Inkassobüro Mediafinanz Osnabrück, erneute Forderung.Firmenname geändert, seriös?

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4 Antworten

19€ Mahngebühren sind zunächst mal frei erfundener Blödsinn. Bei Mahnungen sind nur die direkt entstandenen Sachkosten durchsetzbar (Briefpapier usw.). je nach Gericht wird 1€ bis 2,50€ maximal akzeptiert. Bei eMails sind die Sachkosten nicht messbar, maximal 1 Cent hoch für Strom usw.

Und nein, Ausgleich für Personalkosten gibt es gemäß BGH-Rechtsprechung nicht.

Wie hier schon steht, kann man so etwas eigentlich ignorieren. Wie ernst die es meinen mit dem Mahnbescheid, hast du ja mitbekommen. Mit den 19€ zu viel sind die gut bedient. Im zweifel würde ich so argumentieren: 18€ für Schreiben einfacher Art und 1€ für Briefporto bei den Mahnungen und Zinsen. Die 1€ sind zwar knapp für den Rest, aber mehr steht denen meiner Meinung nach nicht. Die sollen erst mal beweisen, dass das Briefporto teurer war als 70 Cent, zumal Großversender sicherlich Rabatte bei der Post bekommen. ;-)

Ironhite 02.12.2016, 20:21

Vielen Dank für die Antwort !

Okay, also werde ich erstmal nicht reagieren.

Was passiert denn wenn ich einen gerichtlichen Mahnbescheid bekomme? Kenne mich damit wirklich nicht aus.

Dann widerspreche ich dem? Und was passiert dann? Kommt es dann zu einem Schufa Eintrag? Fallen hohe Kosten für mich an?

Liebe Grüße

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mepeisen 03.12.2016, 10:39
@Ironhite

Was passiert denn wenn ich einen gerichtlichen Mahnbescheid bekomme?

Man kriegt ein Widerspruchsformular. Dort kann man einfach ein Kreuzchen machen (Ich widerspreche komplett) und per Einschreiben ans Gericht zurück schicken. Dann ist das Mahnverfahren vorbei und das Inkasso ist genauso weit wie zuvor, hat also weiterhin nichts an der Hand.

Schufa-Einträge bei Widerspruch sind unzulässig. Erst dann, wenn ein Gericht im Anschluss in einer regulären Klage urteilen würde, dass du bezahlen müsstest, erst dann könnte es einen Titel geben und auch nur dann ggf. ein Schufa-Eintrag.

Kosten fallen für dich außer dem Briefporto keine an, solange du nicht im Anschluss verurteilt werden würdest. Das Mahnverfahren bezahlt immer der Antragsteller/Gläubiger. Nicht du. Und wenn du widersprichst, bleibt der Gläubiger auf diesen Kosten erst mal sitzen.

Ob die klagen, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Es wird extrem selten überhaupt geklagt nur wegen Inkassokosten und auch wenn es selten Stimmen gibt, dass so etwas erfolgreich war (IKEA macht das wohl hin und wieder), haben sie die Leute nie wieder gemeldet, als ich nach Aktenzeichen gefragt habe. Das ist keine Garantie, dass es nicht doch zur Klage kommt. Aber gegen die Argumentation, die man aufbauen kann, wenn man geschickt genug ist, müssen die erst mal ankommen. Das wissen die Inkassos aber auch.

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Das ist ein Hoffnungslauf des Inkasso. Man hofft einfach darauf dass du die Sache mittlerweile vergessen oder es dir anders überlegt hast.

Einfach ignorieren

Gar nicht reagieren. Erst falls es zu einem gerichtl mahnbescheid kommen sollte. dann fristgem. widerspruch. 

An dieser Mail ist nichts "unseriös", sondern hat sich der Firmenname geändert und dadurch auch die HRB. Das ist normal.

Wenn die Mahnung 2014 geschrieben wurde, und sie sich erst ab dem 01.01.2018 wieder gemeldet hätten, wäre die Mahnung verjährt. Damit das nicht passiert schreiben sie immer mal wieder mal damit die Forderung "aktuell" bleibt und die verjährung quasi resettet wird.

Eine Verjährung beginnt am 31.12. des Jahres in dem die Mahnung geschrieben wurde, und endet auch am 31.12. nach 3 Jahren. 2010 die Mahnung geschrieben bsp., 2014 wäre sie unwirksam.

Warum man 21,90 € nicht bezahlt sei mal dahin gestellt, aber bei 21,90 € betragen die maximalen Inkassokosten 15 € da die HF unter 500 € ist. Gerichtlich also schwer durchzusetzen, was aber nicht heißt dass sie es nicht dennoch machen.

Gar nichts zu tun ist nicht immer richtig. Denen zu schreiben dass man die Mahnung aus den und den Gründen widerspricht, wie gesagt wären die Inkassokosten schon ein Grund dafür, kommt dir zu gute. Sollte ein Mahnbescheid kommen, dann hat man Probleme und die Gebühren wurden so von dir auch akzeptiert.

mepeisen 02.12.2016, 19:01

Damit das nicht passiert schreiben sie immer mal wieder mal damit die Forderung "aktuell" bleibt und die verjährung quasi resettet wird.

Mahnbriefe, Inkassobriefe oder Anwaltsbriefe haben exakt 0 Einfluss auf die Verjährung. Da wird nichts resettet.

Und der Verjährungsbeginn ist auch keinesfalls das Mahnungsdatum. Verjährungsbeginn ist die Fälligkeit der ursprünglichen Hauptforderung.

betragen die maximalen Inkassokosten 15 € da die HF unter 500 € ist.

Offenbar willst du auf ein Schreiben einfacher Art raus. Kann man so argumentieren, aber unterm Strich sind es dann 18€ (15€ Gebühr und 3€ Auslagen).

Sollte ein Mahnbescheid kommen, dann hat man Probleme und die Gebühren wurden so von dir auch akzeptiert.

Einem Mahnbescheid kann man durch einfaches Kreuzchen widersprechen.

Schuldanerkenntnisse müssen ansonsten schriftlich erfolgen. Man ist nicht gezwungen, sich gegenüber dem Inkasso zu äußern. Der einzig positive Effekt, den ein Widerspruch hat: Auskunftei-Einträge (Schufa usw.) werden damit verhindert.


Korrekter Ansatz von dir, aber im Detail ist leider einiges falsch. Hoffe, dir mit den Richtigstellungen geholfen zu haben, damit es nächstes Mal besser klappt mit den Ratschlägen ;-)

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