Inkasso trotz vorheriger Meldung beim Gläubiger?

6 Antworten

Das Problem ist leider, dass du das mündliche Gespräch nicht beweisen kannst. Und wird sich der Marktleiter an dich erinnern und an seine Aussage? Unwahrscheinlich. Könntest du es beweisen, wäre der Fall eindeutig: Du hast die Zahlung angeboten, die Annahme wurde verweigert und damit sind alle Folgekosten nicht mehr dein Problem.

Nehmen wir dieses Gespräch mit dem marktleiter weg:

Dann müsstest du maximal die Rücklastschriftgebühren (max. 3,65€ nach Ansicht vieler Gerichte), die Adressermittlung (10€ maximal) und etwas Briefporto bezahlen.

Alle übrigen Gebühren fallen unter "frei erfunden". Gegenargumente gegen die Inkassogebühren sind beispielsweise bei Ingenico/CCS das Konzerninkasso, das echte/unechte Factoring oder auch der sogenannte Inkassoüberfall.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung
(max. 3,65€ nach Ansicht vieler Gerichte), die Adressermittlung (10€ maximal)

pauschal maximal so viel... wenn man es entsprechend nachweist natürlich so viel Schaden wir entstanden ist. Commerzbank z.B. 8,11€.

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@geheim007b

Nö. Gläubiger haben keine narrenfreiheit. Man muss unsinnig hohe Gebühren auch nicht bezahlen.

Leichter verständliches Beispiel: ich kann auch Dieter Bohlen mit Helikopter beauftragen einen mahnbrief zuzustellen. Dessen Honorar bezahl der Schuldner trotzdem nicht.

Wenn ein durchschnittlicher Business Kunde im Durchschnitt 3.65 Euro bezahlt bei einer rücklastschrift ist es das Problem des Gläubigers, wenn er zu einer Wucher Bank geht.

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@mepeisen

Dann nenn mir bitte eine Bank bei der der Gläubiger (so denn er kein Konzern mit Mrd. Umsatz ist) Rücklastschriften für 3,65€ anbietet? Da 3€ schon generell an die Fremdbank gehen wären 65 Cent für die eigene Bank drin... ich kenne keine. Ich weiß aber dass CoBa 5,11€ Eigenanteil sind, Sparkasse waren glaube ich sogar etwas mehr und ebenso bei der Volksbank. Von Marktüblich kann bei 3,65€ also nicht die rede sein... denn Coba, Sparkasse und VoBa dürften schon einen großen Teil des Marktes abdecken. Und das Konto bei der Coba ist ein Premium Plus... also dass mit den höchsten Grundgebühr, aber dafür niedrige sonstige Gebühren.

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@geheim007b

Wo hast du denn das her, dass 3€ an die Fremdbank gehen würden? Die 3,65€ stammen aus Gerichtsurteilen. Wo vom Gericht mehrere Banken befragt wurden und dann kam das als angemessener Durchschnittspreis heraus.

so denn er kein Konzern mit Mrd. Umsatz ist

Das ist Quatsch. Die meisten Banken bieten entsprechende Business-Konditionen bereits bei Paketen von 100 Lastschriften pro Monat an. Von Preisverzeichnissen auszugehen, die für Einmal-Lastschriften gelten, ist der Denkfehler bei dir.

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@mepeisen

wird so bei der Rücklastschrift angezeigt und gab es auch bei allen Banken bei denen ich Lastschriften eingereicht habe. Bei Lastschriften über 1000€ wird es sogar nochmal teurer

https://www.bilder-upload.eu/bild-b3d188-1558027869.png.html

Im Paket sind unlimitierte Lastschriften ohne kosten.... bis auf eben Rücklastschriften. Auch dass war überall so (mit Ausnahme dass die Sparkasse generell pro Buchung eine Wahnsinnsgebühr wollte). Oder gelten die Rücklastschrifttarife erst bei 100 Lastschriften? So ein Tarif wäre mir nicht bekannt... vieleicht wurde er aber auch noch nie angeboten weil wir nur auf knapp 60-80 Lastschriften im Monat kommen. Aber selbst wenn ein Betrieb nur 10 Lastschriften im Monat macht und eben diesen Massentarif nicht bekommt... es ist der effektive Schaden und der kann so belegt werden. Ansonsten müsste der Gesetzgeber die Banken dazu verdonnern das nicht teurer zu machen

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@geheim007b

Dass ein kleiner Handwerker ums Eck da ggf. andere Konditionen hat, das ist wirklich so und da muss man dann ggf. auch trennen. Aber wir reden hier nicht von so einem Fall.

