Muss ich Inkassogebühren bezahlen trotz Mail-Kontakt mit dem Gläubiger?

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4 Antworten

Nein, musst du nicht. Du hast durch deine mehrfachen Mails dem Unternehmen mitgeteilt, dass du zahlungsunfähig bist.

Ich zitiere diesbezüglich mal das AG Brandenburg, Urteil vom 23. Juli 2012 · Az. 37 C 54/12:

"Die Aufwendungen sind im Falle der Erfolglosigkeit nur zu erstatten,
wenn der Schuldner vor Einschaltung des Inkassounternehmens weder
erkennbar zahlungsunfähig noch zahlungsunwillig gewesen ist (weitere
Nachweise bei Palandt-Grüneberg, § 286, a.a.O.)."

Die Gebühren des Inkassobüros wirst du nicht bezahlen müssen.

Es können jedoch durchaus andere Verzugskosten (Zinsen, Gebühren für Mahnbescheid usw.) geltend gemacht werden



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Kommentar von Sushi2008
26.02.2016, 13:43

Das hab ich auch gefunden aber war mir unsicher. Vielen Dank schon mal 

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Ja und nein.

Du hast keinen Anspruch auf Ratenzahlung und du scheinst dich in Verzug zu befinden. Also bezahl den Gläubiger zzg. Zinsen, bevor ein gerichtlicher Mahnbescheid ergeht.

Inkassobüro ignorieren.

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Du hast wissentlich etwas bestellt, was sofortige und vollständige Bezahlung erfordert und mit der Bestellung den allgemeinen Geschäftsbedingungen zugestimmt.

Nach Erhalt der Ware hier zu verhandeln ist unverschämt und nicht vom Verkäufer hinzunehmen. Wenn Ratenzahlung angeboten würde, wäre das direkt bei Kaufabschluss als mögliche Zahlungsvariante angeboten worden.

Warum bestellt man etwas, was man sich gar nicht leisten kann und stellt sich anschließend als Opfer hin?

Wie würdest Du das denn finden, wenn Du einen Anstellungsvertrag mit einem Arbeitgeber abschliesst, in dem geregelt ist, dass Du jeden Montag Betrag x erhälst und wenn die Zahlung fällig wäre, der AG fragt, ob er das auch irgendwie in Raten an Dich zahlen kann?

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Kommentar von franneck1989
26.02.2016, 13:47

Nach Erhalt der Ware hier zu verhandeln ist unverschämt und nicht vom Verkäufer hinzunehmen.

Ebenso unverschämt ist die Einschaltung eines Inkassobüros als Druckmittel

Ein gerichtlicher Mahnbescheid wäre zielführender und günstiger

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Wirst Du wohl hinnehmen müssen. Deine Mails sind bei Rossmann im Spam-Ordner gelandet.

Wer glaubt, derartige Angelegenheiten nicht brieflich, sondern per E-Mail oder gar Watsäpp regeln zu können, zahlt halt den Inkassoanwalt.

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Kommentar von franneck1989
26.02.2016, 13:44

Deine Mails sind bei Rossmann im Spam-Ordner gelandet.

Siehe Fragestellung: "Mitte Februar dann die Antwort - wir haben alles weitergeleitet ans Inkasso unternehmen."

Also sind die mitnichten irgendwo im Spam gelandet.

Wer glaubt, derartige Angelegenheiten nicht brieflich, sondern per
E-Mail oder gar Watsäpp regeln zu können, zahlt halt den Inkassoanwalt.

Inkassogebühren sind aus mehreren Gründen nicht durchsetzbar

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