Inkassokosten, Anwaltskosten sowie Gerichtskosten aufgrund durch Verzug nicht zustellbarer Bahncard-Rechnung?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Erst das Mahnverfahren ist, vermutlich durch öffentliche Zustellung an meine neue Meldeadresse, zugestellt worden.

Ein gerichtlicher Mahnbescheid kann nicht öffentlich zugestellt werden. Um den Mahnbescheid zuzustellen ermittelt der Gläubiger die amtliche Meldeadresse.

Welchen Forderungen sollte ich wiedersprechen?

Komplettwiderspruch.

Anschließend zahlst du

  • Hauptforderung,
  • Gerichtsgebühr,
  • Adressauskunft und
  • Mahnkosten an den Gläubiger (DBAG).
  • Dies auch genau als solches deklarieren, da sonst nach § 367 Abs. 1 Geldeingänge verrechnet werden.

Anwaltskosten und Auslagen sind dem Grunde nach zwar erstattungsfähig ob diese eingeklagt würden ist aber fraglich. In gleicher Sache muss ein Schuldner niemals zwei Rechtsdienstleister bezahlen, ergo fallen die Inkassokosten komplett weg.

Leider werden mir im Falle eines eerfolglosen Widerspruches weitere Kosten in Aussicht gestellt.

Der Widerspruch wird ebenso wie der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids keiner Pürfung unterzogen, er kann also nicht erfolglos sein.

Es handelt sich um ein automatisches Verfahren. Der Widerspruch kann also nicht verworfen werden, es sei denn er wäre verfristet (dann zählt er aber als Einspruch auf den Vollstreckungsbescheid).

Im Falle eines Widerspruchs bleibt dem Gläubiger zum Durchsetzen der Forderung nur der Weg ins streitige Verfahren vor dem Amtsgericht <dein Wohnort>. Dort wäre er beweislastig. Ob man tatsächlich klagt steht auf einem anderen Blatt, wenn du vorgehst wie von mir beschrieben ist das höchst unwahrscheinlich.

VORSICHT: Eine Klage kann, im Gegensatz zum Mahnbescheid, sehr wohl öffentlich zugestellt werden!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von discorddnb
02.02.2017, 12:02

Perfekt! Vielen Dank!

0

Genau deshalb gehe ich kaum bis gar keine finanziellen Verbindlichkeiten ein.

In Deutschland hat du kaum ne Chance wenn du keine Kohle hast um dir einen guten Anwalt zu leisten.

Schau das du dich mit denen einigst, kümdige danach alle Verträge die du wirklich nicht brauchst und lasse dich nicht mehr auf so ein Mist wie überflüssige Versicherungen, Karten oder sonst was ein. Kein Fitness Studio Abo und nur noch Handyverträge mit monatlicher Kündigungsfrist.

Ich drück dir die Daumen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
02.02.2017, 00:05

Deine Antwort ist wenig hilfreich.

Rechtsvertretung ist keine Frage des Geldes. Wer mittellos ist, kann Beratungshilfe beantragen. Diese braucht es hier aber nicht, da kein streitiges Verfahren rechtshängig ist oder in der Schwebe befindlich.

Wer eine RSV hat, kann diese in Anspruch nehmen.

Es ist noch "nur" ein gerichtlicher Mahnbescheid. Den kann ich jedem schicken wie ich lustig bin so lange ich die Gerichtsgebühr bezahle.

1

Du gehst genau so vor wie von @kevin empfohlen! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?