Inkassoschreiben- was nun?

10 Antworten

Grundsätzlich gibt es keine Pflicht, einen Schuldner mehrfach anzumahnen. Das ist zwar durchaus gebräuchlich, aber nicht gesetzlich gefordert. In erster Linie wird das gemacht, weil man ja in aller Regel Kunden mehr als einmal etwas verkaufen will. Mit solch rüden Methoden, wie Du das erlebst, wird man keinen Kunden das Gefühl vermitteln, gut aufgehoben zu sein.

Ein guter Kaufmann haut nicht gleich mit dem Holzhammer zu. Er nimmt eher das Telefon und fragt höflich nach, was da schief gelaufen ist. Manchmal sind es Fehler, die man selber verschuldet hat; meist hat es aber der Kunde einfach vergessen. Eine freundliche Erinnerung und in den meisten Fällen zahlt der Kunde dann auch. Die Chance, daß der Kunde wieder etwas kauft damit sind nicht kleiner geworden.

Nein, durch die Rücklastschrift bist du automatisch im Verzug, daher muss hier nicht zwingend gemahnt werden. Allerdings sind 30,- € Rücklastschriftgebühr in KEINSTER WEISE durchsetzbar. Eplus hat schon Probleme bekommen weil die 15,- € verlangt haben. 10,- € sind ungefähr die Grenze des Zumutbaren.

Die Inkassokosten kannst du dir ganz einfach sparen in dem du dem Inkassoladen einen Widerspruch schickst nachdem du die 10,- € an DIREKT an den Gläubiger überwiesen hast mit dem Vermerk "nur Hauptforderung".

Eigentlich solltest du erst einmal von diesem Unternehmen informiert werden, so dass du dort dann zahlen kannst. Gehe einfach dahin, zeige denen das und zahle an das Geschaeft den richtigen Betrag, natuerlich plus die 30Euro fuer die Ruecklastschrift. Direkt ein Inkassounternehmen einzuschalten, verstoesst gegen irgendetwas, habe ich schon oefter gelesen. Vielleicht kann dir da jemand anderes das detaillierter schreiben.

Nö, im vorliegenden Fall darf der Gläubiger ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt einschalten.

Wäre der Gläubiger schlau gewesen, hätte er letztgenannten eingeschaltet und könnte die Kosten ersetzt verlangen. Inkassounternehmen kann man gut bekämpfen.

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