Inkassogebühren nach Annahme verweigern?

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5 Antworten

Das Wichtigste wurde hier schon nachgefragt: Hast du damals irgendwas unterschrieben?

350€ Gebühren sind nämlich in der Tat reiner Unfug. Zumindest solange es noch nicht vor Gericht war, es also weder Gerichtsurteil noch ein gerichtliches (!) Mahnverfahren gab.

Wenn ich richtig gerechnet habe, sollst du also 453€ bezahlen, hast bisher erfolgreich 300€ bezahlt? Wenn ja, dann würde ich dem Inkasso folgendes schreiben:

"Wertes Inkasso. Ich habe mich zwischenzeitlich informiert. Ihre Gebühren von 350€ sind grundsätzlich weder erlaubt, noch in irgendeiner Weise durchsetzbar. Sie werden aufgefordert, umgehend die Forderungsaufstellung zu korrigieren, jeglichen Unfug zu streichen und ausschließlich nachvollziehbare Gebühren nach RVG zu erheben. Sie werden mir dann das Zuviel bezahlte umgehend zurückzahlen. Sie haben 14 Tage Zeit. Hiernach behalte ich mir vor, 1. Strafanzeige wegen gewerblichen Betrugs und Nötigung, 2. Beschwerde beim Aufsichtsgericht und 3. via eigenem Anwalt Klage auf Schadensersatz wegen ungerechtfertigter Bereicherung einzureichen. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung."

Das Geld wirst du vermutlich nicht einfach so zurückbekommen, nur mit einer Klage. Aber wenigstens dürfte danach wegen zusätzlicher Gebühren Ruhe sein. Wenn du das Geld zurück willst, würde ich dir alle 3 Schritte empfehlen.

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Kommentar von Labas22
04.03.2016, 20:32

Hallo, vielen Dank für die Nachricht!

Das Inkasso-Büro hatte mir ein Schreiben zugeschickt, auf welchem ich die Sache anerkennen musste. Die Gebühren waren als Gesamtposten ausgewiesen und nicht detailliert aufgeführt. 

Als Ankreuz-Möglichkeit gab es auch die "Ratenzahlungsvereinbarung", wonach ich 50 € pro Monat vereinbart habe. Danach kam ein Schreiben mit dem Ratenplan. Als zusätzliche Gebühr werden hier Zinsen zwischen 0,12 €  - 1,25€ ausgewiesen. Zusammenaddiert ergibt das eine Gesamtforderung von 478,49 €. 

Ich muss nicht unbedingt das bereits überwiesene Geld zurückbekommen, ich möchte nur nicht das noch ausstehende überweisen.  

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Um weitere Schritte zu vermeiden, habe ich die Hauptforderung und die Gebühren angenommen und eine Ratenzahlung vereinbart.

Wenn die Hauptforderung berechtigt war, warum hast du nicht an den Gläubiger gezahlt und das in einem Rutsch?

Und wenn sie unberechtigt war, wieso hast du sie überhaupt gezahlt?

Anyway, hast du einen schriftlichen Ratenvertrag unterschrieben ggf. mit Schuldeingeständnis?

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"und eine Ratenzahlung vereinbart. " sicherlich hast du dir diese Vereinbarung auch durchgelesen und die darin eingehenden Verpflichtungen zur Kenntniss genommen und sie mit deiner Unterschrift akzeptiert?

Und die paar Monate Briefe deiner Bank bei jeder fehlgeschlagenen Lastschrift zzgl. vermerkung in deinem Kontoauszug hast du übersehen? Oder dann doch eher ignoriert.

Du wirst zahlen müssen... und künftig hoffentlich etwas gewissenhafter mit verträgen die du unterschreibst, und wenn du es tust deren einhaltung umgehen.

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Kommentar von mepeisen
04.03.2016, 09:05

Dass 250€ Gebühren Unfug sind, sollte auch dir als Inkasso-Befürworter eigentlich bekannt sein. Selbst wenn man annimmt, dass es eine Rateneinigungsgebühr nebst 1,3 Gebühr gegeben haben sollte, sind das noch 100€ zu viel.

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Woraus bestehen denn die Gebühren im einzelnen?

Generell kann man sagen, dass man mit der ausgeführten Überweisung den vereinbarten Betrag zustimmt. Allerdings sind die Gebühren rechtlich geregelt. Hier empfehle ich dir das 123 Recht Forum: http://www.123recht.net/forum_forum.asp?forum_id=40 

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Kommentar von franneck1989
04.03.2016, 08:23

Generell kann man sagen, dass man mit der ausgeführten Überweisung den vereinbarten Betrag zustimmt.

Das ist falsch. Ein Schuldanerkenntnis kann nur schriftlich abgegeben werden

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Lass uns doch bitte wissen, wie die Ratenvereinbarung aussah und ob du eventuell was unterschrieben hast.


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