Inkassokosten u. Anwaltsgebühren. Kann man sich wehren?

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5 Antworten

Wenn die Rechnung noch da ist mit dem Vermerk des Einzugs, dann würde ich nur rein formal jeglichen über die Hauptforderng hinaus gehenden Kosten widersprechen, auf die Zahlung verweisen, per Einschreiben. Ist doch die Schuld des Lieferanten, wenn er nicht abbucht! Anders würde ich es einschätzen, wenn der Bankeinzug wegen mangelnder Vollmacht oder Deckung nicht geklappt hat. Die Behauptung mit der mündlichen Abrede muss er doch erst mal beweisen.

Inkassos beweisbar zu widersprechen ist, denke ich, nötig, damit die nicht bei der Schufa oder hier der eigenen Auskunftei Einträge machen dürfen (§28a BDSG, seit 1.4.2010). Das ist zwar umstritten, wenn sie danach aber dennoch illegal Einträge machen sollten, ist man rechtlich auf der sicheren Seite (einstw. Verfügung und Schadenersatz). Bei den ganz zwielichtigen Inkassos von Abofallen, Gewinnspielen usw. kann das auch anders aussehen - aber auch die gehen bisweilen bis zum gerichtl. Mahnbescheid oder lassen eintragen.

Das wichtigste dann noch: dem gerichtlichen Mahnbescheid innerhalb 14 Tagen widersprechen (sonst wird schnell auch eine falsche Forderung tituliert und kann kaum noch angefochten werden). Wenn es zum Prozess kommt: unbedingt Anwalt nehmen und sich verteidigen.

Ich halte den Anspruch des Inkassos auf Gebühren für unbegründet, außerdem sind sie (wie weithin üblich) zu hoch. Wenn man eine schon recht hoch angesetzte Rechtsanwaltsgebühr vom 1,3-fachen des Standardsatzes nimmt, käme man auf 209,30€ zzgl. MwSt. und ggf. einiger kleinerer Posten. Als maximal durchsetzbare Inkassokosten gelten im allgemeinen die entsprechenden, gesetzlich geregelten Kosten für einen Anwalt, der eine solche Inkassotätigkeit auch vornehmen könnte.

Wenn ein Schreiben vom Anwalt kommt, dann einfach dem Anwalt sagen, dass Bankeinzug schriftlich vereinbart gewesen sei und es nicht deine Schuld war, dass nicht abgebucht wurde und mitteilen, dass die Hauptschuld ja getilgt ist.

Kommt dann ein gerichtlicher Mahnbescheid, dann diesen einfach gleichermaßen erwidern. 

Dann müsste der Gläubiger ein gerichtliches Verfahren einleiten, nur um seine Inkasso-Gebühren einzufordern. Da er aber den vereinbarten Bankeinzug versäumt hat, sind die Komplikationen aber seine Schuld und mit der Behauptung, mündlich sei was anderes vereinbart worden als von ihm geschrieben, würde er sich vor Gericht eh nur lächerlich machen.

Auch ist die Aussage falsch, dass es nicht mehr seine Sache sei, nachdem er ein Inkassobüro eingeschaltet hat. Das Büro arbeitet in seinem Auftrag und muss auch von ihm bezahlt werden. Ist ein Inkasso nötig, um eine Forderung zu erhalten, kann man zwar vom Schuldner auch die Inkasso-Gebühr zurück fordern, aber das Geschäftsverhältnis besteht nun einmal zwischen Gläubiger und Inkasso-Büro. 

was ich mich auch in Ihrem Fall frage ist , ob es überhaupt rechtens ist schon nach 4 Wochen ein Inkasso Büro einzuschalten ? Soweit ich weiß obliegt dieser Schritt auch einer bestimmten Frist z.B. 2 Mahnung Da sie den Betrag bereits gezahlt haben würde ich auch abwarten was kommt . Eine Mündliche Aussage ist ist vor dem Gericht wertlos. Alles was schriftlich vorliegt ist maßgebend. Wenn die gegenseite von Anfang an die Bankdaten von Ihnen hatten liegt es nicht an Ihnen wenn es zuspät oder nicht ein gezogen wurde.Wünsche Ihnen alles Gute

bailMEout 12.05.2011, 22:05

Auch ohne Mahnung ist man nach Ablauf des Zahlungsziels (hier 14 Tage) automatisch in Verzug. Dass das unüblich ist, schon nach 4 Wochen CreFo einzuschalten ist eine andere Sache. So macht man keine Geschäfte...

Es ist immer gut einen Zeugen bei Telefongesprächen dabei zu haben und nennen zu können, der z.B. bestätigen kann, das niemals über eigene Zahlung statt Lastschrift etwas vereinbart wurde.

Es gibt Betrügerfirmen, die zuerst fragen, ob man allein ist und es dann tatsächlich vor Gericht schaffen, z.B. einen überteuerten Vertrag mit einem eigenen Zeugen am Telefon zubeweisen!!!

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Wenn die Hauptforderung beglichen ist, teile dies schriftl. dem Inkassobüro mit. Die Inkassogebühren aber ablehnen.

Mit dem Bankeinzugs Zusatz auf der Rechnung bist Du aus dem Schneider

Das Inkasso wurde vom Lieferanten beauftragt also hat er die vermeintlichen Kosten zu tragen !

Abgesehen davon ist die Rechtsprechung nicht unbedingt Inkassofreundlich 

Gegenüber dem Inkassobüro würde ich die Forderung jetzt vollumfänglich schriftlich zurückweisen und den Klageweg anheimstellen.

Mit der Weitergabe Deiner Daten gem  BDSG bist Du nicht einverstanden !

Dies ebenfalls expl im Schreiben erwähnen

 

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