Inkasso Rechnung zahlen?

9 Antworten

Rein rechnerisch scheint es merkwürdig zu sein.

Deswegen vorab die Frage, ob du irgendwo in den Briefen die Worte "tituliert" oder "Mahnbescheid" bzw. "Vollstreckungsbescheid" findest. Wie ist der Wortlaut des Schreibens?

Gab es jemals Briefe eines Gerichts? Gelbe Umschläge?

Du musst mal trennen, was ggf. aufgrund der Maßnahmen (insbesondere Gerichtsverfahren) eventuell begründbar und auch durchsetzbar ist und was nicht mehr. Die 220€ Gebühren lassen sich zum Teil dann erklären, wenn man folgendes annimmt:

70,20€ Inkassogebühr

35€ Gerichtsgebühr Mahnbescheid

25€ Inkassopauschale Mahnbescheid.

Wie du siehst, ist das dann aber noch 100€ zu wenig. Wenn man nun noch einen Anwalt hinzunimmt, vielleicht überzogene Mahngebühren, kommt man irgendwie hin mit der Rechnung.

Sollte es aber noch keinen Titel gegeben haben und das Inkasso für seine Tätigkeit bzw. seinen Mahnbrief bereits 220€ Gebühren ausrufen, ist das ein klarer und drastischer Gesetzesverstoß. In so einem Fall kann man dem Inkasso ziemlich viel Ärger bereiten.

Der AK Inkassowatch hilft dir dabei gerne. Insbesondere Ersteinschätzungen und Beschwerden gibt es kostenlos von uns. Du kannst dich bei mir via PM melden. Wenn du Geringverdiener oder H4-Empfänger bist, gibt es zudem eine gemeinnützige Stiftung, die alle Gerichts- und Anwaltskosten übernimmt, solltest du dich entschließen, klagen zu wollen.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied AK Inkassowatch, jahreslanges Studium
Ich habe eine Rechnung mit 125€ vergessen zu zahlen

Und von wann resultiert diese Forderung?

https://www.straetus-inkasso.de/faq/wie-hoch-sind-die-inkassokosten.htm.

Desweiteren sind die Gebühren des Inkassos eindeutig zu hoch.

https://www.refrago.de/rechtsanwaltsgebuehrentabelle_nach_rvg-ab_01.08.2013.html

Die Inkassogebühren orientieren sich am Gegenstandwert, also der Höhe der Forderung. Sie können in der Rechtsanwaltsgebührentabelle im RVG nachvollzogen werden. Inkassokosten - auch Geschäftsgebühr genannt - werden dem Schuldner beim außergerichtlichen Mahnverfahren neben der Hauptforderung berechnet.

Wurde Dir auch eine Bevollmächtigung des Inkassos nachgewiesen - Vollmacht des Gläubigers?

http://www.vorsicht-im-netz.de/index.php?id=55

Die schlichte Behauptung, hierzu beauftragt worden zu sein, erfüllt die gesetzlichen Erfordernisse keineswegs. Stattdessen ist der Nachweis durch eine schriftliche Vollmacht zu erbringen, die mit einer lesbaren Unterschrift auch den Aussteller erkennen lässt. Diese schriftliche Vollmacht ist im Original vorzulegen, d.h. eine Fotokopie oder eine von einem Rechtsanwalt „beglaubigte Abschrift“ genügen nicht. Ebenso wenig reicht es aus, wenn der Rechtsanwalt „die ordnungsgemäße Bevollmächtigung anwaltlich versichert“.

Ist die Forderung berechtigt - sprich nicht verjährt - bezahle die Forderung direkt an den Gläubiger . Du selbst hast keine "Rechtsbeziehung" zum Inkasso !

da sind noch ordentlich mahn und Inkassogebühren draufgekommen. ich würde das jetzt mal so langsam zahlen sonst steht irgendwann der Gerichtsvollzieher vor der Tür

Frei erfundenen Quatsch muss man nicht zahlen. Bedeutet: "Mahn und Inkassogebühren" dürfen bei 125€ niemals in Summe 220€ ergeben. Das ist nicht möglich bzw. streng genommen verboten.

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