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@mepeisen

ja. Darum sagte ich ja klar ggf. müssen die kosten nachgewiesen werden, könnte mir auch vorstellen dass ein Gericht ohne Belege gar nichts akzeptiert.. sind die Kosten aber da und marktüblich (nachgewiesen z.B. über eine offizielle Preisliste einer großen bank) sind sie auch zu bezahlen, auch wenn es wie in meinem Beispiel 9,66€ sind (lass es ein Reisebüro mit 5 Mitarbeitern sein das so Summen von Privatpersonen abbucht und daher auch hohere Rücklastschriftkosten hat). Ich denke bei den Urteilen ging es eher darum die 3,75€ pauschal ohne Belege zu berechnen. Ganz ehrlich... wenn ich einen Schuldner hätte der da auf neunmalklug tun würde und blöd wird, würde ich zur Not auch 5€ einklagen lassen wenn ich wüsste dass der am Ende auch zahlen kann. Darum sag ich auch was gegen pauschale aussagen die genau von solchen Leuten dann immer zitiert werden (Inkassokosten muss man nicht zahlen, Rücklastschrift darf nicht teurer sein wie X€ usw.). Sie treffen auf Konzerne zu, aber eben nicht pauschal.

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@geheim007b

Marktüblich ist nicht die Preisliste einer einzelnen Bank. Marktüblich ist eher eine Art Durchschnitt. Und die Urteile mit 3.65 Euro sind noch nicht so alt.

Ob du das wahrhaben willst oder nicht ist egal.

Klar hat man als kleinunternehmen da gewisse Probleme gute Tarife zu kriegen.

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@mepeisen

das wäre dann ja so wie wenn ich jemanden nen totalschaden an seinem neuen Auto verursache und ich nur den Flottenpreis von Sixt bezahlen müsste... Marktüblich dürfte der Medianwert sein, nicht der Mittelwert und wenn so viele Firmen einen besseren Preis geben ist es fraglich warum es da keinen offiziellen Tarif für gibt sondern alles Individualabsprachen sind.

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@geheim007b

Ähhhm Nein. Besserer vergleich. Wenn ich ein Auto des listenpreises 50tsd euro bei einem Wucher Händler für 150tsd euro kaufe, dann kriege ich nicht die 150tsd euro erstattet.

Was kann denn der schadensverursacher dafür, wenn der autobesitzer Geld verschenkt?

Warum es keinen offiziellen Tarif gibt kann ich dir nicht beantworten. Das Frage mal deinen bankberater. Grösse Firmen haben da immer individualabsprachen. B2b vertragsfreiheit.

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@mepeisen

ja, aber wenn das Auto bei 1000 Autohändlern ca. das gleiche kostet ist es eben der medianwert den 95% aller Leute bekommen. Aber ich könnte ja spaßeshalber mal anfragen ob mir die Coba bei meiner Menge Lastschriften (und so max. 5-8 Rückläufer im Monat) einen Individualtarif gibt :). Hätte ich jetzt auch nichts dagegen :).

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@geheim007b

Frag halt mal. Beziehe dich da nicht auf die Anzahl der Rückläufer, sondern auf die Anzahl der Lastschriften selbst ;-)

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In diesem Zusammenhang würde ich nur die Hauptforderung begleichen und dies auch entsprechend der Hauptfiliale !! schriftlich !! mitteilen - denn die Hinzuziehung eines Inkassodienstes war ehedem unnötig.

https://netto.de/impressum/ ( "schwarz-gelber" Markt )

https://www.netto-online.de/unternehmen/ponholz

Bei Netto:

Kaufbetrag 29,38 € Belegermittlungsgebühren 6,62 € Geschäftsgebühr 33,75 € Post- und Telekommunikationspauschale 6,75 €

Bei Rossmann:

Kaufbetrag 27,94 € Bankrücklastgebühren 0,80 € Belegermittlungsgebühren 6,62 € Adressermittlungskosten 17,34 € Geschäftsgebühr 45,00 € Post- und Telekommunikationspauschale 9,00 €

Beide Mahnungen datiert am 9.5.19 waren in 1 Briefumschlag. Eingang gestern 15.5.19 mit Zahlungsfrist zum 21.5.19

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@Mietzi609

Aha. Das ist dann CCS. Die Belegermittlung ist frei erfundener Unsinn. Muss man definitiv nicht zahlen.

Die RVG-Gebühr (Geschäftsgebühr+Telekommunikationspauschale) aufgrund des Konzern-Inkassos und Überfall-Inkassos ebenfalls nicht. Konzerninkasso liegt vor, da die Ingenico und die CCS zu demselben Konzern gehören.

Adressermittlung maximal 10€ (Gebühr für Schufa-AdFinder)

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Wie verhalte ich mich jetzt?

Bezahlen und froh sein, dass (noch) kein Strafverfahren eingeleitet wurde.

Es gibt hier weit und breit keine Straftat.

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Quatsch ! Eingehungsbetrug liegt nicht vor !

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Mahnung trotz Nachsendeauftrag nicht erhalten - nun Brief von Inkasso

Hallo,

ich bin letztes Jahr im April wieder zu meiner Mutter gezogen und habe auch einen Nachsendeantrag gestellt. Ende Juli habe ich wieder eine eigene Wohnung gefunden und erneut einen Nachsendeantrag gestellt (von meiner Mutter in die neue Wohnung).

