Inkasso per Email?

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8 Antworten

Ganz grundsätzlich hat sich das Inkasso bereits selbst disqualifiziert. Inkassos, die zusätzliche Hilfe durch Anwälte benötigen, dürfen sich streng genommen nicht Inkassobüros nennen. Warum? Inkassos müssen eine besondere Sachkenntnis und Fachkenntnis aufweisen und sind beim Einzug von Forderungen Anwälten gleichgestellt.

Das ganze kann man nun sehr gut gegen sie verwenden. Bezahle so schnell wie möglich die Hauptforderung samt Zinsen und ggf. 2,50€ Mahngebühr. Zweckgebunden, also neben der Rechnungsnummer im Verwendungszweck "Nur HF + Zinsen + Briefporto".

Dann würde ich beim Aufsichtsgericht des Inkassos eine Beschwerde hinterlassen (kostet nur Briefporto, so eine Beschwerde). Dort würde ich schreiben. Bei der Beschwerde in kurzen Sätzen schreiben, dass das Inkasso mit zusätzlicher Einschaltung von Anwälten droht. Dies zeigt, dass das Inkasso keine ausreichende Sachkenntnis und Fachkenntnis hat, um Rechtsdienstleistungen erbringen zu können. Wenn die auf Anwälte angewiesen sind, liegen die Voraussetzungen einer Zulassung gemäß RDG nicht mehr vor und denen muss die Lizenz entzogen werden.

Das Inkasso freut sich über so eine Beschwerde und wird wilde Ausreden haben, damit es die Lizenz nicht verliert. Dem Inkasso gegenüber reicht ein Dreizeiler: Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung wegen Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht zurück. Ihre Drohung habe ich zum Anlass genommen, einen Lizenzentzug beim Aufsichtsgericht zu beantragen.

Mehr würde ich nicht tun. bei solchen Randumständen ist es mir noch nie untergekommen, dass die Inkassogebühren jemals eingeklagt werden.

Wenn ein Inkasso sagt es würde Anwälte einschalten ist das schon reichlich lachhaft. Das zeigt auf, wie absurd sinnlos Inkassobüros überhaupt sind.

Letztendlich bist du aber durch die Rücklastschrift bereits in Verzug und der Gläubiger könnte jederzeit Gerichtspost auf den Weg bringen.

Wenn du darauf angewiesen bist dein Konto zu überziehen würde ich mir dringend mal Gedanken darüber machen wie du dein Einkommen erhöhen und deine Ausgaben reduzieren kannst. Aktuell ist zu bezweifeln, dass du mit Geld umgehen kannst.

NEIN.

Du sollst nicht warten bis du etwas per Brief bekommst, das hast du nämlich bereits... von deiner Bank die dich darüber informiert hat das die Lastschrift fehlgeschlagen ist. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hättest du reagieren müssen und an den Gläubiger das Geld überweisen.

Überweise noch heute die Hauptforderung + pauschal 10€ für Rücklastschrift sowie Mahnkosten an den Gläubiger (für den fall das die E-Mail des Inkassos das erste war das du bekommen hast neben dem schreiben deiner Bank). Nicht warten, keine ausreden finden... tun. Alles weitere kannst du dann zurückweisen.

Ob du nun die email gelesen hättest oder nicht, ist rechtlich gesehen völlig irrelevant. Der gläubiger kann entscheiden auf welche art und weise er forderungen einzieht, entweder durch inkasso-unternehmen, durch inkasso-anwälte (die teuersten gebühren), durch normales mahnwesen, gerichtsvollzieher. 

Fakt ist, du musst deine offene rechnung begleichen. Wenn du das momentan nicht vollständig kannst, setze dich mit dem gläubiger in verbindung und vereinbare eine ratenzahlung. In diesem fall leider schon das inkassounternehmen, denn der ursprüngliche gläubiger hat die forderung bereits abgetreten. Wenn nun das inkasso die forderung an einen inkasso-anwalt abgibt, wird es richtig teuer. Also dies solltest du am besten mit einem anruf und einer zahlungsvereibarung klären. Inkassos können gut und gerne das 3-5 fache aus einem betrag machen. Das solltest du vermeiden.

inkasso-unternehmen, durch inkasso-anwälte (die teuersten gebühren

Inkasso-Unternehmen und Inkasso-Anwälte basieren auf derselben Kostentabelle. Da gibt es aus rechtlicher Sicht keine Unterschiede.

durch normales mahnwesen

Ohne Mahnung geht bei Internet-Käufen im Normalfall nichts, denn ohne Mahnung wird überhaupt kein Verzug ausgelöst.

gerichtsvollzieher. 

