Inkassokosten in Relation zu der Usprungsforderung?

7 Antworten

Die Überschrift geht schon von einer falschen Prämisse aus, nämlich dass hier eine prozentuale Relation bestünde.

Das ist falsch.

Es spielt für die absolute Höhe von Inkasso- oder Rechtsanwaltskosten keine Rolle ob eine Forderung 0,01 € oder 500,- € beträgt. Erst ab 500,01 € werden die Kosten höher.

Entscheidend sind andere Dinge. Gehe ich gleich drauf ein, wenn ich mich deiner Frage im Kern widme.

Mein Sohn hat bei einem Discounter für 2,27 eingekauft und mit Karte bezahlt.

Wer mit Karte zahlt, ist verpflichtet zu wissen, dass die Forderung auch eingelöst werden kann.

Kann der Betrag nicht eingezogen werden und es kommt zur Rücklastschrift, löst das automatisch den Verzug aus. Eine Mahnung ist nicht mehr erforderlich.

Wer sich im Verzug befindet, schuldet dem Grunde nach den Ersatz des Verzugsschadens (die Höhe wird aber entscheidend).

Inzwischen ist mein Sohn umgezogen und es kam ein Brief eines
Inkassounternehmens bei mir an - man fordert nun 56,17 € . Ist das
zulässig ?

So und nun haben wir ein Problem, dass mir fast alle Leute hier bereiten.

Anstatt die Kosten einzeln aufzuschlüsseln, so z.B.:

  • Hauptforderung 2,27 €
  • Zinsen von x €
  • Rücklastschriftkosten von y €
  • Inkassovergütung n,x Gebühr nach 2300 VV RVG z €
  • Auslagenpauschale ...
  • Adressermittlungskosten ...

addieren sie diese und denken dann ich oder andere kompetente Antwortgeber, könnten eine Aussage dazu treffen, was davon in welcher Höhe zu zahlen ist.

Liebe Fragesteller:

ICH KANN ADDIEREN.

Ich brauche aber dennoch die einzelenen Positionen exakt mit korrekter Bezeichnung aufgelistet um effekitv antworten zu können.

Daher wird meine Antwort allgemein gehalten:

  • Hauptforderung wird geschuldet
  • Zinsen darauf von 5% über Basis seit Tag der Zahlung ebenfalls
  • Rücklastschriftkosten von 5-6,- € sind ebenfalls angemessen (höhere Kosten sind nachzuweisen).
  • Inkassovergütung ist zumeist nicht durch den Schuldner zu bezahlen. Dazu sind aber mehr Infos notwendig. Wer ist der Gläubiger?. Welchen Gebührensatz setzt das Inkassobüro an?
  • Dieser Argumentation würde auch eine Auslagenpauschale folgen.
  • Adressermittlungskosten wären ebenfalls statthaft. Hier kommt es drauf an wo das ganze passiert. Die Einwohnermeldeämtet berechnen dafür m.W. 6,- €. Die Bank deines Sohnes lässt sich dies gerne mal mit 15 bis 20,- € vergüten. Beides wäre statthaft.

Ich hoffe dein Sohn hat sich ordnungsgemäß umgemeldet, sonst droht ihm spätestens beim Zugang eines gerichtlichen Mahnbescheids ein ziemliches Problem.

Gegenfrage: Warum öffnest du Post für ihn?

Er ist in einem Berufsbildungswerk , kann dort keine Post empfangen, deshalb geht die Post zu mir und ich öffne nur mit seiner ausdrücklichen Zustimmung.

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@makeiroller

Ok, das war aber so ziemlich der unwichtigste Teil meiner Antwort, daher stand es ganz unten.

Kann ja also nicht so wichtig sein, zu klären was wirklich zu zahlen wäre.

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@makeiroller

Schlüssele mal auf, wie sich der Betrag zusammensetzt. Das ist der wirklich wichtige Teil.

Vorab: Das Reflexartige Einschalten eines Inkassos ohne eigene Mahnung wird in der Fachliteratur mittlerweile sehr kritisch gesehen.

Und unbedingt mal die Bank deines Sohnes fragen, ob sie für die Adressauskunft etwas berechnet und wie viel das war. Es gibt einige Inkassos, die erfinden hier Gebühren, die aber nie in Rechnung gestellt wurden von der Bank deines Sohnes...

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Bei 2,27 Euro Forderung sind das max. 58,50 (Wertgebühr 1,3) plus Auslagenpauschale max 20%: 11,70 Euro. Sind zusammen 70,20 Euro. Da dann noch 19% Steuer drauf (13,34 Euro); macht zusammen maximal 83,54 Euro.

1,3 Gebühr für simple Inkassotätigkeit ohne persönliche Beratung des Gläubigers, Einzelfallprüfung und individuelle Korrespondenz fliegt vor Gericht durch, würde vermutlich ersatzlos gestrichen.

Damit wäre auch die Auslagenpauschale bei 0,- €.

Umsatzsteuer darf nur in Rechnung gestellt werden wenn der Gläubiger NICHT vorsteuerabzugsberechtigt ist. Das trifft aber auf die meisten Händler nicht zu.

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@kevin1905

Daher max. 58,50 und Wertgebühr 1,3 samt Steuer.

Ohne mehr zu erfahren ist das da eben das Maximale, das eingefordert werden kann.

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@qugart

Das maximale wäre ein Schreiben einfacher Art 0,3 Gebühr nach 2301 VV RVG.

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@qugart : "Erlaubt" ist auf dem Papier alles. Für ein einfaches Schreiben gilt 0,3 RVG plus 3 € Auslagenpauschale plus 3,65 für den lastschriftorno ( siehe LG Potsdam aus 2013)

Ergo : gerundet 22€ maximal an verzugskosten.

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Vermutlich nicht der volle Betrag, aber auf jeden Fall viel mehr als 2,27€

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