Inkassodienst gerechtfertigt?

4 Antworten

laut Wiki Deutschland [Bearbeiten]

Eine Mahnung, auch als Zahlungserinnerung bezeichnet, ist die bestimmte und eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen.[1] Die Mahnung kann (neben Bestehen eines fälligen Anspruchs und Nichtleistung durch den Schuldner) Voraussetzung für den Verzug des Schuldners sein (§ 286 BGB). Verzug tritt nicht ein, solange der Schuldner die Nichtleistung nicht zu vertreten hat, wofür er aber beweispflichtig ist. Wenn durch vertragliche Vereinbarung mit dem Schuldner für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist oder sich nach einem vorausgehenden Ereignis kalendermäßig berechnen lässt (z. B. „zwei Wochen ab Lieferung“, „ab Zugang der Rechnung“, „ab Kündigung“), ist die Mahnung nicht erforderlich (§ 286 Abs. 2 BGB). Einer Mahnung bedarf es auch dann nicht, wenn der Schuldner die kurzfristige Leistung ausdrücklich zugesagt hat, aber diese Zusage nicht einhält (sog. Selbstmahnung) oder wenn der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert hat (z. B.: „Von mir bekommen Sie kein Geld!“). Der Schuldner einer Entgeltforderung kommt - ohne dass er gemahnt werden müsste - spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in Verzug. Ist der Schuldner Verbraucher (§ 13 BGB), muss er auf diese Folgen in der Rechnung besonders hingewiesen worden sein. Die Verzugszinsen werden grundsätzlich bei der ersten Mahnung nicht berechnet.

Ich darf, wenn ein Tag nach dem Datum was auf der Rechnung steht, die Kohle nicht da ist ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt beauftragen oder das gerichtliche Mahnverfahren einleiten oder dich auf Zahlung verklagen.

Eine Mahnung ist ein Einnerungsschreiben, ein Zwang besteht dazu nicht. Wenn ich keine Lust habe nachdem ich dir eine Rechnung schreibe, 30 Tage zu warten bis Verzug eintritt, schicke ich eine Mahnung raus bist du in Verzug.

Allerdings solltest du das Inkassobüro ignorieren und Zahlungen ausschließlich an den Gläubiger leisten. Inkassokosten sind nicht erstattungspflichtig. Hauptforderung + evtl. Verzugszinsen + Mahnkosten (2,50 € je Schreiben) allerdings schon!

schade, jetzt hatte ich dir forderung inkl. Kosten für Inkassounternehmen schon überwiesen. Inkassokosten waren fast 70 euro. Kann ich diese 70 Euro bei der nächsten Zahlung an den Sromanbieten abziehen da die Inkassokosten nicht erstattungsfähig sind? Natürlich würde ich meinen Stromanbieter vorher darüber in Kenntnis setzten wieso ich diese 70 Euro bei der nächsten Abschlagszahlung abziehe...

0
@gogi1

Nein. Gläubiger (Stromanbieter) und Inkassoladen sind zwei paar Schuhe. Wenn du die Inkassokosten erstattet haben willst wirst du wohl klagen müssen gegen den Inkassodienstleister.

Verbuch es als Lehrgeld für die Zukunft.

0

nach meinem kenntnisstand darf mit ausreichend verzugsfrist bereits nach der ersten mahnung ein inkassodienst eingeschlatet werden.... du hättest eben nach der ersten mahnung schon mit dem stromanbieter reden sollen. ggf. ratenzahlungen veranlassen

lg, anna

"Dürfen " geht immer ;-))

Durchsetzungsfähig sind die Gebühren des ext Inkassobüros aber meistens nicht wie z.b hier :

AG Berlin Mitte vom 01.09.2009 Geschäftsnr. 8 C 118/09) Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat, kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gemäß §254 BGB ausgeschlossen…. Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind, wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten, die denen des Gläubigers überlegen wären.

AG Kehl Urteil vom 26.4.2011, 4 C 19/11 ...Nach Auffassung des Gerichts ist die Ersatzfähigkeit von Inkassokosten in einem Fall wie dem vorliegenden generell zu verneinen; allenfalls in besonders gelagerten Ausnahmefällen, z.B. Einziehung einer Forderung, die sich gegen einen im Ausland wohnenden Schuldner richtet, kann etwas anderes gelten (so auch AG Köln, Urteil vom 03.11.2010, 118 C 186/10, Juris, mit Hinweis auf die Rechtsprechung im dortigen LG-Bezirk

AG Köln, Urteil vom 03.11.2010, 118 C 186/10 Inkassokosten sind nach der Rechtsprechung des Amtsgerichts Köln und zahlreicher seiner Berufungskammern des Landgerichts Köln indes grundsätzlich nicht erstattungsfähig . Für eine Ausnahme ist nichts vorgetragen und nichts ersichtlich .

0

Zalando Inkasso obwohl die Ware zurück geschickt wurde!