Heute finde ich im Briefkasten einen Brief von einem Inkassobüro. Eine Forderung über 152,00 Euro + Mahnspesen, Gebühren,... insgesamt knapp 240,00 Euro.

Habe dann gleich beim Inkassobüro angerufen um was es überhaupt geht. Die Dame war sehr unfreundlich und teilte mir nur mit, das es um zwei verschiede Handy-Verträge geht, dessen Gebühren nicht bezahlt wurden. Die Verträge hatte ich selbst bereits im Dezember 2011 gekündigt. Laut Kündigungsbestätigung läuft einer bis 30.04.2012 der andere bis 21.01.2013. (Kündigungsbestätigung habe ich vorliegen). Lt. Inkasso hätte aber mir der Gläubiger die Verträge wegen Zahlungsverzug gekündigt. Gut, es kann durauch sein das ich mal eine Rechnung übersehen habe, aber Ich habe nie eine Mahnung vom Gläubiger erhalten.

Die Dame vom Inkassobüro hatte mir auch am Telefon bestätigt das Briefe mehrmals nicht zugestellt werden konnten und es deshalb an Inkasso weitergeleitet wurde. Sie meinte noch ich soll den Betrag doch einfach bezahlen und alles ist in Ordnung.

Da der erste Vertrag im April 2012 ausgelaufen ist, hatte ich auch bereits einen neuen Vertrag abgeschlossen, da es ein günstigerer Vertrag war. Ich habe dem Gläubiger auch im Internet Portal zusätzlich zum Nachsendeantrag die neuen Adresen mitgeteilt (allerdings läuft der neue Vertrag eine neue Kundennummer, was ich nun nach durchsuchen der Unterlagen festgestellt habe). Allerdings sollte es doch möglich sein, wenn Briefe mehrmals zurück gehen über den Namen zu suchen ob es eventuelle Adressänderungen gegeben hat.

Was soll ich nun tun? Muss ich den Betrag von Inkasso komplett Bezahlen? Wer hat Schuld das die Mahnungen nicht angekommen sind?

Ich würde mich um schnelle Hilfe freuen.

Grüße

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Strafanzeige gegen EOS Inkasso?

Hallo!

Ich hatte bis heute eine kleine Streitigkeit mit der EOS Inkasso.

Ich fasse es kurz zusammen:

Die Hauptforderung hatte ich an den Gläubiger bereits am 22.01.2013 ausgeglichen. Laut EOS Inkasso war sie zu diesem Zeitpunkt bereits beauftragt und ich wäre zum Ausgleich des Verzugsschadens verpflichtet.

Dass ich als Schuldner gesetzlich zum Ausgleich des Verzugsschadens verpflichtet bin, weiß ich und dagegen wäre ich auch nicht vorgegangen. Dies ist unstreitig und daher für mich in Ordnung. Wenn ich Mist baue, muss ich den auch wieder geradebiegen.

Da ich jedoch jedem Inkassounternehmen skeptisch gegenübertrete, habe ich von der EOS Inkasso eine Vorlage der Vollmacht verlangt und diese heute auch tatsächlich erhalten.

Anhand der Vollmacht erkennt man, dass die EOS Inkasso jedoch erst am 25.01.2013 beauftragt wurde. Also NACHDEM ich die Hauptforderung beim Gläubiger ausgeglichen habe. Zudem behauptete die EOS Inkasso (schriftlich), am 22.01.2013 bereits beauftragt gewesen zu sein, was aber offensichtlich erst ab dem 25.01.2013 der Fall war.

Dieser Fehler scheint auch der EOS Inkasso aufgefallen zu sein, denn mit der Vollmacht erhielt ich eine schriftliche Bestätigung, dass alle unter der genannten Forderungsnummer geführten Forderungen ausgeglichen sind. Aha, sieh mal einer an!

Die EOS Inkasso hat mich jedoch ganz bewusst angelogen. Sie war am 22.01.2013 noch gar nicht beauftragt und hat dennoch versucht, mich abzuzocken. Hätte ich mich nicht vehement gewehrt und nicht Vollmacht oder Abtretungserklärung verlangt, wäre das nie aufgefallen.

Genau so werden die noch gegen tausend andere Leute vorgehen und wenn man sich nicht dagegen wehrt, geht es immer so weiter. Daher denke ich darüber nach, Strafanzeige wegen Betrug und Nötigung zu erstatten. Ich kenne mich mit den Tatbeständen jedoch nicht richtig aus. Gibt es da noch mehr?

Und gehe ich dafür zur Verbraucherzentrale, wo oft auch Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen arbeiten und bitte dort um Hilfe bei der Strafanzeige oder gehe ich direkt zur Polizei?

Ich hoffe, da wisst ihr besser Bescheid.

Vielen Dank schonmal!

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