Inkasso per Email?

9 Antworten

Wenn ein Inkasso sagt es würde Anwälte einschalten ist das schon reichlich lachhaft. Das zeigt auf, wie absurd sinnlos Inkassobüros überhaupt sind.

Letztendlich bist du aber durch die Rücklastschrift bereits in Verzug und der Gläubiger könnte jederzeit Gerichtspost auf den Weg bringen.

Wenn du darauf angewiesen bist dein Konto zu überziehen würde ich mir dringend mal Gedanken darüber machen wie du dein Einkommen erhöhen und deine Ausgaben reduzieren kannst. Aktuell ist zu bezweifeln, dass du mit Geld umgehen kannst.

Ganz grundsätzlich hat sich das Inkasso bereits selbst disqualifiziert. Inkassos, die zusätzliche Hilfe durch Anwälte benötigen, dürfen sich streng genommen nicht Inkassobüros nennen. Warum? Inkassos müssen eine besondere Sachkenntnis und Fachkenntnis aufweisen und sind beim Einzug von Forderungen Anwälten gleichgestellt.

Das ganze kann man nun sehr gut gegen sie verwenden. Bezahle so schnell wie möglich die Hauptforderung samt Zinsen und ggf. 2,50€ Mahngebühr. Zweckgebunden, also neben der Rechnungsnummer im Verwendungszweck "Nur HF + Zinsen + Briefporto".

Dann würde ich beim Aufsichtsgericht des Inkassos eine Beschwerde hinterlassen (kostet nur Briefporto, so eine Beschwerde). Dort würde ich schreiben. Bei der Beschwerde in kurzen Sätzen schreiben, dass das Inkasso mit zusätzlicher Einschaltung von Anwälten droht. Dies zeigt, dass das Inkasso keine ausreichende Sachkenntnis und Fachkenntnis hat, um Rechtsdienstleistungen erbringen zu können. Wenn die auf Anwälte angewiesen sind, liegen die Voraussetzungen einer Zulassung gemäß RDG nicht mehr vor und denen muss die Lizenz entzogen werden.

Das Inkasso freut sich über so eine Beschwerde und wird wilde Ausreden haben, damit es die Lizenz nicht verliert. Dem Inkasso gegenüber reicht ein Dreizeiler: Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung wegen Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht zurück. Ihre Drohung habe ich zum Anlass genommen, einen Lizenzentzug beim Aufsichtsgericht zu beantragen.

Mehr würde ich nicht tun. bei solchen Randumständen ist es mir noch nie untergekommen, dass die Inkassogebühren jemals eingeklagt werden.

NEIN.

Du sollst nicht warten bis du etwas per Brief bekommst, das hast du nämlich bereits... von deiner Bank die dich darüber informiert hat das die Lastschrift fehlgeschlagen ist. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hättest du reagieren müssen und an den Gläubiger das Geld überweisen.

Überweise noch heute die Hauptforderung + pauschal 10€ für Rücklastschrift sowie Mahnkosten an den Gläubiger (für den fall das die E-Mail des Inkassos das erste war das du bekommen hast neben dem schreiben deiner Bank). Nicht warten, keine ausreden finden... tun. Alles weitere kannst du dann zurückweisen.

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