Der kann ohne Titel auch nicht einfach so beauftragt werden.

Fakt ist, du musst deine offene rechnung begleichen.

Korrekt. Und je schneller das erledigt ist, desto besser.

In diesem fall leider schon das inkassounternehmen, denn der ursprüngliche gläubiger hat die forderung bereits abgetreten.

Hat er ganz sicher nicht. Wenn dem so wäre, dürfte das Inkasso keine Gebühren fordern, da es dann in eigenem Namen tätig ist und keine Rechtsdienstleistung mehr erbringt.

Wenn nun das inkasso die forderung an einen inkasso-anwalt abgibt, wird es richtig teuer

Kostendopplung ist schlichtweg vom BGH verboten.

Inkassos können gut und gerne das 3-5 fache aus einem betrag machen. Das solltest du vermeiden.

Natürlich ist eine zeitnahe Zahlung die beste Strategie das zu vermeiden. Aber Inkassos dürfen trotzdem nicht einfach mal so die Forderungen vervielfachen (*). so funktioniert das RVG nicht. Wer sich also vernünftig informiert, der kann den Gebührenunfug abwehren.

(*) Da die unterste Kategorie "bis 500€" ist, sieht es bei ganz kleinen Beträgen immer so aus, als vervielfachen sich die Forderungen. Tatsächlich ist es aus Kostensicht aber völlig egal, ob man 1 € oder 400€ eintreibt.

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@mepeisen

Es gibt einige inkassounternehmen die sich nicht an geltendes recht halten. Die frage ist eher ob man die zeit und lust hat sich in seiner freizeit mit inkassounternehmen zu ärgern und gegen falsche zu hohe gebühren vorzugehen. Am besten man vermeidet sie tunlichst, aber selten kann es passieren, dass man dann doch mal eine forderung an ein inkasso zahlen muss. Ich hatte einmal eine forderung von 95€ vergessen zu bezahlen, nach 6 wochen kam ein inkasso der über 300€ verlangte und mir auch noch einen schufaeintrag machte...die einzige erste vergessene rechnung

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Melde dich einfach bei Inkasso und sage denen das du das gerne in raten abzahlen möchtest, die sind da ziemlich 'entspannt', aber auch nur wenn die sehen das du dich darum kümmerst. Ansonsten kann es glaub ich ziemlich teuer werden. Du kannst denen auch einen Brief schreiben oder halt eine E-Mail wenn du nicht mit Ihnen reden möchtest. 

Ratenzahlungen werden nur akzeptiert, wenn man die Inkassogebühren und eine Rateneinigungsgebühr akzeptiert. Das sind mindestens rund 150€ verschenktes Geld. Wieso wird so ein Unfug immer wieder empfohlen?

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@mepeisen

es kommt auf den einzelfall an. Akzeptiert man eine Ratenzahlung nicht und es wird tituliert und in Bonitätsdatenbanken eingetragen ist es zwar evt. günstiger das über den Gerichtsvollzieher zu machen, der Negativeintrag kann aber je nach Situation noch viel teurer kommen in der Sache. Es ist immer eine abwägungssache, generell würde ich eine Ratenzahlungsvereinbarung mit einem Inkasso nie ausschliesen (als letztes mittel).

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@Endlessness1

Ratenzahlungsvereinbarungen ausgerechnet mit einem inkassobuero verursachen erhebliche zusatzkosten. 

Nicht zu empfehlen

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Mehr Infos zum Gläubiger! 

Ansonsten : Zahl die Hauptforderung plus pauschal 10 Euro zweckgebunden direkt an den Gläubiger (nicht ans inkasso)

Nicht warten

Wenn mir jemand per Mail so etwas schreibt, ignoriere ich es grundsätzlich. Inkasso kommt im Normalfall über den Postweg.

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