Hallo ihr Lieben,

ich habe mir im Januar bei Zalando 3 Jacken bestellt und diese wieder zurück geschickt. Nun habe einen Brief von einem Inkassounternehmen erhalten, in dem ich aufgefordert werde knapp 120€ an Zarlando und nochmals 75€ an das Inkassounternehmen zu zahlen! ( ich habe in der Zeit nicht mal eine Mahnung erhalten!) Was soll ich tun? Das Geld soll bis zum 07.06.2014 überwiesen sein. Soll ich bezahlen? Nicht das die Kosten dann noch teurer werden weil ich ja nicht beweisen kann das ich alle Jacken anstatt nur 2 von 3 wieder zurück geschickt habe.

Danke im Voraus für die Antworten 

...zur Frage

Mahngebühren für Mahnungen, die nie ankamen? Muss ich bezahlen? Wer hat Beweispflicht?

Hallo,

die insolvente Fa. neckermann hat bei mir noch offene Forderungen, diese habe ich zum Teil bezahlt, da die Angelegenheit seitens neckermann an ein Inkasso Unternehmen weitergereicht wurde, von denen ich nun einen Brief erhalten habe.

Allerdings habe ich nur eine Teilzahlung geleistet, da ich nicht einsehe, von neckermann erhobene Mahngebühren zu bezahlen, für Mahnungen, die mich nie erreicht haben. Zudem habe ich x-Fach seitenlange briefe und Emails mit Zahlungsangeboten geschrieben, auf die neckermann nicht reagiert, das nur als Randbemerkung.

Neckermann hat dem Inkassounternehmen einfach mitgeteilt, die Forderungen seien gerechtfertigt, der Kunde hat einfach Unrecht.

Kennt sich jemand aus? Ich bezahle keine Mahngebühren und Zinsen für Mahnungen, die ich nie erhalten habe. Hier muss doch neckermann beweisen, dass mir die Mahnung zugestellt wurde, oder?

Danke

...zur Frage

Wir bekommen seit ca.einem Jahr Briefe von der Inkassofirma...

...immer wieder mit Mahnungen und Rechnungen,teilweise sogar zwei Rechnungen.Der letzte Brief kam am 18.12.2013 und darin satand,das wenn wir der Forderung nicht innerhalb der nächsten acht Tage nachgehen werden,das Inkassounternehmen oder irgendwelche anderen Leute persönlich uns aufsuchen werden.Nun haben wir Angst,das hier irgendwelche Geldeintreiber vor der Tür stehen.Ich bin tagsüber mit zwei Kindern alleine.Mein Partner hat jede Mahnung/Brief an die Polizei weitergegeben und beim letzten Brief mit der Drohung hat die Polizei nichts unternommen wollen.Wie verhalten wir uns jetzt?

...zur Frage

Mahnung von Sky Hilfe bitte

Hallo meine lieben. Ich habe meine Rechnung von November leider nicht bezahlen können, die 29,99 beträgt und jetzt muss ich 115 Euro bezahlen. Ist das möglich? Die haben drei Mahnungen geschickt jedesmal 30€ noch drauf.

...zur Frage

EVD Energieversorgung Deutschland GmbH --- Stromanbieter Ökostrom

Hallo, hat jemand Erfahrungen mit der EVD Energieversorgung Deutschland GmbH gemacht? Denn wir wollen auch den Anbieter wechseln und finden nichts zur EVD im Netz. Homepage ist www.ev-d.de, hört sich auf den ersten Blick alles gut an... Danke schonmal für die Rückmeldung!

...zur Frage

Ist dieses Inkasso-Verfahren rechtens?

Hallo,

Vor etwa über einem Jahr bekam ich von meinem Stromanbieter ein Mahnschreiben über 350€ (zum damaligen Zeitpunkt schätzungsweise eine Nachzahlung), monatliche Anschläge wurden pünktlich per Dauerauftrag überwiesen.

Nachdem ich diese Rechnung niemals besaß, forderte ich diese 5x schriftlich beim Stromanbieter an. Ich habe niemals eine Rechnungskopie bekommen in der ersichtlich ist, wie der Betrag zustande gekommen ist.

Nach 4 Monaten und unzähligen Mahnschreiben kündigte mein Stromanbieter den Vertrag und ich wechselte dadurch automatisch zum Grundversorger.

Vor 2 Wochen bekam ich nun vom beauftragen Inkassounternehmen ein Schreiben mit einer Forderung in Höhe des doppelten Rechnungsbetrages. Diesem habe ich widersprochen, mit dem Grund, dass ich bereits seit einem halben Jahr auf eine Rechnungskopie warte und der Stromanbieter sich bis dato weigerte/ignorierte diesen mir auszuhändigen.

Meine Frage: Wie schaut es hier mit der Rechtsprechung aus? Hat das Inkassounternehmen ein Recht darauf Kosten aufzuschlagen, obwohl der Stromanbieter nicht in der Lage ist eine Rechnung vorzulegen? Die Rechnungskopie erhielt ich heute per Post nach 7 Monaten!!!! von dem Inkassounternehmen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?