Inkassoforderung auf 3 Jahre zurückstehenden Betrag. Verjährung? Für Fremdverschulden zahlen müssen

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11 Antworten

Mir war eine Acoreus-Rechnung zugegangen. Dort wurde mir im September 2008 vorgeworfen, ich hätte im März 2006 zwei Rechnungen des Telefonanbieters Ventelo nicht gezahlt. Insgesamt rund 1,86 Euro, plus Zinsen seither, zusammen rund 2,05 Euro. Mahnung hatte ich nie erhalten. Rund 20,05 Euro sollte ich deshalb an Acoreus zahlen, ein paar Tage später etwa 23,05 Euro, und nach einem Widerspruch zirka 26,05 Euro. Ich habe mich etwas rechtskundig gemacht. Die Sache ist ganz einfach. Mir wurde in einer Beratungsstelle gesagt, ich solle die ursprüngliche Rechnung zahlen, natürlich an den ursprünglichen Rechnungssteller, inklusive Zinsen, also 2,05 Euro und sonst nix. Inkassobüro nicht beachten und auch nicht zahlen. Denn mit dem Inkassobüro habe ich keinerlei Vertragsverhältnis. Die können mich nicht verklagen, selbst wenn sie damit drohen, mangels Geschäftsgrundlage. Dass ich dem ursprünglichen Forderungssteller zahle und nicht der Inkassofirma ist deren Geschäftsrisiko. Klagen könnte nur der mit der offenen Forderung, also Ventelo, und dessen Ansprüche müsse ich allerdings ausgleichen. Folgendermaßen habe ich es dann auch gemacht: Die Kontoverbindung von Ventelo fand ich nach einiger Suche auf deren Internetseite. Unter einer musterhaften Rechnungserklärung stand sie. Gezahlt habe ich dann die beiden Rechnungen in einem Rutsch, inklusive Zinsen natürlich. Rechnungsnummern stand im Acoreus-Brief, und die gab ich als Verwendungszweck an. Dann setzte ich noch einen drauf: In einer Mail an Ventelo übersandte ich den Überweisungsbeleg, verbunden mit der Bitte, selbst der Inkassofirma Bescheid zu geben. Denn ich stehe schließlich mit der Inkassofirma in keinerlei Vertragsverhältnis. Ist erst zwei Wochen her, aber seither habe ich noch nichts wieder gehört, und ich gehe davon aus, dass das auch so bleibt.

Danke Alzenauer! Ich bin im Prinzip genauso vorgegangen: Acoreus Mahnung für Ventelo Call-by-Call Dienst, Telekom Rechnung von Juli 2006 (also noch nicht verjährt), Forderung ~3 Euro plus die oben genannten Gebühren, insgesamt ~ 38 Euro. Ein Anruf bei der (übrigens sehr freundlichen) Telekom förderte zu Tage, dass die Forderung berechtigt ist. Da ich bisher keine Zahlungsaufforderung der Ventelo GmbH erhalten habe, habe ich zwar umgehend die Hauptforderung plus Zinsen an Ventelo (direkt und nicht an Acoreus) unter Angabe der ursprünglichen Telekom Rechnungsnummer überwiesen, nicht jedoch die horrenden Inkassogebühren, Auslagen etc.. Ventelo habe ich dies per e-mail mitgeteilt und einen Überweisungsbeleg angehängt. Wie Alzenauer habe ich sie gebeten Acoreus zu bitten jeglichen Schriftverkehr mit mir einzustellen und sich in Zukunft direkt mit (möglicherweise weiteren) Forderungen an mich zu richten, bei berechtigten Forderungen wäre ich selbstverständlich bereit unverzüglich zu zahlen. Weiterhin habe ich sie davon in Kenntnis gesetzt, dass ich weder sie noch ihre Mutterfirma QSC in Zukunft im Bekanntenkreis weiterempfehlen werde bzw. aufgrund der von mir abzulehnenden Geschäftspraxis von jeglichen Geschäftsbeziehungen mit diesen abraten werde. Ich fände es schade, dass sie ihrem eigentlich sehr guten Ruf (mir zumindest im Falle QSC bekannt) schaden würden. Abschließend habe ich sie um eine Empfangsbestätigung gebeten.

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Bei Forderungen von Kaufleuten (Fimen) gegenüber Privatpersonen beträgt die Verjährungsfrist nur 2 Jahre. Die 3 jährige Regelverjährungsfrist tritt hier aber in Kraft da es sich nicht um körperliche Werke (z.B. Arbeiten) handelt.

Aufjedenfall ist diese Frist bei Dir abgelaufen, wenn nicht in der zwischen Zeit sonstige Schreiben die ein Inkassoverfahren angedeutet haben bei Dir eingetroffen sind.

Du solltest also derzeit keine Zahlungen vornehmen. Das bei einem Wechsel von Telefongesellschaften oftmals die Positionen für Drittanbieter nicht beglichen werden kommt des öfteren vor. Jedoch wird in der Regel im Kündigungsschreiben darauf hingewiesen.

Um sich aber vor weiteren unangenehmen Rechtsfolgen zu schützen empfehle ich Dir Kontakt mit einem Anwalt aufzunehmen.

Hallo Zusammen,

bei mir ist auch ein Schreiben der Ventelo eingetroffen. Die "Forderung" seit Januar 2007 beläuft sich auf unter 1,60 € (zuzüglich "Mahngebühren", Gesamtbetrag liegt bei knapp über 4 €uro).

Natürlich wurde in dem Schreiben gleich mit einem Inkasso unternehmen gedroht.

Hatte von dieser "Firma" noch nie irgendwas gehört.

Wenn diese Forderung gerechtfertigt ist, bin ich gerne bereit den Betrag zu überweisen.

Da diese Firma anscheinend nicht in der Lage ist, die von ihnen angemahnten Beträge plauisibel und nachvollziehbar zu belegen, und augenscheinlich mehrere hiervon betroffen sind, habe ich heute Strafanzeige gestellt.

Der Schriftwechsel mit dieser "Firma" wurde an die Regulierungsbehörde sowie diverse Presseorgane weitergeleitet.

Auch wenn es sich meistens um geringe Beträge handelt - die Masse macht´s.

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