährungseinrede erhoben. Der Titel soll aus 1999 stammen. Es gab keine Vollstreckungshandlungen oder Schreiben bis in diesem Jahr. Das Inkasso weigert sich und führt zudem noch völlig falsch aus, dass Zinsen grundsätzlich ebenfalls einer 30jährigen Verjährungsfrist unterliegen würden. Das Inkasso will hier vorsätzlich mittels Falschangaben Schuldner in die Irre führen um sich oder Gläubiger widerrechtlich zu bereichern. Dies demonstriert zudem, dass das Inkasso nicht über die notwendige Fachkenntnis oder Sachkenntnis verfügt, Inkassodienstleistungen zu erbringen. Von Amts wegen ist dem Inkasso daher die Lizenz zu entziehen. Mindestens aber ist dem Inkasso zu verbieten, hinsichtlich der Verjährung solche völlig absurden und falschen Angaben bei Schuldnern zu machen um so ihre Stellung als Rechtsdienstleister vorsätzlich rechtsmissbräuchlich auszunutzen."

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Kommentar von winlin
26.04.2016, 20:58

Echt super vielen dank genau so werde ich denen schreiben :/)

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Zu behaupten man habe einen Titel, wenn keiner besteht erfüllt den Straftatbestand der Nötigung und des Betrugs.

Also noch mal auffordern eine Titelkopie vorzulegen (check auch mal deine Schufa) binnen 7 Tagen, sonst erstattest du Strafanzeige.

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:09

Also der Titel besteht sicherlich...den habe ich jetzt angefordert und ich würde das zahlen alles andere außerhalb des Titels nicht

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:09

Also der Titel besteht sicherlich...den habe ich jetzt angefordert und ich würde das zahlen alles andere außerhalb des Titels nicht

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:09

Also der Titel besteht sicherlich...den habe ich jetzt angefordert und ich würde das zahlen alles andere außerhalb des Titels nicht

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:09

Also der Titel besteht sicherlich...den habe ich jetzt angefordert und ich würde das zahlen alles andere außerhalb des Titels nicht

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:10

Also der Titel besteht sicherlich...den habe ich jetzt angefordert und ich würde das zahlen alles andere außerhalb des Titels nicht

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:17

Ja aber die Zinsen die ich zahlen muss sind doch die die anfallen seit dem ersten Kontakt zu mir oder

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Kommentar von franneck1989
20.04.2016, 16:54

Alles was nicht im Titel aufgeführt ist, verjährt logischerweise nach drei Jahren. Und da Zinsen erst später anfallen, können sie noch nicht davon erfasst sein.

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ehe es einen vollstreckbaren titel gibt, gibt es erstmal ein gerichtliches mahnverfahren. das wird in der regel dem schuldner per einschreiben zugesandt. du schreibst, du hättest nichts dergleichen bekommen, warum zweifelst du dann die hauptforderung nicht an?  und warum lässt die telekom bzw. das inkassounternehmen nicht vollstrecken wenn denn ein titel vorliegt?  ich finde das alles ein wenig suspekt. da würde ich mir anwaltlichen rat einholen...

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Nur das was im Titel steht ist 30 Jahre vollstreckbar.

Fordere also nochmals mit Fristsetzung den Titel und kündige an, bei fruchtlosem Verstreichen ohne Vorwarnung Strafanzeige zu erstatten.

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Kommentar von mepeisen
21.04.2016, 12:48

Nur das was im Titel steht ist 30 Jahre vollstreckbar.

Und die Zinsen der letzten 3 Jahre bzw. seit 2013. Und notwendige Vollstreckungskosten (also wenn ein GV da war oder Adressauskunft, wenn man umgezogen war). Mehr nicht.

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Tja, warum hast du denn damals nicht bezahlt?

Ich denke allerdings auch, dass nur die titulierte Forderung zu Zahlen ist, aber keine Inkassokosten. Ich verstehe auch nicht, wieso die überhaupt noch ein Inkassobüro einschalten, und nicht einfach den Gerichtsvollzieher schicken.

Ob du die Zinsen zahlen musst, steht im Titel. Wahrscheinlich ja.

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:08

Ich sagte ja alles was im Titel ist zahle ich aber die nachfolgenden kosten will ich Nichtwählern da siich ja nach dem Titel kamen zwischen 2000 und 2016

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Hmm ich würde mir da einfach mal Hilfe von einem Rechtsanwalt holen, der kann vielleicht noch was an der Forderung drehen, das es vielleicht weniger wird.

Ich habe das problem mit der telekom nämlich auch gehabt. Auf Grund eines Wohnungsschadens war unsere Wohnung 6 Monate Unbewohnbar. Die telekom wollte aber immer das gesamte Geld an Grundgebühren. Das habe ich dann einfach nicht mehr gezahlt.

Bin dann zu einem Anwalt hin. Hauptforderung waren 678,56 EUR ich zahle jetzt dank meines Anwaltes nur noch 185,00 EUR

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Kommentar von winlin
20.04.2016, 13:02

Ich würde h
Hauptforderung zahlen aber keine Kosten welche sich nach der Titulierung angehäuft haben da ich erst jetzt kontaktiert worden bin

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Kommentar von mepeisen
21.04.2016, 12:52

Der Rat, zu einem Anwalt zu gehen, ist vielleicht nicht der Schlechteste. Aber aus Kostengründen absolut unsinnig. Den Anwalt bezahlt man selbst. Gerade wenn es keinen Ansatzpunkt gibt, dass er tätig werden kann.

Die Hausaufgaben (insbesondere Sachaufklärung) kann man auch ohne Anwalt machen und erst dann, wenn man Ansatzpunkte hat, kann man eventuell auch zum Anwalt. Davor empfiehlt es sich, der Gegenseite anzukündigen, dass man zu einem Anwalt geht. Denn dann müssen die die Anwaltskosten bezahlen.

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