Inkassofirma beauftragen oder Schuldner besser gleich beim Amtsgericht verklagen?

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5 Antworten

Wenn die Forderung unstrittig ist (also keine Reklamationen oder sonst etwas vorliegen), braucht Ihr eigentlich keinen Anwalt; einen Mahnbescheid könnt Ihr für relativ kleines Geld selbst online beantragen.

Einen Anwalt bräuchtet Ihr nur dann, wenn der Kunde dem Mahnbescheid widerspricht; dann müsstet Ihr ihn verklagen, um weiterzukommen.

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Lass das mit den Inkassos. Die bringen nichts, man hat nur Ärger damit und außer Kosten passiert da nicht viel. Die Zeit, die du ins Inkasso investiert, kannst du auch direkt in einen Anwalt investieren.

Beschäftige dich damit, wie man einen Mahnbescheid ausfüllt (geht, wie hier schon steht auch online). Die Minuten, die du für den Mahnbescheid brauchst, hast du auch an Aufwand für die Abstimmung mit dem Inkasso.

Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid beauftragst du einen Anwalt direkt mit einer Klage. Ohne groß herum zu diskutieren.

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Der "preisgünstigste" Weg wäre wohl der Mahnbescheid (den man früher etwas drastischer als Zahlungsbefehl bezeichnet hat). Den könnt Ihr ohne Einschaltung eines Anwalts selbst anleiern.

Google mal nach "Online-Mahnung", da wird erklärt, wies geht und welche Gebühren Ihr im voraus abdrücken müßt.

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Lohnt sich bei euren offensichtlich höheren Warenwerten nicht eine Betreuung durch einen Anwalt ( Schriftverkehr über eine Kanzlei laufen zu lassen )?

Das erspart viel Ärger....

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Inkasso verlangt meist ne hohe Provision. Die sind privat und haben nicht so viele Rechte.

Gerichte haben mehr Rechte und können besser Druck ausüben. Dürfen auch Wohnung betreten, wenn's sein muss mit Polizei.

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Kommentar von mepeisen
07.04.2016, 09:06

der erste Absatz ist in der Tat noch OK

Beim zweiten Absatz wirfst du extrem viel durcheinander. Gerichte betreten niemandes Wohnung. Und die üben im engeren Sinne auch keinerlei Druck aus.

Wenn denn ein Mahnbescheid oder eine Klage erfolgreich ist, erhält der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel. Mit diesem kann er dann die Schulden pfänden. Wo und wie ist ihm überlassen, er kann sich dann beispielsweise (über einen Gerichtsbeschluss) an den Arbeitgeber des Schuldners wenden oder an die Bank, um das Konto zu pfänden. Er kann auch einen Gerichtsvollzieher beauftragen, dann mal persönlich beim Schuldner vorbei zu schauen.

Erst wenn der Schuldner dann wiederholt nicht bezahlt und reagiert bzw. keinen Zutritt zur Wohnung gestattet, kann die Wohnung auf Antrag zwangsweise geöffnet werden. All das muss der Gläubiger beantragen und die Kosten zunächst auslegen. Gerade Schlosser und Polizeieinsatz ist nicht billig, daher machen das nicht alle Gläubiger. Denn wenn der Schuldner zahlungsunfähig ist und nichts von Wert hat, bleibt der Gläubiger auf diesen Kosten sitzen.

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