Inkasso ohne Rechnung oder Mahnung?

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3 Antworten

Deine Frage ist anhand der Informationen leider nicht abschließend zu beantworten. 

Ich nehme mal an, die Forderung an sich ist unstrittig. Die Forderung von Inkassogebühren kann nur als "Verzugsschaden" geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass du dich im Zahlungsverzug befindest. Für die Beurteilung hierzu bräuchten wir mehr Informationen. 

Im Zahlungsverzug befindet man sich nach erfolgter Mahnung oder nach Ablauf des vertraglich kalendermäßig bestimmten Zahlungstermines. Weiter geht die Rechtsprechung auch bei einer selbstverschuldet gescheiterten Lastschrift mit dem Scheitern der Lastschrift Zahlungsverzug eintritt. 

Weiter geht die Rechtsprechung auch bei einer selbstverschuldet gescheiterten Lastschrift mit dem Scheitern der Lastschrift Zahlungsverzug eintritt. 

Aber nur dann, wenn die Rechnung nicht Voraussetzung für die Zahlungsaufforderung ist. Die Lastschrift stellt nicht automatisch eine Zahlungsaufforderung dar.

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Eine Rechnung wäre schon notwendig, allerdings bist du dafür verantwortlich, dass dein Vertragspartner korrekte Adressen - elektronisch wie real - von dir hat.

Grundsätzlich sind Inkassogebühren nur dann zu erstatten, wenn diese zweckdienlich und notwendig waren. Das ist regelmäßig nicht der Fall.

Eine Rechnung ist nicht zwingend notwendig. Notwendig für die Forderung von Inkassogebühren ist Zahlungsverzug. Weiter hast du sehr Recht, wenn du schreibst, dass Inkasso zweckdienlich und notwendig war. Zweckdienlich ist Inkasso dann nicht, wenn keine Aussicht auf Zahlung besteht. Von der Notwendigkeit kann man bei einer erfolglosen Lastschrift durchaus ausgehen. 

Deine Aussage "regelmäßig" ist nicht wirklich hilfreich. Es stimmt, dass Inkassogebühren in den meisten Fällen nicht statthaft sind. Das ist jedoch nicht immer so. Daher ist dieser Hinweis mit Vorsicht zu genießen.

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@Interesierter

Notwendig für die Forderung von Inkassogebühren ist Zahlungsverzug.

Und wie soll der üblicherweise ohne Rechnung zustande kommen, Scherzkeks? Wir reden hier offensichtlich nicht von Wohnraummiete oder dergleichen.

Das ist jedoch nicht immer so. Daher ist dieser Hinweis mit Vorsicht zu genießen

Die Ausnahmen beschränken sich ganz grundsätzlich einmal auf nicht geschäftserfahrene Gläubiger, also gewissermaßen das kleine Handwerkerlein ums Eck.

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Warum überweist Du nicht die unstrittige Hauptforderung plus gerundet 5 €

( Pro geplatzte Lastschrift wären gem neuen Urteil des Landgericht Potsdam Az. 2 O173/13 nur € 3,65 an Gebühren zu zahlen)

...zweckgebunden ("nur Hauptforderung") direkt an den Gläubiger ?

Die inkassokosten werden aufgrund der uneinheitlichen rechtsprechung nicht explicit eingeklagt

Brauchst Du Gerichtsurteile dann nochmal bescheid sagen 

Mental trotzdem auf böse Briefe einstellen

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